Nachwuchs

Die Akademie GFF

Glas- & Fenster- & Fassadenbau

Im Foyer hängt ein Flat Screen an der Wand, über den Bildschirm flattert ein rappender Jugendlicher mit Cap. Der Rhythmus des Nachwuchses tönt durch das lichte Treppenhaus, rundherum Glasfassaden repräsentieren das Gewerk. „Wir möchten unsere Azubis in ihrer Welt abholen“, erklärt Waldemar Dörr, Schulleiter der Akademie GFF.
Als Erfinder der Messe Fensterbau Frontale ist die Akademie GFF in Karlsruhe der Branche bekannt. Die Auszubildenden, die meist im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung an die Akademie kommen, genießen den Vorteil, dass der Fokus allein auf dem Glaserhandwerk liegt. Schulleiter Dörr betont, dass viel Lobbyarbeit nötig ist, damit Laien verstehen, welche Arbeitsfelder das Gewerk umfasst. Jährlich werden etwa 300 Auszubildende und ca. 20 Meisterschüler an der Akademie unterrichtet. Hauptsächlich finden dort die Pflichtveranstaltungen für Glaser-Azubis und -meister der Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz statt, aber die Akademie wird auch für Fortbildungen anderer Handwerkskammerbezirke angefragt. Darüber hinaus werden Seminare zu aktuellen Branchenthemen wie Barrierefreiheit, Lüftungskonzept, Errichter-Grundschulungen sowie Fortbildungen für Sachverständige angeboten. Neu seit Sommer 2018 ist der Studiengang Bachelor of Engineering für „Glas-, Fenster-, und Fassadentechnik“, den die Akademie gemeinsam mit der Berufsakademie (BA) Melle anbietet. Für dieses Studium können Glasermeister, die an der GFF den einjährigen Vorbereitungslehrgang in Vollzeit absolviert haben, sich diesen anrechnen lassen und im Anschluss in zwei weiteren Jahren den Bachelor an der BA Melle erwerben.


Ausstattung
In der Werkstatt der Akademie gibt es für jeden Werkstoff einen separaten Bereich, ein Raum ist für die Oberflächenbeschichtung von Holz und Glas eingerichtet. Die Maschinen – geleast oder gekauft – werden großteils mit Eigenmitteln angeschafft. CNC-Maschinen werden gemietet und bei technologischen Neuerungen ausgetauscht. Der Prüfstand, den Veka gesponsert hat, wird sowohl für Ausbildung und Seminare eingesetzt als auch von Unternehmen gebucht, um Vorprüfungen zu absolvieren. „Wir sind auf die Unterstützung der Industriepartner angewiesen, ohne diese Förderung könnten wir die Qualität der Ausbildung nicht auf diesem Level leisten“, betont Schulleiter Dörr. Förderer sind beispielsweise Siegenia-Aubi, Bosch Powertools, Roto Frank, Gutmann, Veka u.a.

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