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Die Zahl der internationalen Fachbesucher auf der glasstec 2016 hat, im Vergleich zur letzten Veranstaltung, am Messestand von Interpane zugenommen. Zeitweilig waren mehr als 300 Fachbesucher gleichzeitig am Stand.

Der Fassadenbranche ging es auf der Messe im Wesentlichen um die Dynamisierung der Produkte und um neue Anwendungen, z.B. Glas integriert in elektrotechnische Anwendungen. Zu beobachen ist eine fortschreitende Komplexität: Von Kaltverformung bis zu übergroßen Scheiben, plan oder gebogen, bei der gleichzeitigen Erfüllung der bauphysikalischen und sicherheitstechnischen Anforderungen. Glasherstellern ist geraten, in den Service zu investieren. Denn ein technisches Produkt mit seinen zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten erfordert eine zielgerichtete, individuelle Beratung.

Die Nachfrage nach sehr großen Scheiben wird weiter steigen. Ebenso Produkte, deren Eigenschaften mithilfe von Strom, LED oder elektrochromen Gläsern, verändert werden können. Glas als transparentes Material kann sowohl einen Beitrag zum Sonnenschutz als auch zur Wärmedämmung leisten. In den Innenstädten wird der Schallschutz künftig in den Fokus rücken. Auch dem Innenausbau mit Glas wird eine stärkere Bedeutung zukommen. Die Anforderungen an die optische und technische Qualität werden in den Vordergrund rücken. Kunden fordern eine längere Lebenserwartung der Produkte ein. Normativ steht die Überarbeitung der DIN 18008, Teile 1 und 2 bevor. Dadurch wird das Bauen mit Glas und die Bemessung klar geregelt. In den nächsten Jahren wird sich in diesem Bereich im europäischen Kontext einiges ändern, wodurch sicherlich die Hersteller für die Qualität und die Dauerhaftigkeit der Produkte stärker in die Verantwortung genommen werden.

Durch das sehr gute Know-how der Fassadenbauer und Glashersteller haben die Produkte und der Service sowie das technische Engineering hervorragende Chancen, auch international am Markt zu bestehen. Viele der komplexen, internationalen Projekte werden mit europäischen Herstellern realisiert.