Sechzehn Meisterschüler machen sich auf den Weg

Sechzehn Meisterschüler freuten sich Ende Juni, dass sie den neunmonatigen Vollzeitkurs am Bundesfachzentrum Metall und Technik erfolgreich abschließen konnten. „Die haben alle schon einen Job.“, erzählt Diether Hils, Leiter des Bundesfachzentrums Metall und Technik Northeim. „Wir bekommen nahezu täglich Anfragen, ob wir noch Fachkräfte haben.“ Mit der Entwicklung der beiden Fachzentren des Metallhandwerks ist der erfahrene Bildungsexperte sehr zufrieden. Unter seiner Leitung wurden sie in den letzten zwei Jahren umstrukturiert und für die Zukunft fit gemacht. Aus- und Weiterbildungsangebote, die Metallbauer und Feinwerkmechaniker auf den Punkt qualifizieren, sind für die Zukunft des Deutschen Metallhandwerks unverzichtbar. Die Branche braucht attraktive Bildungsgänge, die künftigen Fach- und Führungskräften im Metallhandwerk Karrierechancen eröffnen. Bildungsangebote, die Männern und Frauen lebenslang neue Chancen eröffnen, sind für das Metallhandwerk überlebenswichtig. Allen Experten, die vor wachsendem Fachkräftemangel warnen, gibt Diether Hils recht:  „Das Handwerk muss sich dringend etwas einfallen lassen, um seinen Fachkräftebedarf auch in Zukunft noch zu decken. Ohne Frauen geht das übrigens nicht!“

Soweit es die beiden Fachzentren Metall und Technik in Northeim und Roßwein angeht, sind die wichtigsten Hausaufgaben erst einmal gemacht. Neue Mitarbeiter, die alle aus der Wirtschaft kommen und moderne Lehr- und Lernmethoden sorgen heute für ein gutes Lernklima. Beide Zentren und alle Produkte sind inzwischen QM-zertifiziert. Diether Hils: „Wir wissen nicht nur, was die Metallbranche braucht, wir bieten die Bildungsgänge auch zu attraktiven Preisen an. „Dass die Fachzentren Dienstleister für die Branche sind“, betont Diether Hils besonders gern.

Steffen Heher, 31 Jahre alt, ist einer der sechzehn Meisterschüler, die ihre Zeit in Northeim genossen haben. Der frischgebackene Meister bleibt freiwillig sogar noch ein paar Wochen, um den „Internationalen Schweißfachmann obendrauf zu setzen“. Die Klausuren, die er dafür in den nächsten drei Wochen schreiben muss, schrecken ihn nicht ab. Im elterlichen Unternehmen in Hamburg, das seiner Familie seit fünf Generationen gehört, gibt es mit ihm jetzt drei Meister. In Northeim hat ihm die angenehme Atmosphäre gut gefallen. Er lobt die große Kompetenz der Lehrer und war angenehm davon überrascht, dass sich die Dozenten auch außerhalb des Unterrichts Zeit für ihre Schüler und deren Themen nehmen.

Die Wochen vor der Meisterprüfung, verbunden mit intensivem Lernen und der praktische Teil im Rahmen der Projektarbeit waren für Heher durchaus stressig. Von sieben Uhr morgens bis spät in die Nacht war der Metallbauer in den Werkstätten und Lehrsälen Northeims bei der Arbeit. Warum er das alles macht? Darauf hat Steffen Heher eine einfache Antwort: „Man braucht den Meister, um vorwärts zu kommen und ich möchte mehr Geld verdienen.“

Inhaltlich haben ihm die Kurse viel gegeben, sagt er. Anfangs war es für den Praktiker nicht einfach sich ans Lernen zu gewöhnen, vor allem die Theorie und die Mathematik sind ihm schwerer gefallen, als den Lehrgangsteilnehmern, die erst kürzlich die Schule verlassen haben. Aber auch das habe ihm letztlich gut getan. Heute denkt er manchmal sogar darüber nach, noch zu studieren. Das „Ende der Fahnenstange“ hat Steffen Heher noch nicht erreicht.   

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