Kein Vorbeikommen

„Wer zahlt, schafft an“, hat sich wohl der Anzeigenkunde gedacht, der sich kurz vor Weihnachten via E-Mail über unseren Artikel „Flüchtlinge als Glücksfall“ mokiert hat. „Suchen Sie sich Ihre zukünftigen Leser und Anzeigenkunden bei den Asylanten, die Sie in Ihrer Titelgeschichte himmelhoch lobpreisen“, rät das Unternehmen und begründet: „Wir jedenfalls glauben nicht an den Islam, unsere Landsleute, Kunden und Geschäftspartner sind keine Scheinasylanten, Schwarze, Mohammedaner oder Terroristen.“ 

Bei so wenig Differenzierung verschlägt es einem fast die Sprache. Fachautorin Petra Keidel-Landsee hat lediglich über einige vorbildliche Beispiele für die Integration von Flüchtlingen berichtet. An dieser Aufgabe kommt unsere Gesellschaft nicht vorbei. Von Schwierigkeiten bei der Integration berichtet diesmal die ‚Unternehmerfrau des Jahres 2014‘ auf Seite 7. Der Titel hat Yvonne Simon 2015 einige Einladungen mit Prominenz aus Politik und Wirtschaft beschert. Im Interview bilanziert die 36-Jährige ihr Jahr in der Öffentlichkeit.

Nachwehen der DIN EN 1090

Viele Betriebe sind ja schon froh darüber, wenn sie den Nachweis über die Zertifizierung nach DIN EN 1090 in Händen halten. Dass die Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) auch die Veredelung der Oberflächen von tragenden Stahl- und Aluminiumteilen einschließt, davon wollen offenbar einige Metallbauer noch nichts wissen. Und das, obwohl sie rechtlich für den normkonformen Korrosionsschutz haften. Wer da den Kopf in den Sand steckt, steht hinterher vor dem Gericht. Deshalb: Welche Anforderungen die DIN EN 1090 an die Kooperation mit Feuerverzinker und Beschichter stellt, darüber informiert der Beitrag ab Seite 22.

Bestbieterprinzip durchgesetzt

Ein politischer Sieg ist dem Österreichischen Metallbau gelungen. Zum März wird das Vergaberecht novelliert und das Bestbieterkonzept des AMFT berücksichtigt. Die öffentliche Hand ist künftig verpflichtet, bei Aufträgen von mehr als einer Million Euro stärker auf Qualitätskriterien und Folgekosten zu achten. Den Bericht lesen Sie im Spezial Österreich auf Seite 30.

Ein spannendes Heft wünscht

Stefanie Manger
Chefredakteurin metallbau

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