Allianz Tower in Istanbul

Der 40-geschossige Büroturm Allianz Tower in der Metropole Istanbul liegt im asiatischen Teil, der durch den Bosporus von der europäischen Seite mit der Altstadt getrennt ist. Den kulturellen Bezug suchten die New Yorker Architekten Fxfowle konsequenter Weise in der geometrischen osmanischen Motivik. Das Konzept strebt dabei eine moderne Synthese von Kultur und Klima an. Die skulptural-kantige Form des Gebäudes nimmt Bezüge zu den berühmten kappadokischen Feenkaminen Anatoliens auf. Mehrere integrierte Gärten und der große „Sky Garden“ auf der Gebäudespitze verankern das Gebäude in regionaler Natur und Landschaft. Ein weithin sichtbares Gestaltungselement mit lokalem baukulturellem Bezug sind die über das Gebäude je nach Himmelsrichtung asymmetrisch und unterschiedlich dicht platzierten Sonnenschutzpaneele in brillantgoldener Färbung.


LEED Nachhaltigkeitsbewertung
Der Entwurf für den Allianz Tower strebte die höchste LEED Zertifizierung in Platin an und orientierte sich in allen relevanten Aspekten an den Anforderungen dieses Rating Systems für Green Buildings. Energie- und Wasser-Effizienz, Raum- und Standortqualität, Einsatz nachhaltiger Materialien aus der Region und zahlreiche weitere Bewertungskriterien fanden individuell Berücksichtigung und führten letztlich mit 81 von 110 möglichen Punkten zu einer für Hochbauten hervorragenden Gesamtbewertung.


Objektspezifisch individualisierte Systemfassade

Bei der Bauform für die vorgehängte hinterlüftete Glasfassade trafen technische, optische und ökonomische Anforderungen zusammen. Die Wahl fiel auf eine Elementfassade auf Basis der Schüco Fassade UCC 65 SG. Als wesentlicher Vorteil gegenüber alternativen Sonderkonstruktionen erwies sich beim Allianz Tower die Möglichkeit, sich im Hinblick auf Windlasten, Regendichtigkeit, Sicherheit und weitere technische Anforderungen in einem Systemumfeld zu bewegen, das ausschließlich Komponenten bereithält, die von Prüfinstituten getestet wurden.

Abgesehen von den vielfältigen Standard-Komponenten konnte im Rahmen eines „Customizing“ u. a. auch die Montage der Elemente vereinfacht werden. So sorgen an den Kontaktpunkten der geneigten Fassaden spezielle CNC-gefertigte Verbindungselemente für höchst präzise Anschlüsse. In Bereichen mit Fassadenneigungen >16 Grad übernehmen speziell angefertigte Dichtungsprofile die Drainage. Sonderlösungen gab es auch bei den doppelschaligen Sicherheitsglas-Aufbauten, die aus Gründen des erhöhten Sonnenschutzes sowie der Wärmedämmung eine Low-E-Beschichtung sowie ein keramisches Punktraster in den Glasaufbau integrieren.

Ein wesentlicher ästhetischer Aspekt für Bauherren und Architekten war die flächenbündige äußere Ansicht einer Ganzglasfassade in Kombination mit schmalen Profilansichten von nur 110 mm im Innenbereich. Die Elementbauweise gewährleistete darüber hinaus eine rationelle Fertigung und Montage und stellt im Servicefall den problemlosen Austausch einzelner Verglasungseinheiten sicher. red


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