WOHIN DIE REISE GEHT ...

Metallbau & Servicetechnik

Nicht jeder Metallbauer, der Automatiktüren montiert, bewältigt zwangsläufig auch die Wartung und den Service der Zutrittssysteme Qualifizierte Servicetechniker der Türautomation sind auf dem Arbeitsmarkt schwer zu finden, zumal nicht jedes Unternehmen diese Fachkräfte ausbildet. Ein Kundendienst benötigt außerdem umfangreich ausgestattete Fahrzeuge und eine optimale Vernetzung mit Ersatzteillieferanten. Ein guter Weg für Metallbauer ohne eigenen Wartungsservice kann deshalb die Kooperation mit Betrieben sein, die bereits Spezialisten für die Instandhaltung von Automatiktüren beschäftigen. Diese Zusammenarbeit bringt Vorteile für beide Geschäftspartner: Der Metallbauer, der das Zugangssystem samt Antrieb montiert, braucht bei seinem Neugeschäft keine Verpflichtungen einzugehen, die er nicht einhalten kann. Für den kooperierenden (Metallbau-) Fachbetrieb mit Servicetechnikern besteht der Vorteil darin, dass er sich das Wartungsgeschäft langfristig sichert. Prognosen zufolge steigt die Nachfrage nach Wartungsleistungen in der Türautomation in Zukunft an. Beide Geschäftspartner sollten die Möglichkeit nutzen, vertraglich zwischen dem Neueinbau und der Serviceleistung zu differenzieren. Durch die Kooperation werden die Bauelemente und das automatisierte Zugangssystem nicht nur vorschriftsmäßig montiert, sondern auch überprüft, zumal die Anforderungen hoch sind. Allein die Elektronik der Motoren und der Sensorik hat es in sich. Beim Einbau, bei der Anwendung und Instandhaltung sind die EN 16005, die DIN 18650 und Brandschutznormen einzuhalten. Wer automatische Zutrittssysteme instand hält, darf auch die Sachkunde- und Produktschulungen der Hersteller nicht völlig ignorieren. Für Metallbauer ohne Wartungstechniker erscheint der Schritt zur Kooperation daher empfehlenswert.

Henry Rasch, M. A.
Fachredakteur, Berlin