Erwartungen im Metallhandwerk eingebrochen

Die Erwartungen in die wirtschaftliche Entwicklung sind zum Halbjahr 2013 eingebrochen. Erwarteten zum Ende des ersten Quartals noch fast die Hälfte der metallhandwerklichen Unternehmen eine Verbesserung der eigenen wirtschaftlichen Lage, so waren es Ende Juni lediglich noch ein Fünftel der Betriebe.

Zumindest im Bereich des baunahen Metallbaus kam es zu einer Entspannung bei der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Hier beurteilen wieder vier von zehn Unternehmen eine mindestens gute eigene Lage bei einem um eine Woche auf jetzt neun Wochen gestiegenen durchschnittlichen Auftragsbestand. Trotzdem ist der Anteil der positiv in die Zukunft blickenden Metallbauer um über 30 Prozentpunkte gesunken, was sich auch in der Investitionsneigung widerspiegelt: Nur noch gut ein Drittel des Metallbaus planen aktuell maßgebliche Investitionen. Analog zu diesen Absichten erwarten fast zwei Drittel einen sich weiter verschärfenden Preiswettbewerb.

 "Dominierte zu Ende  des ersten Quartals noch das Prinzip Hoffnung, so sind jetzt viele Betriebe des nordrhein-westfälischen Metallhandwerks enttäuscht. Zwar hat sich die vor allem witterungsbedingte Situation im Metallbau etwas entspannt. Ob die entstandenen Verluste allerdings wieder aufgeholt werden können, ist in vielen Betrieben fraglich. Gefragt sind jetzt keine weiteren Kostenbelastungen für unsere Mitglieder. Gerade das aus dem Sommer häufig resultierende Auftragsloch im Herbst muss auch trotz der bescheidenen Vorlagen aus dem Frühjahr gemeistert werden", kommentiert Stephan Lohmann vom Fachverband Metall NW die Ergebnisse. Der Fachverband Metall NW vertritt als Arbeitgeberverband in Nordrhein-Westfalen mehr als 3.400 mittelständische Unternehmen des Metallhandwerks.

 

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