Freie Bühne für den Nachwuchs im Metallhandwerk

Bundesleistungswettbewerb

Der 13. November gehörte dem Spitzennachwuchs des Metallhandwerks: Die Sieger des Bundesleistungswettbewerbs wurden gekürt.
 
Auch die Absolventen der Northeimer Meisterklassen bekamen ihren Meisterbrief überreicht und die Besten des Jahrganges wurden ausgezeichnet. Im Publikum fieberten Familienmitglieder, Freunde und Ausbilder mit den Söhnen, Töchtern und dem Spitzennachwuchs.
 
Chefsache. Peter Mader, Präsident des Bundesverbandes Metall (BVM), eröffnete die Veranstaltung mit einer Reflektion über das Wesen von Bildung und Könnerschaft. Faktenwissen sei nicht alles. Gutes Lernen brauche den ganzen Menschen und auch Emotionen. Jeder könne erfolgreich sein, ganz gleich, mit welchem Abschluss man die Schule verlasse. Entscheidend seien Neugierde und Lust am Nachdenken und Ausprobieren. Wissen und Können seien Rohstoffe, die sich bei Gebrauch vermehrten. Sein Dank galt auch den Familien, den Ausbildungsbetrieben, Lehrmeistern und Dozenten, die die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet und gefördert hätten.

Diskussion. Die nachfolgende Talkrunde stand im Zeichen des drohenden Fachkräftemangels. Erwin Kostyra, Vorsitzender des Bildungswerks Deutscher Metallhandwerke, brachte die Antworten des Handwerks auf die Herausforderung "Demographischer Wandel" auf den Punkt: Berufsorientierung in den Schulen, verstärkte Integrationsbemühungen und ein Laufbahnkonzept, das lebenslange Karrieren ermögliche. Er hob hervor, dass nirgendwo der Sprung in die Selbstständigkeit so früh möglich sei wie im Handwerk. Das konnte Gesprächsteilnehmer und Jungmeister Steffen Gutermuth nur bestätigen. Der frischgebackene Feinwerkmechanikmeister freut sich auf die Führungsaufgaben im elterlichen Betrieb. Und David Stumpf, Teilnehmer am Bundesleistungswettbewerb, gewann die Sympathien der Zuhörer, indem er den Leistungswettbewerb mit Formel-1-Rennen verglich. Ihm habe es Spaß gemacht, Gas zu geben.

Siegerehrung. Anschließend wurden die Sieger im Bundesleistungswettbewerb bekannt geben. Einen Tag lang hatten die Besten der Besten um den begehrten Titel gekämpft und bis spät in die Nacht gefeiert. Jury-Chef Jürgen Gottsberg war mit dem Niveau der Bewerber sehr zufrieden. Mit einer Goldmedallie wurden ausgezeichnet:
* Bundessieger in der Zerspanungstechnik, Dreh- und Frästechnik: Nils Obermüller, Werner Hübner GmbH, Spillbrunnenweg 1, 21337 Lüneburg, (Niedersachsen);
* Bundessieger in der Feinwerkmechanik: Timo Selzer aus Losheim am See, Kautenburger GmbH, Merzig (Saarland);
* Bundessieger im Bereich Metallbau, Konstruktion: Benedikt Knauf aus Reudelsterz, Kevag Koblenzer Elektrizitäts- und Verkehrs AG, Koblenz (Rheinland-Pfalz);
* Bundessieger im Bereich Metallbau Fahrzeugbau: Rene Stolle, Sommerweg 28a, Oldenburg, Schütte Fahrzeug GmbH, Wardenburg (Niedersachsen);
* Bundessieger Metallbau, Metallgestaltung: Jonas Güth, Metallgestalter Martian Herbst aus Beilstein (Baden Württemberg);
* Bundessieger Kunst- und Glockengießer, Metallguss: Julius Maas, Eifler Glockengießerei, Cornelia Mark-Maas, Schalkenmehren (Rheinland Pfalz).
Vierzig Meisterbriefe wurden nach der Ehrung der Bundessieger ausgehändigt. Alle Jungmeister haben am Bundesfachzentrum Metall und Technik in Vollzeit oder in Teilzeitmaßnahmen ihren Meister gemacht. Unter den Abgängern waren auch fünf sogenannte Abimeister, die nach dem Abitur nach dem Northeimer Modell in zwei Jahren die Ausbildung zum Gesellen durchlaufen und nach einem weiteren Jahr die Meisterprüfung abgelegt hatten.
 
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