Neubau am KIT Karlsruhe

Der Neubau des Instituts für Technische Physik (ITEP) am KIT in Karlsruhe gliedert sich in ein dreigeschossiges Hauptgebäude und einen im Nordosten gelegenen Veranstaltungsbereich. Im Nordwesten schließt der Neubau an einen Bestandsbau an. Hinterlüftete Blech- und Faserzementfassaden betonen die Nutzungen der Räume und gliedern sich in den Bereich Büro und Labore sowie den Bereich Lehre und Seminar. Die Profilblechfassade wurde dabei als individuell gefaltete gepresste Welle in vertikalem Format ausgeführt und in Bändern über die gesamte Länge des Baukörpers geführt. Ein heller, metallischer Farbton schafft einen angenehmen Kontrast zur dunklen Faserzementfassade der Lehr- und Seminarbereiche.
Für die individuell geformten Fassadenbleche (gepresste Welle 40/70 + 15/40) wurden durch verschiedene Anordnung und Abstände der zwei Wellengeometrien insgesamt drei Regelprofile entwickelt, die unregelmäßig miteinander kombiniert verbaut wurden. Für die Detailbereiche wurden auf den Baukörper individuell abgestimmte Sonderprofile für Außeneck- und Leibungsprofile entwickelt. Dadurch ließ sich die Blechfassade jeweils bis direkt an die Fensterprofile führen, ohne zusätzliche vertikale Bauteile zu benötigen. Horizontale Trennungen wurden durch Lisenen eingeführt, die zum einen die Bänder der Bleche voneinander trennen und zum anderen klare Abschlüsse zu Sockel, Attika, Fenstern sowie Faserzementfassade herstellen.

Montage und Bauphysik

Die Montage der Bleche erfolgte über Konsolen aus Aluminium, die an den Außenwänden befestigt sind. Um das Gesamtsystem energetisch zu optimieren, wurden dabei Thermostopps als thermische Trennung verwendet. Auf die Konsolen wurden T-Profile genietet. Den T-Profilen folgen Lisenen, auf die wieder die Bleche montiert sind. Bauphysikalisch folgen die hinterlüfteten Fassaden den Anforderungen, die im Wesentlichen mit einer 200 mm starken Mineralwolldämmung und einem zusätzlich wasserabweisenden Vlies erreicht werden.

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