Schrotten decken 30% Alubedarf

In Deutschland wurden im Jahr 2015 nach Angaben des Gesamtverbandes der Aluminiumindustrie (GDA) 620.100 Tonnen Aluminium im Umschmelzverfahren produziert – ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Produktion von Hüttenaluminium in Deutschland betrug im gleichen Zeitraum 541.400 Tonnen (plus 2 Prozent).

Seit 2005 hat sich die weltweite Nachfrage nach Aluminium-Schrotten (Neuschrott aus der laufenden Aluminiumproduktion sowie Altschrott aus gebrauchten Produkten) verdoppelt und sie wird in den kommenden Jahren weiter stark steigen. Was die gesamte Aluminium verarbeitende Industrie vor Versorgungsprobleme stellt: Weltweit können derzeit nur ca. 30 Prozent des Aluminiumbedarfs aus Schrotten gedeckt werden. Innovationen beim Recycling entwickeln sich also zum entscheidenden Faktor für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Aluminium in den Anwendungsbranchen.

Um die gestiegene Nachfrage nach Aluminium zu bedienen und urbane Rohstoffquellen aus Schrotten künftig intensiver zu nutzen, baut die Branche ihre Recycling-Kapazitäten massiv aus. Neue Sortiertechnologien werden dabei mittelfristig an Bedeutung gewinnen. Erst Anfang Mai hatte der Aluminiumkonzern Hydro eine neue Anlage für das Recycling von bis zu 50.000 Tonnen gebrauchter Getränkedosen pro Jahr in seinem Werk in Neuss in Betrieb genommen. Dabei setzt das Unternehmen  auf eine selbst entwickelte und patentierte Sortiertechnik.

red, 28.06. 2016

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