Aktuelles aus dem ift

Jörn Peter Lass folgt Ulrich Sieberath

Zu den 46. Rosenheimer Fenstertagen kamen mit 735 Teilnehmern etwas weniger als im Vorjahr 2017, seinerzeit waren 870 registriert. Ob diese Entwicklung den vollen Auftragsbüchern geschuldet ist, bleibt fraglich. Fest steht: Die Herausforderungen wie Fachkräftemangel oder Wettbewerbsdruck bleiben konstant hoch. Darauf möchte das ift reagieren, beispielsweise mit Innovationen aus dem Bereich der Digitalisierung oder mehr Präsenz im Ausland.

Rund 22 Mio. Euro Umsatz (geplant), 541 Mitglieder sowie Kunden und Mitglieder aus 70 Staaten – so lauten die beeindruckenden Zahlen des ift Rosenheim aus dem Jahr 2018 − natürlich waren die Auftragsbücher in diesem Jahr voll. Der große Nachholbedarf an Wohnungen, Schulen oder öffentlicher Infrastruktur bestand weiter. Nicht die einzige Herausforderung derzeit, denn auch der Fachkräftemangel hält an und der Wettbewerbsdruck durch Anbieter aus östlichen Regionen im deutschen Markt steigt an.

Wo eine Herausforderung, da eine Chance: So will auch das ift diese Chance nutzen, Innovationen wie Smart Home oder digitale Lösungen voranzutreiben; teils durch Schulungen, teils bei Messeauftritten wie die Sonderschau Triple S auf der BAU 2019, aber auch mit eigenen Tools wie zum Beispiel dem CE-Generator oder dem Online-Werkzeug und dem Montageplaner. Mit diesem wurden bis Oktober 2018 bereits 17.500 Montagepässe erstellt.

Aber auch die Kernkompetenz der Prüfungen baut das ift aus, besonders im Hinblick auf Qualitätssteigerung und Kombinationen mit IT-Lösungen wie der ift-FEM (Finite-Elemente-Methode“), die neben den experimentellen Prüfungen als rechnerisches Pendant gilt.

Große Investitionen tätigte das ift sowohl in Prüfbereiche, wie Vakuum-Isolierglas, als auch bereits im Jahr 2015 in das neue Technologiezentrum mit rund 7 Mio. Euro. Über 200 Brandschutzprüfungen hat das ift in Kooperation mit dem Nachbarn UL International Germany in 2018 durchgeführt. Die erwünschten Synergieeffekte haben sich eingestellt, sodass sich nun Prüfungen nach deutschen, europäischen, englischen und amerikanischen Normen erfolgreich durchführen lassen. Und weil alles so gut lief, steht der Ausbau der Prüfbereiche Luft, Wind, Wasser und Mechanik bevor.

In Sachen Forschung wird das ift nicht mehr so stark einsteigen wie bisher, da es inzwischen schwieriger geworden ist, große Fördersummen zu erhalten. Gefördert werden künftig eher große EU-Verbundprojekte.

Der Ausbau der Institution findet nicht nur inhaltlich statt, sondern auch örtlich. So wurde im Herbst das „ift West“ am Standort Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh eröffnet. Dieses ist unter der Leitung von Rolf Schnitzler ein Stützpunkt für technische Abstimmungen, Schulungen sowie für Prüfungen auf firmeneigenen Prüfständen in dieser Region. Auch international hat sich das ift weiterentwickelt: einmal mit der Etablierung des ift Hellas in Griechenland und weiter mit dem ift Hvratksa in Kroatien. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde das ift durch das Civil Defence Department anerkannt und in Kanada ist das ift zertifiziert dank der Kooperation mit der kanadischen Prüf- und Zertifizierungsstelle Quality Auditing Institut (QAI).

Die Institutsleitung Prof. Ulrich Sieberath und der Vorstandsvorsitzende Bernhard Helbing legen diese Aufgaben in die Hände einer neuen Generation. Die Mitglieder dürfen sich auf Prof. Jörn Peter Lass von der Technischen Hochschule Rosenheim  freuen, er übernimmt 2020 die Institutsleitung. ⇥schlegel◊

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