R+T vom 24. bis 28. Februar

Wer auf der BAU nicht mit allen Lieferanten sprechen konnte, die er auf seiner Liste hatte, bekommt dank R+T in Stuttgart eine zweite Chance. Beispiele für Überschneidungen sind heroal, Alukon, Somfy, elero, Warema, Roma, Renson. Die Exponate müssen jedoch nicht die gleichen sein. Johann Debaere, Marketingleiter von Renson im belgischen Waregem informiert: „Wir sind mit einem ganz anderen Portfolio auf der R+T.“ -> hier Messeneuheiten zum Download

Rund 830 Aussteller zeigen vom 24. bis 28. Februar 2015 ihre Produkte zu den Marktsegmenten Tore und Sonnenschutz. Vor allem letzteres ist im Aufwind. Denn Sonnenschutz fördert das intelligente Management des natürlichen Tageslichts und senkt den mit Beleuchtung verbundenen Strombedarf. Zweitens reduziert er den Bedarf an künstlicher Kühlung in der Kühlperiode und den Heizbedarf in der Heizperiode. „Moderner, dynamischer Sonnenschutz kann den Energieverbrauch im Gebäudebestand der EU um deutlich mehr als 10 % senken“, so bilanziert Peter Winters, Präsident der European Solar-Shading Organization (ES-SO). Beim Fachpressetag der R+T in Istanbul hat er auf das große Potenzial für die Sonnenschutzbranche hingewiesen: Wenn alle Fenster in Europa bis 2025 ersetzt würden, die den aktuellen energetischen Standards nicht entsprechen und bei dieser Sanierungsleistung intelligente interne und externe Solarregelungskonzpte zum Einsatz kämen, dann müssten wir unsere Kapazität verzehnfachen, um diesen Bedarf zu decken.

Mobile Steuerung auf dem Vormarsch

Vollautomatisch oder von unterwegs Rollläden, Jalousien und Textilscreens steuern, um den Tageslichteinfall zu kontrollieren und so Energie für Wärme, Klimatisierung und Kunstlicht zu sparen ist ein Trend der Sonnenschutzbranche. Anlass für die Anbieter von Antrieben, ihre diversen Automatisierungslösungen am Objekt vorzuführen. Laut Institut für Gebäudetechnologie (IGT) liegen die Einsparmöglichkeiten mit Technologien der Gebäudeautomation allein in Wohngebäuden bei durchschnittlich 20 % im Stromverbrauch sowie etwa 4 bis 5 % hinsichtlich der benötigten Wärmeenergie. Für die jeweiligen Anwendungen sind individuelle Steuerungen gefragt: So sind bei Screens die Anforderungen in Hinblick auf Hinderniserkennung, Behangschonung und auch Sicherheit ganz anders als bei Rollläden oder Markisen.

Fassaden

Als Hülle sollen Fassaden vor Sonneneinstrahlung schützen, ohne zu verdunkeln, Tageslicht optimal verteilen, ohne aufzuheizen. Die Bedingungen neuer Klimazertifikate und ein zunehmendes Umweltbewusstsein machen die Entwicklung der Gebäudehülle zur Wissenschaft.

Mit FAÇADES 2015 am Donnerstag, 26. Februar, präsentiert die Messe Stuttgart in Kooperation mit BauNetz eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Event-Reihe „The Art of Planning“ (www.art-of-planning.de). Nach dem Erfolg der Premiere im Jahr 2012 stehen auch 2015 wieder Einblicke in die Praxis der erfolgreichsten Planungsbüros auf dem Programm. Der Kongress wird als Fortbildung von den Kammern anerkannt und entsprechend zertifiziert.

Zum Einstieg referiert Matthias Schuler (transsolar) um 10 Uhr im ICS. Anschließend gibt Kim Herforth Nielsen vom mehrfach preisgekrönten dänischen Architekturbüro 3XN Einblicke in seine Entwurfswelt. Für den Metall- und Fassadenbau sind am Donnerstag, 26. Februar, folgende Termine interessant:

11.30 – 12.15 Uhr

Fassadenspezialist Volker Staab, Staab Architekten Berlin
„Fassaden – Zeichen oder Haut“

12.45 – 13.15 Uhr

Daniel Pfanner, Bollinger+Grohmann
„Licht und Schatten. Nachhaltigkeit und Zertifizierung in der Fassadenplanung“

13.45 – 14.15 Uhr

Matthias Rippmann
Block Research Group, ETH Zürich
„Die Schale als Hülle - ein Konstruktionsprinzip mit Potenzial“

Tore

Im Bereich Tore und der damit verbundenen Technik sind Schwerpunkthemen Energieeffizienz und Sicherheit. „Um diese Anforderungen zu erfüllen, geht der Trend bei den Antrieben daher weiterhin in Richtung Geschwindigkeit und individuelle Einstellung des Torlaufs. Unsere Lösung sind Antriebe mit Umrichtertechnik“, erklärt Stephan Kleine, geschäftsführender Gesellschafter von GfA Elektromaten.

ift-Sonderschau

Die ift Sonderschau „Mehr als Licht + Schatten!“ stellt die relevanten technischen Kenngrößen sowie die technisch-wissenschaftlichen, normativen und gesetzlichen Regelungen (CE-Zeichen) mit den geeigneten Verfahren für Prüfung und Qualitätssicherungen vor.
Systeme zum Sonnenschutz und zur Nutzung von natürlichem und gesundem Tageslicht müssen in Verbindung mit Fenster- und Fassadensystemen zum integralen Bestandteil einer modernen Gebäudehülle werden. Durch die Weiterentwicklung der Fenster-, Fassaden- und Glassysteme wird die Integration von Sonnen- beziehungsweise Blendschutz und Tageslichtsystemen nicht nur besser, sondern auch immer einfacher.
Die technischen Möglichkeiten werden jedoch noch zu wenig genutzt. Für Planung, Produktion und Montage von leistungsfähigen Systemen braucht es wesentlich mehr als bloße Informationen und Kennwerte zum Widerstand gegen Windlast oder zu Farben und Design: Für Verschattungssysteme sind ebenso Angaben zur Sonnenschutzwirkung, Regelungen zur Tageslichtversorgung (Lichtlenkung), Wärmeschutz, Einbruchhemmung, UV-Beständigkeit, Abrasion, Staub- und Sandschutz zu beachten. Für Tore und äußere Abschlüsse sind die Vorgaben und Randbedingungen für automatisch betriebene und gesteuerte Systeme wie Nutzungssicherheit und Gebrauchstauglichkeit grundlegend. Dem trägt auch die neue Produktnorm EN 13659 für äußere Abschlüsse Rechnung und fordert vom Hersteller wesentlich mehr technische Angaben als bisher.

Die Sonderschau gliedert sich in acht Bereiche:

  1. Leistungsfähige Sonnenschutz-, Blendschutz- und Tageslichtsysteme im Kontext der Gebäudehülle
  2. Energieeffiziente und sichere Rollläden mit bauphysikalisch optimierten Anschlüssen und Verwendung als temporärer Wärmeschutz
  3. Fenster-, Fassaden- und Glassysteme mit integrierten Sonnen-/Blendschutz und Tageslichtsystemen
  4. Montage- und Befestigungssysteme
  5. Software und Steuerungssysteme
  6. Kraftbetätigtes Tor mit innovativen Steuer- und Sicherheitseinrichtungen
  7. Sonnenschutz mit Verglasungen und Photovoltaik
  8. Nachhaltigkeit – Produkte mit nachgewiesenen Nachhaltigkeitskriterien

⇥red ◊