Schweißroboter im Stahlbau

Die Stahlbauprojekte realisiert Ihnen für den Automobil- und Flugzeugbau, die Nahrungsmittelindustrie, die Chemie- und Pharmaindustrie, Kraftwerke, den regenerative Energiesektor, Abfallwirtschaft und viele weitere Bereiche. Zum vielfältigen Leistungsspektrum gehören individuelle
Sonderkonstruktionen wie beispielsweise der Anlagenbau für einzelne Maschinen oder komplette Fertigungsstraßen, der Hallenbau, der Stahlwasserbau sowie Schwerlasthochregale. „Von der Planung, über die Konstruktion und Fertigung bis hin zur Montage, bieten wir unseren Kunden alles aus einer Hand,“ betont Geschäftsführer Willm Ihnen. „Dadurch sind wir unabhängig von Lieferanten
und können flexibel auf Kundenwünsche reagieren,“ ergänzt er.
Neben den Einzelprojekten, die das Kerngeschäft des Unternehmens ausmachen, gewinnt die Serienfertigung zunehmend an Bedeutung. Hohe Stückzahlen sind vor allem im Bereich rund um die regenerativen Energien gefragt. Hier zählt einer der bekanntesten Windkraftanlagenhersteller zu den größten Kunden. Enercon stellt in unmittelbarer Nachbarschaft Windkraftanlagen her, die weltweit
zum Einsatz kommen.

Fortlaufende Erneuerung der Schweißtechnik
Zum Schweißen des großen Teilespektrums investiert das Unternehmen kontinuierlich in Automatisierung und neue Fertigungstechnologien. Bei der Schweißtechnik vertraut Ihnen Stahl- und Metallbau auf einen einzigen Hersteller. Seit vielen Jahren werden Handschweißgeräte aus dem Hause Cloos eingesetzt – mittlerweile rund 60 in der gesamten Fertigung. „Da wir mit den Handschweißgeräten sehr gute Erfahrungen in punkto Zuverlässigkeit und Service gemacht haben, setzen wir auch bei der Automatisierung auf Cloos,“ erklärt Willm Ihnen. „Im Gegensatz zu anderen Anbietern kommt Cloos aus der Schweißtechnik und baut Roboter für die Schweißtechnik,“ fügt er hinzu.
Insgesamt betreibt Ihnen mittlerweile vier Roboteranlagen aus dem Hause Cloos. ( -> zum Video: Robotereinsatz bei Ihnen ) Die Serienteile für die Windkraftanlagen werden hauptsächlich auf der Kompaktanlage vom Typ CS-30 sowie auf der Kompaktzelle CC-6 gefertigt. Die Anlagen sind seit 2008 beziehungsweise seit 2010 im Einsatz, sie lassen sich einfach in jede Fertigung integrieren und der kompakte Aufbau spart Produktionsfläche. Durch den modularen Aufbau sind individuelle Erweiterungen und Nachrüstungen jederzeit möglich. Die benutzerfreundliche Bedienung garantiert einfaches, präzises und intuitives Handling. Zudem sind die Anlagen elektrisch und mechanisch komplett vorinstalliert, was die Montage und Wartung vereinfacht und Zeit spart.
Auf der dritten Roboteranlage können große Bauteile mit einem Gewicht von bis zu fünf Tonnen und 7,5 Metern Länge geschweißt werden. Kürzlich wurde diese Anlage um einen zweiten Roboter Quirox QRC 350  mit sieben Achsen erweitert. Die große Reichweite des neuen Roboters vereinfacht und beschleunigt das Schweißen der komplexen Bauteile, da er einfach um Ecken oder in Nischen geführt werden kann.
Die Kompaktanlage und die große Roboteranlage können im Zwei-Stationen-Betrieb wechselseitig beschickt werden. So kann der Mitarbeiter auf der einen Seite die geschweißten Bauteile entnehmen und die Vorrichtungen neu bestücken, während auf der anderen Station der Schweißprozess stattfindet. Dies resultiert in einem enormen Zeitgewinn im gesamten Prozessablauf. Damit erreicht Ihnen eine optimale Auslastung der Anlage und einen effizienten Personaleinsatz, was die Fertigung schnell und preislich attraktiv macht.
Die Offline-Programmierung der Roboter spart nochmals Zeit. Denn während in der Anlage die Produktion läuft, kann gleichzeitig in RoboPlan ein neues Programm erstellt werden. Hier werden an 3D-Modellen Schweiß-, Such-, Verfahrwege und Werkzeuge festgelegt, zu denen dann die Schweißparameter und weitere für den Ablauf des Programms erforderliche Funktionen definiert werden. Das so entwickelte Programm wird via Netzwerkverbindung in die Steuerung des Roboters übertragen und am Arbeitsplatz selbst lediglich optimiert.
Die Produktivitätssteigerungen sind enorm: Komplexe Schweißbauteile wurden früher ausschließlich manuell geschweißt. Früher wurden zum Beispiel Baugruppen für Windkraftanlagen per Hand geschweißt. So konnten täglich maximal sechs Bauteile produziert werden. Auf der kompakten Roboteranlage C30 sind heute 23 Teile am Tag möglich.

Neue Technologien sichern Wettbewerbsfähigkeit
Durch die Investitionen in die Roboterschweißanlagen konnte das Unternehmen die Fertigungsprozesse deutlich beschleunigen und erzielt exakt reproduzierbare Schweißergebnisse. „Damit werden wir dem erhöhten Bedarf an Produktivität und Qualität seitens unserer Kunden gerecht,“ freut sich Ihnen. „Auch unsere Mitarbeiter treiben innovative Fertigungstechnologien aktiv voran, damit wir unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken.“
Die Mitarbeiter wurden intensiv geschult, um die automatisierten Anlagen voll ausnutzen zu können. Die Schulungen durch Cloos haben den Mitarbeitern die für die Programmierung und Handhabung erforderlichen Kenntnisse vermittelt. Ein weiterer Gewinn: Da die Roboter die physisch schwere Arbeit erledigen, ist die allgemeine Gefährdung durch Lichtbogenstrahlung und Schweißrauch geringer. Der Schweißer kann sich verstärkt auf die Prozessüberwachung konzentrieren.
„Um unseren Kunden technologie- und kostenoptimaleLösungen bieten zu können, möchten wir auch in Zukunft in neue Technologien investieren,“ betont Willm Ihnen. Aufgrund des großen Erfolges mit den automatisierten Schweißanlagen laufen die Planungen für die Anschaffung weiterer Roboter bereits. red


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