Der Preis ist heiß ...

„für Stahlprofile rund doppelt so hoch wie im Dezember 2020“, informiert Marko Graf. Der Geschäftsführer des Bereichs Stahl- und Hallenbau bei Uhl Würzburg betont, dass es bei einzelnen Profiltypen und größeren Mengen Lieferschwierigkeiten gibt. Noch prekärer ist die Liefersituation im Hallenbau bei der Beschaffung von Dünnblechen und Trapenzblechtragschalen.

Die Einkäufer müssen umfassendere Anfragen bei den Lieferanten starten und können teilweise nur mit mehreren Teilmengen den nötigen Bestellumfang sicherstellen. Natürlich sorgt die brisante Einkaufssituation für Verzögerungen bei den Bauabläufen. „Die Terminplanung einzelner Aufträge verschiebt sich um mehrere Tage“, sagt Graf.

Während die meisten von uns angefragten Metallbauer prinzipiell keine Prognose stellen möchten, konstatiert Graf: „Wir würden uns nicht wundern, wenn sich diese Situation erst im ersten Quartal 2022 entspannt, hoffen aber auf das vierte Quartal 2021.“ Erste positive Anzeichen gebe es, dass sich bei den Händlern der Materialzulauf verbessere, von einer breiten offiziellen positiven Rückmeldung könne allerdings keine Rede sein. Für Graf ist klar: Im laufenden dritten Quartal wird sich die angespannte Preis- und Liefersituation nicht ändern.

Aktuell kann nicht mit dem üblichen Prognoserisiko kalkuliert werden. Wir greifen in dieser Ausgabe das Thema aus baurechtlicher Sicht auf: Die Kanzlei Weiss & Weiss berichtet über Möglichkeiten, wie sich Betriebe gegen das Preisrisiko absichern können. Die Baurechtsanwälte, die über 200 Betriebe der Branche vertreten, beschreiben im Fachartikel rechtskonforme Optionen vor und nach Vertragsschluss.

Winter- und Sommergärten florieren

„Seit März 2020 sind die Anfragen nach Wintergärten bei uns gestiegen, über den Verlauf der Pandemie sicher um 40 bis 50 Prozent“, sagt Thomas Köhler. Der Verkaufsleiter von Fortuna Wintergarten Vertrieb im nordrhein-westfälischen Langenfeld meint, dass nicht nur die Pandemie Verkaufstreiber ist, auch neue Zuschussförderungen hätten einen Impuls zu Sanierungen gegeben. Und eine weitere gute Nachricht lautet: Die Sparte geht nicht davon aus, dass mit dem Ende der Corona-Maßnahmen die Nachfrage signifikant einbricht. Das gestiegene Bewusstsein für ein schönes Zuhause gilt als nachhaltige Entwicklung.

Fehlerquellen bei der WPK

Mit Harmonisierung der EN 16034 müssen Betriebe für die Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) ihrer Elemente mit Feuerschutzabschlüssen einige Anpassungen vornehmen. Beim ift-Brandschutzforum hat David Hepp darüber referiert, welche Fehler den Auditoren bei ihren Kontrollen gehäuft aufgefallen sind und wie sich diese beseitigen lassen.

Eine hilfreiche Lektüre!

Stefanie Manger
Chefredakteurin

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