Leichte Verbesserung im Metallhandwerk

Die aktuelle wirtschaftliche Lage im Metallhandwerk hat sich zur Jahresmitte gegenüber den Ergebnissen aus dem ersten Quartal leicht verbessert. So schätzen jetzt knappe 50 % der Metallbauer ihre derzeitige Situation als gut oder besser ein. 

Analog zur aktuellen Einschätzung der Geschäftslage sind auch die Auftragsreichweiten gestiegen: Fast ein Drittel der Metallbauer können auf einen Auftragsbestand von über drei Monaten blicken. Diese positive Nachricht kann jedoch nicht verdecken, dass jeweils knapp 30 % der Metaller lediglich über einen Auftragsbestand von vier Wochen verfügen. Darüber hinaus ist eine Verbesserung der Investitionsneigung zu beobachten: Rund 50 % der metallhandwerklichen Unternehmen planen noch Investitionen im zweiten Halbjahr. Maschinen, EDV und die Qualifikation der Unternehmen bilden hier die Schwerpunkte.  

Absolut gegenläufig zur aktuell positiven Grundstimmung haben sich die Zukunftsaussichten entwickelt. Erwarteten zum Ende des ersten Quartals noch mehr als ein Drittel der Unternehmen eine Verbesserung der eigenen wirtschaftlichen Lage, so waren es zum Halbjahr gerade einmal gut 23 % der Befragten. Dabei befürchten mehr als 55 % einen sich verschärfenden Preiswettbewerb. Fast jedes zweite Unternehmen ist vom Fachkräftemangel betroffen oder sieht sich zumindest als gefährdet an. Jeder vierte Metaller fürchtet in nächster Zukunft um seine Auslastung.

Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW, kommentiert das Konjunkturblitzlicht:

"Die Ergebnisse unseres Konjunkturblitzlichtes sind natürlich erfreulich. Eine zunehmende Auslastung gepaart mit einer Verbesserung der aktuellen wirtschaftlichen Lage - das sind gute Neuigkeiten. Trotzdem sollte nicht verkannt werden, dass die Prognosen nicht nur Positives versprechen: Zunehmender Preiswettbewerb und immer mehr bürokratische Hürden lassen den metallhandwerklichen Himmel nicht voller Sonnen erscheinen. Tagtäglich stehen unsere Unternehmen im Wettbewerb um mehr Effizienz. Hier sind die jetzt gültigen und für viele Metallbauer neuen Anforderungen der externen Überwachung nach DIN EN 1090 und die zu erwartenden Änderungen der DIN EN ISO 9001 nur zwei Beispiele, wie gerade kleinere Unternehmen von neuen Bürokratien betroffen sind."

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