Fachtagung Wintergartenbau

Bundesverband Wintergarten e.V. trifft sich

Rechtsanwalt Dr. Edgar Joussen aus Berlin referierte zum Mustervertrags für die Planung, Lieferung und Montage von Wintergärten und Terrassendächer“. Dieser wurde mit dem Bundesverband für die Mitglieder erarbeitet. Generell dient der Mustervertrag als Formulierungshilfe, um sicherzustellen, dass alle wesentlichen Fragen beachtet werden. Der Handwerksbetrieb bekommt ein Hilfsmittel an die Hand, mit dem er die notwendigen vertraglichen Eckpunkte juristisch fundiert formuliert findet und Fallstricke, die der juristische Laie leicht übersieht, umgehen kann.

Das Thema „Anprallschutz bei Verglasungen mit Brüstungshöhen unter 80 cm“, waren Thema von Dipl.-Ökonom Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas e.V.
Dabei ging es vor allem um „frei und ohne Hilfsmittel zugängliche Vertikalverglasungen“, die auf der zugänglichen Seite „bis mindestens 0,80 m über Verkehrsfläche mit Glas mit sicherem Bruchverhalten auszuführen“ sind und der Verankerung dieser Bedingung in der Überarbeitung der DIN 18008.

Stand und Ausblick beim Gebäudeenergiegesetz (GEG)


Foto: Bundesverband Wintergartenbau

Foto: Bundesverband Wintergartenbau
Dr. Tim Schulze vom Referat Energiepolitische Grundsatzfragen im Gebäudesektor des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie informierte über den aktuellen Stand des Gebäudeenergiegesetzes. Nach wie vor besteht das Ziel darin, die Vorgaben der Europäischen Union im Rahmen ihrer Klima- und Energiepolitik bis 2030 umzusetzen:


- Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 40% (gegenüber dem Stand von 1990)

- Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energiequellen auf mindestens 27%

- Steigerung der Energieeffizienz um mindestens 27%

Schulze zeigte dabei den Weg von der alten EnEV bis zum projektierten Gebäudeenergiegesetzes auf und stellte den aktuellen Stand der Diskussion nach Beendigung der langwierigen Koalitionsverhandlungen dar.

Leichtere Dächer
Dipl.-Phys. Christoph Troska von der Kuraray Europa GmbH (Troisdorf) referierte über den Einsatz von leistungsstarken Folien, um die Dimensionierung der Scheiben insbesondere im Dachbereich zu minimieren, wodurch die erforderliche hohe Standsicherheit mit deutlicher Senkung der Verglasungsgewichte verbunden werden kann.


„Blankodarlehen“
Eine interessante Ergänzung war der Beitrag zu einer möglichen Verkaufsförderung durch die Bereitstellung von „Blankodarlehen“. Es referierte Udo Fritz von der R. Ladwig GmbH (Dannstadt-Schauernheim). Nach Prüfung aller möglichen Förderungen erwies sich allein das Darlehenssystem der Bausparkassen für Darlehen von 10.000 bis 30.000 Euro als praxistauglich für den Wintergartenbau. Der Handwerker kann den Kunden direkt an die Bausparkasse verweisen und „muss“ selbst keinen Einblick in dessen Vermögensverhältnisse nehmen.



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