US-Stahl- und Aluzölle fix

Stellungnahme WV Stahl und WVMetalle

Nach Information der faz hat US-Präsident Donald Trump die Erhöhung der Zölle für die Einfuhr von Stahl und Aluminium fix gemacht. Demnach muss ab 24. April für in die USA eingeführten Stahl 25 Prozent Zoll gezahlt werden und für Aluminium zehn Prozent.

Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der VW Stahl in Düsseldorf, warnt: "Der EU-Stahlmarkt sei der offenste der Welt. Die Industrie wäre überfordert, wenn andere Länder ihre Märkte abschotten. Gegen unfairen Handel (z.B. in Form von Dumping) sollten ausschließlich WTO-konforme Handelsschutzinstrumente angewendet werden. Die EU muss jetzt umgehend und wirkungsvoll ihre Stahlindustrie vor den Auswirkungen dieser protektionistischen US-Politik schützen."

Die deutsche Nichteisen(NE-)-Metallindustrie kritisiert die protektionistischen Maßnahmen und fordert in einem Positionspapier Gegenmaßnahmen. Die Importzölle der USA in Höhe von 10 Prozent auf Aluminium werden einen wirtschaftlichen Schaden bei allen Beteiligten verursachen. Die deutsche Aluminiumindustrie benötigt ausreichenden Handelsschutz, sollten relevante Mengen an Primäraluminium und Halbzeugen nach Europa umgeleitet werden. „Protektionismus und Importzölle werden nur Verlierer hervorbringen“, sagt Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVMetalle) in Berlin. „Trotzdem muss die EU intervenieren, um die eigenen Interessen im internationalen Handel sicherzustellen. Die deutsche NE-Metallindustrie präferiert den regelbasierten Freihandel, doch Markteingriffe in Form von Handelsschutz für die europäische Industrie sind an dieser Stellen notwendig, auch um die Handlungsfähigkeit der EU zu demonstrieren.“

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