Metallbau Schäfer in Konolfingen

„Mit den Crea-Werkzeugen arbeiten wir in der Werkstatt und auf Montage schneller und effizienter“, lobt Hansueli Schäfer jun. die Fertigungshilfen des Schweizer Herstellers CreaMetal. In seinem handwerklich geprägten Metallbaubetrieb hat er schon ein ganzes Portfolio an derartigen Hilfsmitteln im Einsatz und spart wertvolle Zeit beim Einrichten und Vorbereiten.

Metallbau H. Schäfer im schweizerischen Konolfingen ist ein typisches Handwerksunternehmen: über 40 Jahre alt, regional verwurzelt, vielseitig im Angebot, Termintreue und Qualität haben oberste Priorität. Mit 13 Mitarbeitern hat es die durchschnittliche Betriebsgröße in der Schweiz. Seine Kundschaft rekrutiert Schäfer aus dem Dreieck Thun, Langnau, Bern, also einem Umkreis von circa 20 bis 30 Kilometern rund um den Stammsitz im Berner Emmental. Ab und zu werden auch Aufträge in weiter entfernt liegenden Kantonen ausgeführt.

Typisch ist außerdem der, auch in der Schweiz vorhandene, starke Wettbewerb. Allein im Umkreis von fünf, sechs Kilometern listet Inhaber Hansueli Schäfer jun. fünf Metallbaubetriebe auf – in seinem Einzugsgebiet sind es an die 30 Unternehmen. Natürlich sind auch Kleinstbetriebe darunter, allerdings auch große Metallbauer mit 50 und mehr Mitarbeitern. Der Druck ist also durchaus groß, auch wenn sich das Metallbauunternehmen H. Schäfer über viele Jahrzehnte einen Namen erarbeitet hat. Das bedeutet, immer am Ball bleiben zu müssen und gewohnte Prozesse ab und zu auf den Prüfstand zu stellen.

Handwerklicher Betrieb mit Tradition

Das Metallbauunternehmen wurde 1974 von Hansueli Schäfer sen. durch Übernahme der Schlosserei Walter Binz gegründet. Mit anfänglich nur zwei Mitarbeitern ging es bereits in den 1970er- Jahren kontinuierlich aufwärts. Man fokussierte sich, neben den üblichen Metallbauaufgaben und einigen Lohnfertigungsteilen für den Spezialmaschinenbauer Kern, vor allem auf die Fertigung von Aluminium-Fenstern, -Türen und -Fassaden. Isolierte Systemprofile waren damals stark im Kommen. Von Anfang an war Metallbau Schäfer Systempartner von Allega aus Zürich. Als die Allega-Systemprofil-Sparte vom Unternehmen Gutmann aus dem bayerischen Weißenburg übernommen wurde, blieb man bis heute dabei. Hansueli Schäfer jun. begründet dies so: „Das System war vom Umfang her immer ausreichend für uns. Es ist übersichtlich und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Und wir konnten bei demselben Profilsystem bleiben, brauchten nichts umzustellen.“

Schwerpunkt ist nach wie vor die handwerkliche Fertigung. Der Maschinenpark ist folglich mit Handmaschinen und einem klassischen Portfolio ausgestattet: u.a. mit einer Eckert-Fräse, einer Kopierfräse Rotox sowie einer Kreissäge KKS von Kaltenbach. In der jüngsten Zeit wurden eine NC-Doppelgehrungssäge von FOM und neue Schweißgeräte für verschiedene Verfahren angeschafft. Die Maschinen werden gepflegt, gewartet und sind entsprechend lange im Einsatz. Worauf Hansueli Schäfer jun. immer geachtet hat, sind effiziente Herstellprozesse. Er hat deshalb verschiedene Fertigungshilfen von CreaMetal im Einsatz, um die Fertigung und Montage von Produkten effizienter zu gestalten.

Kreative Helfer für Werkstatt und Montage

Die Schweizer Firma CreaMetal entwickelt, produziert und vertreibt Werkzeuge und Hilfsmittel für das Metallhandwerk, insbesondere für den Geländerbau. Sie helfen z.B. beim Positionieren, Bohren, Schweißen, Trennen, Gewindeschneiden oder erleichtern die Montage vor Ort. Sie sind für den Einsatz in kleinen und mittleren Handwerksbetrieben optimiert und können je nach Bedarf modular kombiniert werden. Da der Investitionsbedarf überschaubar ist, verspricht der Hersteller eine kurze Amortisationszeit.

Bei Metallbau H. Schäfer sind in der Werkstatt die Rahmenbaulehre Crea-Swiss, die Geländerschweißlehre Crea-Star, das Bohrcenter Crea-Drill, die Plattenlehre Crea-Heavy und die Pfostenschweißlehre Crea-Fix im Einsatz. Auf Baustelle sind es Montagestützen für den Geländerbau. Mit der Rahmenbaulehre Crea-Swiss können Metallrahmen rationell zusammengebaut und auf beiden Seiten fertiggeschweißt werden. „Zuvor haben wir das auf Böcken gemacht und die Profile mit Stahlplatten aufwendig fixiert. Jetzt können wir damit Fenster- und Türrahmen aus Stahl und Edelstahl schneller herstellen“, sagt Schäfer. Die Lehre ist in wenigen Minuten eingerichtet. Die Breite des Rahmens wird mit Hilfe eines untersetzten, spielfreien Getriebes symmetrisch zur Längsachse eingestellt, das Maß lässt sich an der eingebauten, beleuchteten Lupe ablesen. Die Höhe des Rahmens wird direkt an den Eckanschlägen eingestellt. Sobald die Ecken geheftet sind, kann die Lehre samt Rahmen um die eigene Achse gedreht werden. Die Gehrungsflächen sind dabei frei zugänglich, so dass der Rahmen in einer Aufspannung auf beiden Seiten fertiggeschweißt werden kann.

Besonders angetan ist Metallbau-Chef Schäfer von der Geländerschweißlehre Crea-Star und der Bohrlehre Crea-Drill. Die Geländerbaulehre hilft vor allem, Staketengeländer einfacher zu fertigen. Er hebt hervor, dass z.B. gleichmäßige Stababstände nun kein Thema mehr sind, weil Summendifferenzen ausgeschlossen sind. Mit der Vorrichtung kann ein Arbeiter allein hantieren und braucht keine Hilfe von Kollegen. Am meisten wird in seinem Betrieb die Bohrlehre Crea-Drill verwendet. Mit ihr werden Lochreihen gebohrt, ohne zuvor anzureißen und zu körnen. Die Anschläge werden eingestellt und los geht’s. „Die ist äußerst hilfreich, wird oft gebraucht und hat sich schon lange amortisiert. Wir können Lochreihen jetzt viel schneller bohren. Das ist eine wirkliche Verbesserung“, hebt er hervor.

Crea-Maschinen beschleunigen Fertigung

Die Plattenschweißlehre Crea-Heavy ist quasi die dritte Hand des Schweißers. Mit ihr wird das Einrichten und Anschweißen von Kopf- und Fußplatten an Trägern, Stützen und Säulen bzw. Rohren erleichtert. Bei Schäfer wird diese Lehre genutzt, um Platten an Stahlstützen anzuschweißen. Außerdem ist noch die Pfostenschweißlehre Crea-Fix für Geländerpfosten im Einsatz, mit deren Hilfe z.B. Fußplatten schneller anzuschweißen sind. Von Vorteil ist, dass auch Winkel frei wähl- und einstellbar sind und das Einmessen und Anreißen entfällt.

Bei der Geländermontage greift das Unternehmen Schäfer gern auf die Montagestütze für Geländer, MS1, zurück. Die Stützen werden aufgestellt, das Geländer eingehängt und in allen Richtungen fein justiert. So kann ein komplettes Geländer auch nur von einem Mitarbeiter montiert werden. Dies funktioniert nicht nur bei Balkongeländern, sondern auch bei Treppengeländern, Toren und Türen.

„Unsere jüngste Investition ist die Kantenfräsmaschine MS mit Wendeschneideplatten. Sie hilft uns bei der Schweißnahtvorbereitung. Wir haben diese Fräse im Zusammenhang mit unserer Zertifizierung EN 1090 angeschafft“, berichtet Hansueli Schäfer jun. Mit der handgeführten Fräse können Fasenwinkel von 30°, 45° oder 60° angeschrägt werden. Sie kann aber auch zur Kantenverrundung eingesetzt werden und liefert exakte Ergebnisse.

„Mit dem Crea-Portfolio sind wir sehr zufrieden“, sagt Schäfer. „Wir nutzen diese Hilfsmittel natürlich nicht täglich, sondern nur nach Bedarf.“ Aber das sei in Ordnung, denn die Investitionen hielten sich in Grenzen und würden sich auch in einem kleineren Betrieb in kurzer Zeit amortisieren, meint Schäfer. Durch die Hilfsmittel wurden in seiner Werkstatt zwar keine Maschinen ersetzt, aber es wurden auch keine zusätzlichen angeschafft. Bis auf eine Ständerbohrmaschine, die wurde durch das Crea-Drill-Bohrcenter ersetzt.

Der Wettbewerbsdruck bleibt auf hohem Niveau

Hansueli Schäfer jun. hat die tatsächliche Einsparung durch die Crea-Fertigungshilfen nie ausgerechnet, er schätzt diese auf rund 25 Prozent. Wer die Hilfen kontinuierlich oder dauerhaft einsetzt, kommt vermutlich auf weit höhere Werte. Seine Motivation war ganz klar: höhere Effizienz und verbesserte Genauigkeit – und dies habe sich erfüllt. „Früher wurden die Geländer auf Böcken mit Zwischenstückchen fixiert, das war umständlich und langsam. Wenn wir heute die Geländerschweißlehre Crea-Star benutzen, müssen wir zwar manchmal etwas umdenken und uns bereits in der Planung anpassen. Aber dann gelingt der gesamte Herstellprozess von A bis Z.“ Hilfsmittel wie Crea-Star nutzt Schäfer, um den Preisdruck am Markt abzumildern. Denn der Geländermarkt unterliegt einem ganz besonders starken Wettbewerb. Weil er mit der robotergestützten Herstellung von Mitbewerbern sowieso nicht konkurrieren kann, werden die meisten Geländer nur noch im Zusammenhang mit anderen Arbeiten angefertigt oder als individueller Auftrag im Zuge von Renovationen ausgeführt.

Er beobachtet Marktmechanismen, die seiner Ansicht nach nichts mehr mit Betriebswirtschaft aus dem Schulbuch zu tun hätten. Trotz Kalkulation nach immer demselben Prinzip, mit feststehenden Fertigungszeiten und Fixkosten, sind seine Angebote manchmal weit über oder auch unter dem Durchschnitt. Insofern ist es für ihn auch ein Stück Zufall, wie man gerade abschneidet und dann den Zuschlag erhält oder nicht.

Gelebte Unternehmensethik

„Wir leben einen ethischen Anspruch, achten und schätzen uns im Umgang mit dem Team und mit den Kunden, denken und sprechen positiv, informieren schnell und unkompliziert, üben konstruktive Kritik, stehen zu Fehlern und lernen daraus,“ formuliert  Hansueli Schäfer auf der Website. Der Junior ist der Überzeugung, an den Idealen für Mensch und Umwelt muss im Betriebsalltag immer wieder gefeilt werden. 

Bei der Besichtigung des Betriebs fällt ein Mitarbeiter mit steifem Arm auf. „Ja, der Hans hatte vor 35 Jahren einen Motoradunfall und konnte nicht mehr als Tischler arbeiten. Bei uns ist er schon seit 30 Jahren und arbeitet auch im Rentenalter gern drei Tage in der Woche weiter.

Info + Kontakte

H. Schäfer AG Metallbau

Emmentalstrasse 67

CH-3510 Konolfingen

Telefon +41 31 791 0652

www.schaefer-metallbau.ch