Stegerer auf Trophäenkurs

Metallbauer mit German Brand Award ausgezeichnet

Innovationsbereitschaft zahlt sich aus. Davon ist Ingo Lederer, Geschäftsführer von Stegerer in Regenstauf, überzeugt. Am heutigen Freitag gibt dem Metallbauunternehmer der Erfolg einmal mehr recht. Im Rahmen einer feierlichen Gala im Römischen Hof in Berlin wurde das Unternehmen für herausragende Markenführung geehrt.

Stegerer ist kein Startup, sondern ein Handwerksbetrieb, der in diesem Jahr sein 20. Firmenjubiläum feiert. Den Preis in der Kategorie Digital Brand of the Year haben sich Lederer und sein Team verdient, indem sie kontinuierlich auf Digitalisierung setzten:
Bereits 2004 arbeitete man mit 3D Konstruktionen, 2012 folgte das erste reale 3D Objekt, das im Raum bewegt und von allen Seiten betrachtet werden kann. Heute ist hochmoderne 3D Technik im gesamten Produktionsprozess Standard. Für die Maßaufnahme vor Ort auf der Baustelle nutzen die Konstrukteure einen 3D-Laserscanner, für Großflächenaufnahmen eine Drohne. So stehen alle benötigten Maße exakt und schnell zur Verfügung. Der nächste Schritt ist dann die 3D Virtual Reality Ansicht. Mit Hilfe einer Mixed Reality Brille kann der Kunde virtuell über  die Baustelle spazieren und sich das fertige Objekt ansehen – und das, bevor in der Werkstatt auch nur ein einziges Teil geschweißt wurde. „Bei Plänen oder Bildern braucht der Kunde immer noch Vorstellungskraft für das fertige Produkt. Da wirkt dann das ein oder andere Teil dann schon mal anders als erwartet.“ berichtet Ingo Lederer. Wenn der Kunde aber die Brille aufsetzt und damit in die virtuelle Realität abtaucht, steht er plötzlich mitten auf der Baustelle. Die Brille nimmt jede seiner Bewegungen auf und spiegelt realitätsgetreu wieder, wie das fertige Projekt aussehen wird. Kunden, die etwas „Greifbares“ wünschen, bekommen ein 3D Druckmodell ihres Objekts.
Vom gelebten Innovationsprozess im Hause Stegerer profitieren aber längst nicht nur die Kunden, sondern auch die Mitarbeiter - und damit die Marke Stegerer. Teil eines Unternehmens zu sein, das so konsequent auf Innovation setzt, das bedeutet vor allem eins: Spaß am Job. Regelmäßig präsentieren Ingo Lederer und Betriebsleiter Alexander Artes den Mitarbeitern die neuesten technischen Gadgets, dann gibt es leuchtende Augen. „Natürlich lässt sich damit der Spieltrieb anregen, und der ist für kreative Ideen ja ganz wichtig“, so Artes.

v.l.: Betriebsleiter Alexander Artes und Geschäftsführer Ingo Lederer.

v.l.: Betriebsleiter Alexander Artes und Geschäftsführer Ingo Lederer.


Über den German Brand Award

Der German Brand Award wird dieses Jahr zum dritten Mal verliehen. Initiator ist der Rat für Formgebung. Seinem Stifterkreis gehören aktuell mehr als 290 Unternehmen an. Der Rat für Formgebung wurde 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages gegründet, um die Designkompetenz der deutschen Wirtschaft zu stärken. Auslober des Preises ist das German Brand Institute. Zu den Gewinnern der letzten beiden Jahre zählten Marken wie Edding, Kaldewei, Koelnmesse, Lufthansa Systems, Motel One, RTL II, Telekom und Vorwerk.

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