Dichte Alu- und Stahltüren

Funktionstüren sind die Spezialisten unter den Türen. Sie dienen dem Schall-, Feuer- oder Rauchschutz in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden und werden je nach Anwendungsbereich aus Stahl oder Aluminium gefertigt. Aber auch im Wohnungsbau kommen sie vermehrt zum Einsatz. Damit eine Spezialtür ihren Zweck erfüllen kann, ist neben dem Material von Oberflächen, Zargen und Türblatt, die passende Dichtung entscheidend.

In der Baubranche sind Stahlzargen und -türen heutzutage nicht mehr wegzudenken. Ob zum Schutz vor Lärm, Feuer und Hitze oder schädlichen Rauchgasen — das Bauelement deckt mit seinen zahlreichen Verarbeitungs- und Ausführungsmöglichkeiten alle geforderten Facetten ab. Baurechtliche Vorschriften schreiben den Einsatz einer jeweiligen Funktionstür an bestimmten Stellen vor – sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bau. Damit eine Tür ihre objektiv nachprüfbaren Eigenschaften oder gesetzlich vorgeschriebenen Merkmale erfüllen kann, ist das Zusammenspiel aller Konstruktionselemente – Zarge, Türblatt, Dichtung, Beschlag, Bodenfuge, Maueranschluss etc. — entscheidend. Ausgestattet mit dem passenden Dichtungsprofil können Lärm und Zugluft deutlich reduziert werden.

Im privaten Hausbau finden Stahltüren Anwendung vor allem als Brandschutztüren zum Heizungskeller oder Öltankraum, denn sie halten im Falle eines Feuerausbruches Flammen und Hitze ab und verschaffen den Bewohnern so wertvolle Zeit, um unversehrt das Gebäude verlassen zu können. Diese Spezialtüren sind in der Lage, dem Feuer für einen definierten Zeitraum standzuhalten. Wegen der Brandgefahr schreibt der Gesetzgeber auch in der Garage eine Feuerschutztür für den Übergang ins Haus vor. In öffentlichen Gebäuden sind Brand- und Rauchschutztüren insbesondere bei Rettungs- und Fluchtwegen erforderlich.

Aus modernen Büro- und öffentlichen Bauten nicht mehr wegzudenken, halten Haustüren aus Aluminium inzwischen auch immer mehr Einzug in den Privathausbau. Die derzeit angebotenen Systeme sind technisch und optisch auf einem sehr hohen Niveau und bieten reichlich Raum für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Türen aus Stahl oder Aluminium sind Kunststoff- und Holztüren in puncto Beständigkeit überlegen. Sie trotzen Feuchtigkeit und Witterung, ohne zu verziehen. Auch der Pflegeaufwand für die Oberfläche hält sich in Grenzen.

Feuerschutzabschlüsse und Rauchschutztüren

Der Fachbegriff für Brandschutztüren ist „Feuerschutzabschlüsse“. Sie werden nach der Dauer ihres Feuerwiderstandes klassifiziert, der durchschnittlichen Zeitspanne, in der die Tür die Ausbreitung des Feuers verhindert. Diese Türen dürfen ausschließlich als Komplettsystem von einem Hersteller bezogen werden. Rauchschutztüren dienen dazu, das Eindringen der Rauchgase zu verhindern, die sich während eines Brandes entwickeln. Feuerschutzabschlüsse können, zusätzlich zu ihrer ursprünglichen Funktion, als Rauchschutztüren ausgestattet werden. Die Rauchdichtigkeit wird über eine allseitig umlaufende Dichtung gewährleistet, die den Durchtritt von kaltem und heißem Rauch verhindert.

Die oben genannten Funktionstüren müssen einer jährlichen Sicherheitsprüfung unterzogen werden. Dabei sind die Dichtungsprofile auf Beschädigungen und Verschleiß zu prüfen. Es muss kontrolliert werden, wie die Dichtungen am Türblatt anliegen. Sollten sie schadhaft sein, müssen sie ausgetauscht werden.

Schallschutztüren

Schallwellen dringen durch kleinste Öffnungen, daher trägt die korrekte Abdichtung von Schallschutztüren maßgeblich zu ihrer Funktionsfähigkeit bei. Die sogenannten Akustikdichtungen, die aus elastischen Materialien mit hohem Rückstellvermögen gefertigt werden, sowie zusätzliche Falzdichtungen stellen sicher, dass die Fuge zwischen Zarge und Türblatt dicht ist. Um Lärm, aber auch Zugluft fernzuhalten, werden zusätzlich Absenkdichtungen zwischen Tür und Fußboden eingesetzt.

Flexible Materialien

Seit einigen Jahren hält der Werkstoff TPE Einzug als Rohmaterial für Dichtungen bei Zargen und Türen aus Stahl und Aluminium. Die Abkürzung TPE steht für thermoplastische Elastomere, auch lineare Elastomere genannt. TPE gehören zu einer der interessantesten Materialentwicklungen der letzten Jahrzehnte, denn sie vereinen die besten Eigenschaften von Thermoplasten und Elastomeren, d.h. die Verarbeitung und die Farbvielfalt ist dem PVC sehr ähnlich, die Beständigkeitswerte gegen Alterung, Witterung und UV sind denen von APTK/EPDM weitgehend gleich, teils besser.

Eingesetzt bei der Dichtungsherstellung, garantieren TPE hohe Flexibilität in einem weiten Temperaturbereich, Abriebfestigkeit und eine reversiblere Dehnfähigkeit im Vergleich zu Thermoplasten. Je nach Verhältnis von Hart- und Weichsegmentanteil in den TPE sind die Eigenschaften mehr oder weniger stark ausgeprägt.

Ein weiterer Vorteil von TPE ist die Möglichkeit, die Reste dieses Kunststoffs einzuschmelzen und wieder bzw. weiterzuverarbeiten. Ein wichtiger Punkt für Hersteller und Verarbeiter, die Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Seit 2013 produziert die GfA-Dichtungen Profile, unter anderem für Stahlzargen, in denen ein sogenannter Antidehnungsfaden eingebettet ist. Dieser verhindert weitgehend die Längendehnung, die durch die mechanische Belastung beim Einbau entsteht. Nach dem Einbau können sich diese Dichtungen nicht mehr zusammenziehen.

Häufige Verarbeitungsfehler

Durch den Einbau des Antidehnungsfadens wird das Risiko eines typischen Verarbeitungsfehlers minimiert: Weil die Längendehnung der Dichtung verhindert wird, bilden sich in den Ecken und zum Boden hin keine Lücken mehr. Lästige Nacharbeiten und ein zweites Anfahren der Baustelle entfallen aus diesem Grund.

Bei Stahlzargen kommt es relativ häufig vor, dass die Zarge erhalten bleibt und lediglich ein neues Türblatt eingebaut wird. Dabei kann es passieren, dass ein Türblatt mit einer anderen Stärke verwendet wird. Anschließend kann nicht mehr die gleiche Dichtung wie bisher eingebaut werden, da sich zwischen Dichtung und Türblatt ein Spalt gebildet hat. Hierfür haben wir Dichtungsprofile im Programm, die den erhöhten Abstand ausgleichen.

Die alten Stahlzargen werden bei der Renovierung meist gleich mitgestrichen. In diesem Fall ist es ratsam, die Dichtung erst nach dem Streichen und reichlichen Abtrocknen des Lacks einzubauen. Dieser sollte vollständig ausgehärtet sein, bevor eine neue Dichtung eingesetzt wird. Deshalb sollte die Dichtung nicht zu früh montiert werden. Die Nut sollte ebenfalls vor der Montage von eventuellen Lackresten gereinigt werden. Unsere Dichtungsprofile sind beständig gegen moderne Anstrichsysteme auf Wasserbasis.

Fachgerechte Verarbeitung

Dichtungen mit Fadeneinlage können passgenau abgeschnitten werden. Alle anderen sollten in Türen immer mit circa einem Zentimeter Zugabe je 100 Zentimeter Länge vorher abgeschnitten und dann eingebaut werden. Die waagerechte Dichtung im oberen Bereich läuft meist durch, die beiden senkrechten stoßen stumpf dagegen. Man kann die Dichtungen auch auf Gehrung schneiden, was bei Hohlkammer Dichtungen jedoch immer schwierig ist und selten gut aussieht. Je größer der Hohlkörper, desto leichter die Gefahr des Verdrückens.