Markt machen …

beispielsweise mit Sicherheits- und Servicetechnik. Betriebe, die über den Tellerrand ihres Gewerks Metallbau hinausschauen und mit unternehmerischem Kalkül einen Fachhandwerker für das Geschäftsfeld Elektrik/Elektronik rekrutieren, positionieren sich bestens für diese zukunftsträchtigen Markttrends.

Sehr gute Chancen für die Branche bestätigt Kerstin Malich. Die Fachberaterin von Assa Abloy sagt im Interview: „Beharrt ein Metallbauer auf dem Standpunkt, alles, was ins Element eingebaut wird, ist meine Aufgabe, alles was jenseits des Kabels ist, betrifft ein anderes Gewerk, tut er sich schwer.“

Leicht tut sich TTS Sanftleben in Haimhausen bei München. Der Betrieb mit vier Mitarbeitern ist bereits seit vielen Jahren im Marktumfeld Mechatronik erfolgreich tätig. Metallbaumeister Ralf Sanftleben hält das Geschäftsfeld für ein klassisches Segment seines Gewerks, für das der Zeitgeist zusätzliche berufliche Fertigkeiten fordert.

Sowohl Unternehmer Sanftleben als auch Fachberaterin Malich gehen davon aus, dass der Generationenwechsel in den nächsten zehn Jahren den Trend Mechatronik weiter forciert. Der Fachhandel mit Beschlägen wird zunehmend von den Lieferzeiten nach dem Vorbild von Amazon dominiert. „Ladentheken, an denen Metallbauer Türöffner kaufen, wird es dann kaum noch geben.“

Dauerbrenner EN 1090

Die Resonanz auf unsere Serie ‚Aus dem Logbuch von Peter Trappe‘ ist groß, der Auditor für die EN 1090 wurde von zahlreichen Anrufen überrascht. Uns zeigt dies, dass die EN 1090 nach mehr als vier Jahren Gültigkeit weiterhin Fragen aufwirft. Häufig halten Metallbaumeister eine Zertifizierung ihres Betriebs nicht für erforderlich. Begründet wird das meist damit, dass kaum jemand nach einem Zertifikat oder einer CE-Kennzeichnung fragt und öffentliche Aufträge vielfach nach wie vor an nicht-zertifizierte Betriebe vergeben werden. Unser Experte stellt dazu fest: „Die Unwissenheit des Auftraggebers schützt den Metallbauer nicht vor Konsequenzen: Er muss selbst wissen, was er darf oder nicht darf. Wer im klassischen Portfolio des Metallbaus tätig sein möchte, und die Existenz seines Betriebs nicht gefährden will, kommt um die Zertifizierung nach EN 1090 nicht umhin. Punkt!“

Ich wünsche Ihnen eine nützliche Lektüre!

Stefanie Manger
Chefredakteurin

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