Akku-Winkelschleifer CCG 18

Gesamtnote „gut“ (1,9) für das Gerät von Fein

Vier Metallbaubetriebe haben den Akku-Winkelschleifer CCG 18V sechs Wochen lang mit 5,2 Ah HighPower-Lithium-Ionen-Akkus getestet. Bei der Auswertung gaben drei Testunternehmen an, dass sie die Maschine kaufen würden, kein Kaufinteresse hatte Metallbaumeister Steffen Bönisch aus Frankfurt an der Oder. Er monierte das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Lob gab es für die Drehzahl von 8.500 Umdrehungen und vor allem für die stufenlose Vorwahl der Drehzahl von 2.500 auf 8.500. Was die präzise Einstellung der Drehzahl auf die jeweilige Anwendung betrifft, hob Metallbauer Heiko Baßler beim Schleifen von Edelstahl den Vorteil in Bezug auf die Anlauffarben hervor. Auch Manfred Decker findet, dass dieses Feature beim Polieren hilfreich ist und sich bei gezieltem Umgang mit der Drehzahl die Akkulaufzeit verlängern lässt. Im Allgemeinen bestätigen die Testergebnisse, dass der neue bürstenlose PowerDrive Motor bei klassischen Anwendungen wie Trennen, Schleifen und Entgraten von Stahl, Edelstahl und Aluminium eine gute bis sehr gute Performance zeigt.

Als Testzubehör hatte Fein für alle drei Materialien eine spezielle Fiberscheibe, Schrupp- bzw. Fächerscheibe sowie eine Trennscheibe geliefert. Zwei Tester trugen für das Trennen von Aluminium eine sehr gute Note ein. Auch im Einsatz mit Fiber- und Schruppscheibe hat das Gerät bei allen drei Materialien gute Ergebnisse geliefert. Allein bei Nutzung der Schruppscheibe für Stahl vergibt Manfred Decker die Note 3. Wobei klargestellt werden muss, dass die Maschine nicht für aufwändiges Schruppschleifen länger als 30 Minuten entwickelt wurde. Nach Ansicht von Fein gehen größere Akku-Kapazitäten zu Lasten der Ergonomie.

Grenzen des Testgeräts

Die Grenzen des Akku-Winkelschleifers machen sich bemerkbar, wenn mit ihm mehrere große Schweißnähte ohne Pause geschliffen werden. Heiko Baßler hat dabei die Erfahrung gemacht, dass der Akku warm wird und die Schutzfunktion − die SafetyCell Technology − diesen abschaltet. Diese wird ausgelöst, auch wenn erst 50 Prozent der Leistung des Akkus verbraucht wurden. Von ähnlichen Erfahrungen berichtet Manfred Decker: Bei Schleifarbeiten, die länger als 15 Minuten dauern, würde er lieber zum 1.900-Watt-Netzgerät greifen. Auch Metallbaumeister Josef Palmen würde bei aufwändigem Schruppschleifen auf das Netzgerät wechseln. Steffen Bönisch teilt mit, dass seine Mitarbeiter Dickblech ab 5 mm Materialstärke mit einem Kabelgerät anstatt mit dem Akku-Winkelschleifer trennen würden.

Greift die SafetyCell Technology des Akkus, werden die Maschine und der Akku vor einer Überlastung, Überhitzung und Tiefenentladung geschützt. Der Akku-Winkelschleifer CCG 18 wurde nicht für langwierige Schleifarbeiten an Schweißnähten mit einem hohen Abtrag entwickelt. Fein gibt in der Leistungsbeschreibung an, dass sich durchaus gröbere Schweißnähte bearbeiten lassen, aber wie Heiko Baßler feststellen musste, keine größeren Stumpfnähte.

Akkuleistung

Nach Bewertung von zwei Testern halten die HighPower-Lithium-Ionen-Akkus mit 18 Volt nicht den Anforderungen stand: Steffen Bönisch und Heiko Baßler wünschen sich eine längere Akkulaufzeit und ein schnelleres Ladegerät. Zu einer anderen Bewertung ist Josef Palmen gelangt. Ihn hat die Standzeit des Akkus beim Einsatz der Schrupp- und Trennscheibe für Stahl und Edelstahl überzeugt.

Handling

Eine einheitliche Beurteilung des Handlings ist nicht erkennbar, die Bewertungen fielen von sehr gut bis unhandlich aus. Josef Palmen fand, dass der Winkelschleifer besser etwas kleiner wäre. Heiko Baßler hingegen ist von der Ergonomie überzeugt und urteilt: „Spitze, auch wenn die Bauform etwas länger ist als bei den Maschinen der Mitbewerber.“

Verbesserungsvorschläge

Obwohl alle Tester die Maschine weiterempfehlen würden, bemerkten sie gleichwohl Optimierungspotenzial. Steffen Bönisch schlägt vor, die Gummidichtung an der Spannvorrichtung zu verbessern, da sich diese bei hoher Belastung auflöse. Baßler findet, dass die Zeitspanne für die Schnellstoppfunktion beim Abschalten der Maschine verkürzt werden könnte.

Fazit

Das Gesamturteil „gut“ mit einem Schnitt von 1,9 steht für einen Akku-Winkelschleifer, der sich auf der Baustelle bei typischen Anwendungen als robuster Allrounder zeigt. ⇥sm ◊

Thematisch passende Artikel:

7-8/2018

Akku-Winkelschleifer CCG 18 von Fein

Der handliche Akku-Winkelschleifer ist für Trenn-, Schleif- und Entgratarbeiten im Montageeinsatz konzipiert. Er verfügt über einen neuen, staubresistenten und bürstenlosen PowerDrive Motor....

mehr
10/2018

Fein

Combo-Set für Metall

Bei der aktuellen Combo-Aktion können Profis zwischen vier Sets wählen und sich Preisvorteile von bis zu 378 Euro sichern. Damit soll der Einstieg in die 18-Volt-Akku-Welt erleichtert werden. Im...

mehr
10/2015

Akku-Kompakt-Winkelschleifer

WB-18-LTX-BL-125-Quick

Der WB 18 LTX BL 125 Quick von Metabo ist optimal auf die LiHD Akku-Technologie abgestimmt. Das Gerät bringt dieselbe Leistung wie ein 1.000-Watt-Netzgerät und soll bis zu zweimal länger als...

mehr
06/2013

Satiniermaschine S 18 LTX 115 mit 5,2-Ah-Akkus von Metabo

Die Satiniermaschine ist vor allem für die Flächenbearbeitung geeignet. Das Anwendungsspektrum reicht vom Abtragsschleifen über das Satinieren bis hin zum Spiegelglanzpolieren. Damit die...

mehr