Zulieferer

Neues von TS-Aluminium

Pulverbeschichtung inhouse

Für die Pulverbeschichtung seiner Aluminiumprofile hat der Systempartner für Terrassendächer, Sommer- und Wintergärten zuletzt sechs Beschichter beauftragt, nun hat Geschäftsführer Rainer Trauernicht seine Produktionskette am Standort Großefehn geschlossen und liefert aus einer Hand: Konstruktion, Fertigung, Beschichtung, Montage und Logistik.

Rund vier Jahre haben Planung, Genehmigung, Installation und Inbetriebnahme in Anspruch genommen, im Juni wurde der neue Betriebsteil eingeweiht. Mit einer Fläche von rund 2.000 Quadratmeter ist der zusätzliche Fachbereich Teil einer großen Investition in den Standort in Niedersachsen. „Die neue Pulverbeschichtungsanlage gehört zu einem Investitionsprogramm, das den Firmenstandort deutlich stärken und die Beschäftigung am Standort langfristig sichern soll“, erklärt Trauernicht. Vertriebsleiter Harald de Witt ergänzt: „2021 haben wir das Außendienst-Personal aufgestockt, um die professionelle, persönliche Beratung vollumfänglich sicherzustellen. Da ist es nur folgerichtig, auch die Lieferfähigkeit auf ein neues Niveau zu heben.“ Der Blick ins Hochregallager mit ca. 1.400 genutzten Lagerplätzen lässt keinen Zweifel aufkommen, TS-Aluminium spielt weiterhin ganz vorne im Markt mit.

Nachhaltige Pulverbeschichtung

Herzstück der Erweiterung ist die über 4.000 Quadratmeter große Produktionshalle, aufgeteilt in mechanische Fertigung und Pulverbeschichtung, auf einer Werksfläche von insgesamt rund 24.000 Quadratmeter. Mit einem neuen Logistiksystem beweist TS-Aluminium Innovationskraft: Hochmoderne Infrastruktur optimiert den Warentransport. So transportiert ein fahrerloses Fahrzeug die Aluminiumprofile zwischen Lager und Beschichtung.

Die Pulverbeschichtungsanlage ist für Profile mit einer Länge bis zu sieben Meter konzipiert. Bei einer Taktzeit von fünf Minuten im Zwei-Schicht-Betrieb liegt der jährliche Anlagendurchsatz bei etwa 540.000 Quadratmeter. Aktuell werden täglich 160 Traversen Profile in zwei Schichten beschichtet, das Potenzial liegt bei 180 Traversen. Geschäftsführer Rainer Trauernicht stellt fest: „Die Investition in modernste Fertigungstechnik hat den Effekt, dass wir wettbewerbsstark sind. Mit der Anlage setzen wir einen weiteren Fertigungsschritt inhouse um – damit bauen wir unsere Produktionskapazität aus und sind schneller.“

Automatisierter Warentransport

Die neue Anlage erforderte eine angepasste Einlagerung und Logistik im Werk. Dazu wurde ein umfassendes Konzept entwickelt, das den Weg vom Rohmaterial bis zur beschichteten Fertigware nahezu vollautomatisiert ermöglicht. Die Pulverbeschichtung erfolgt auftragsbezogen, ein spezielles Logistik-Programm unterstützt bei der Planung. Anschließend gelangen bis zu fünf Rohwaren-Traversen über das fahrerlose Transportsystem (FTF) in die Beschichtungshalle. Dort durchlaufen sie der Reihe nach die einzelnen Prozess-Stationen in der Beschichtungsanlage (Vorbehandlung, Trockenofen, Pulverkabine, Pulvereinbrennofen). Danach werden die Traversen in den Fertigwaren-Speicher oder in die Übergabe-Station zur mechanischen Fertigung transportiert.

Auf die Energieeffizienz der neuen Anlage legt TS-Aluminium Wert: Maßnahmen wie Wärmerückgewinnung, Abwasserbehandlung und Wasseraufbereitung sparen Energie und schonen die Umwelt. Um Wärme erneut nutzbar zu machen, fahren die aus dem Einbrennofen kommenden Traversen nochmals in den Trockenofen ein. Dort geben sie den Großteil der Wärmeenergie aufgrund der hohen Temperaturdifferenz ab, was wiederum den Trocknungsprozess unterstützt und verkürzt. Durch die Abwasserbehandlung und Wasseraufbereitung entfällt das Einleiten von Abwasser in das öffentliche Kanalnetz. Dazu wird das Abwasser aus der Vorbehandlung über einen energetisch optimierten Vakuumverdampfer gefahren, Kondensat entsteht und gelangt in eine nachgeschaltete Ionenaustausch-Kreislaufanlage, die es zur Wiederverwendung aufbereitet. Dies hat zur Folge, dass sich nicht nur der Stadtwasserbedarf, sondern auch der Herstellungsaufwand von vollentsalztem Wasser und der damit verbundene Abwasseranfall verringern. Die Stadtwasser-Nachspeisung verhindert die Bildung schwerlöslicher Kristallverbindungen im Verdampfer-Prozess, eine energieintensive Umkehr-Osmose-Anlage ist damit hinfällig.

Der Familienbetrieb

Mit den Systemlösungen für Wintergärten, Sommergärten und Terrassendächer gehören heute zudem Faltanlagen, Öffnungselemente, Lüftungs- und Steuerungssysteme zum Portfolio des „Hidden Champions“. Gemeinsam mit einem Netz aus ca. 1.500 Verarbeitern und Fachhändlern setzt TS-Aluminium auch im europäischen Ausland Standards und steht für höchste Qualität und Kundenorientierung. So hat der Standort in Polen im Jahr 2021 mit 21 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 3 Mio. Euro erwirtschaftet. Im Laufe von über 40 Jahren hat sich der Zwei-Mann-Betrieb zu einem Marktführer in Deutschland entwickelt: An den zwei Standorten in Großefehn und Burgstädt sind über 150 Arbeitnehmer tätig. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz rund 50 Mio. Euro. Um der steigenden Nachfrage nach Profilsystemen nachzukommen, war ein Werksausbau die logische Konsequenz.

Trotz gestiegener Rohstoffpreise und Materialknappheit ist TS-Aluminium gut durch die Pandemie gekommen. Maßgeblich dafür waren auch die Ausbau-Maßnahmen: „Mit der Investition haben wir Produktion und Kapazitäten vor Ort gebündelt und sind nun in der Lage, Aufträge aus einer Hand zu liefern. Dadurch bauen wir unsere Marktposition aus und bleiben auch in Zukunft wettbewerbsstark“, erläutert Trauernicht.

Auch international ist das Unternehmen auf Wachstumskurs: „Wir spüren die hohe Auftragslage in Österreich. Eines müssen wir uns jedoch vor Augen halten: Jedes Wachstum endet irgendwann. 30 Prozent des europäischen Aluminiums wird in Russland produziert – in Kriegszeiten ein nicht zu unterschätzender Faktor, der sich natürlich auch auf unser Geschäft auswirkt. Wir blicken deshalb strategisch und mit Augenmaß in die Zukunft und handeln mit Bedacht“, sagt Roland Drechsel, Vertriebsleiter Österreich und Niederlassungsleiter Burgstädt.

Neuer Marketing-Service

Für seine Handelspartner engagiert sich TS-Aluminium im Marketing, so z.B. mit dem Online-Portal „Sonne-am-Haus.de“. Partner sollen von der professionellen Strahlkraft der Marke profitieren. In den vergangenen zwei Jahre haben sich 120 Partnerbetriebe dem Konzept angeschlossen, die Mitgliedsbeiträge fließen zu 100 Prozent in Werbemittel. Bei der Gestaltung der Ausstellungsräume unterstützt der Systempartner mit PoS-Elementen. Dank des modularen Aufbaus lassen sich diese aus diversen Elementen zusammenstellen. Der Flächenplanungs-Service hilft, in wenigen Schritten eine Ausstellungsfläche zu gestalten. Ein weiterer Baustein ist die Mediadatenbank: Neben 3D-Visualisierungen und Logo-Vorlagen enthält sie Referenzfotos von Terrassendächern, Sommer- und Wintergärten, die sich für den Webauftritt oder für die Gestaltung von Werbematerialien und Verkaufsunterlagen eignen.

www.ts-alu.de

www.sonne-am-haus.de

Schulungen von TS-Aluminium

Ob Planung, Montage, Statik oder Lamellendach: Regelmäßig vermitteln Experten ihr Fachwissen in Schulungen – in der TS-Akademie in Großefehn oder digital im Webinar. Neu im Programm ist ein praxisnahes Social-Media-Seminar: Hier sind spezielle Strategien Thema, außerdem wird gezeigt, wie Relevanz erzeugt werden kann.

www.ts-alu.de

www.sonne-am-haus.de

Lichtes Wohnzimmer im Grünen

Mit einer Kombination von Lamellen- und Glasdach erweitert TS-Aluminium sein Portfolio: Die modularen Systeme fügen sich optimal in den umlaufenden Rahmen eines Flachdachs ein und bilden eine funktionale wie optische Einheit in modernem Design – bis 6,00 Meter Breite und 4,50 Meter Tiefe, freistehend oder direkt vor die Wand montiert. Das geradlinige Dach trägt (geschlossen) bis 350 Kilogramm Schnee pro Quadratmeter.

Bis 135 Grad drehbare Lamellen regulieren Licht, Schatten und natürliche Belüftung unter dem Dach ganz nach Wunsch. Dafür sind smarte Sensoren nicht sichtbar integriert, die sich per App oder Fernbedienung steuern lassen. Hochwertige Wetterautomatik (Regenwächter) sorgt bei Niederschlag dafür, dass sich das Dach von alleine schließt. Geschlossen trägt das Lamellendach bis 350 Kilogramm Schneelast pro Quadratmeter. Es stehen Ausstattungsoptionen von LED-Beleuchtung über ZIP-Markisen bis hin zu Heizsystemen zur Wahl.

Die Wandanschluss-Traverse unterstützt bei der Montage von Terrassendächern, Sommer- und Wintergärten und ermöglicht Spannweiten bis zu 6,89 Meten. Sie kommt bei Außenwänden mit zweischaligem Mauerwerk ebenso zum Einsatz wie bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) und wird direkt vor die

Wand montiert. Vertikale Lasten wie Wind

oder Schnee übertragen sich nicht auf das Tragwerk, sondern auf die stabile Traverse, die sie dann ableitet. Mit ihr müssen Fassade oder WDVS nicht beschädigt bzw. geöffnet werden.

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