Schüco Geschäftsbericht

Acht Prozent Umsatzsteigerung in 2017

Wie es in der Pressemitteilung heißt, hat das Unternehmen vor allem von der guten Baukonjunktur profitiert. Die Investitionssumme lag 2017 bei rund 50 Millionen EUR. Mehr als 10 Millionen Euro davon flossen in erste Baumaßnahmen zur Standorterweiterung. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Schüco Gruppe beträgt weiterhin über 70 Prozent. 3.350 Mitarbeiter beschäftigte das Unternehmen 2017 in Deutschland, davon wiederum 2.200 in Ostwestfalen-Lippe. Insgesamt sind es 4.900 Mitarbeiter.
Die Schüco Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 1,575 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2016 (1,460 Milliarden EUR) ist damit eine deutliche Umsatzsteigerung von rund 8 Prozent zu vermelden.

2017 – Metallbau
Auf den Geschäftsbereich Metallbau entfällt ein Umsatzanteil von 1,320 Milliarden Euro, sodass dieser Bereich ein Umsatzplus von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,235 Milliarden EUR) verzeichnen kann. Zweistellig ist dabei der Bereich in den Niederlanden, in Italien und Skandinavien, dem Baltikum, in Tschechien, Polen und Russland gewachsen. China liegt bei diesem Ranking mit einer Umsatzsteigerung von 45 Prozent an der Spitze. Für Deutschland liegt der Umsatzanteil mit 490 Millionen Euro 5,1 Prozent über Vorjahr.

Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafter der Schüco KG, vor Baustelle zum neuen Parkhaus.

Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafter der Schüco KG, vor Baustelle zum neuen Parkhaus.
Der Geschäftsbereich Metallbau hat bei der Entwicklung und dem Vertrieb seiner Fenster-, Tür- und Fassadensysteme stets die Designwünsche der Architekten sowie eine schnelle Verarbeitung bei leichter Montage im Blick. Smarte Fenster und Türen sind heute hoch automatisiert, werden intelligent vernetzt und sorgen für maximalen Komfort. Temperatur, Raumluftqualität, Sonnen- und Blendschutz, Tageslichtversorgung, Straßenlärm und andere Außengeräusche sowie Sicherheit sind weitere Faktoren, die eine konsequent gesundheitsorientierte Bauweise und damit auch die Schüco Produktentwicklung beeinflussen. Mit seinen designorientierten neuen Fassaden-, Fenster- und Schiebekonstruktionen in schmalsten Profilansichtsbreiten sowie mit seinen Smart Building Lösungen ist der Bereich für die baulichen Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt.

2017 – Kunststoff
Mit einem Umsatz von 260 Millionen EUR meldet das Tochterunternehmen Schüco Polymer Technologies KG aus Weißenfels im Vergleich zum Vorjahr (229,5 Millionen EUR) ein Umsatzplus von 13,3 Prozent. Wachstumstreiber für das Kunststoffgeschäft waren neben Deutschland mit 8,5 Prozent insbesondere auch die BeNeLux-Staaten sowie Frankreich, Italien, Polen und Russland.
Die Schüco Polymer Technologies KG entwickelt und vertreibt hauptsächlich Fenster-, Tür- und Schiebesysteme aus Kunststoff. Bereits vor Jahren hat der Geschäftsbereich mit verschiedensten Lüftungslösungen ein wichtiges Komfort-Thema aufgegriffen. Um den Trend nach bodentiefen Fenstern zu bedienen gehören seit zwei Jahren auch Absturzsicherungen für die Kunststoff-Fenster- und Türsysteme zum Programm. Neueste und für den Verarbeiter zeitsparende Entwicklungen des Tochterunternehmens sind Fenster-, Tür- und Hebeschiebetür-Systeme mit innovativer schweißbarer EPDM-Dichtung. Mit ihrem energieeffizienten und aufeinander abgestimmten Produktportfolio sowie ihren Serviceleistungen wird sich die Schüco Polymer Technologies KG auch weiterhin in einem hart umkämpften Markt gut behaupten.

2017 – Digitale Roadmap
Schüco unterstützt schon seit langem Architekten, Planer, Fassadenbauer und Handwerker mit digitalem Support bei detaillierten Entwurfs-, Planungs-, Kalkulations-, Fertigungs- und Montageprozessen. Mit den in 2017 neu aufgestellten Bereichen Schüco Digital und Schüco Fabrication sowie der zum 1. Januar 2017 als Start-Up gegründeten Plan.One ccs GmbH hat Schüco die weitere Digitalisierung der Wertschöpfungskette im Bauwesen im Fokus. Das Ziel dabei: alle Prozesse vom Entwurf und der Planung eines Bauvorhabens über die Fertigung, Montage, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling zu vernetzen. Plan.One agiert hierbei als intelligente, herstellerunabhängige Produktsuche für Architekten und Planer. Ausgestattet mit einer standardisierten Datenbank unterstützt das Tool die Nutzer so dabei, die ihren Anforderungen entsprechenden Produkte aus dem breiten Angebot des Marktes herauszufiltern und übersichtlich zu vergleichen.

2018 – Standortausbau
Das größte eigene Neubau- und Sanierungsprojekt ist der Bielefelder Standortausbau, für den insgesamt die Investitionssumme von 95 Millionen Euro bereitgestellt wird. Bereits fertiggestellt ist der Erweiterungsneubau Zubehör- und Beschlagslogistik, dessen Bauarbeiten mit dem symbolischen Spatenstich im September 2016 eingeleitet wurden. Mit dem neuen Logistikzentrum stärkt das Unternehmen seine logistische Nutzenführerschaft: Bei vollständiger Kapazitätsauslastung können täglich 20.000 Päckchen das Logistikgebäude verlassen.
Ein weiterer Schritt in der Bielefelder Standortentwicklung ist mit den Gestaltungsarbeiten des Gebäudes an der Ecke Kammerratsheide/Schücostraße geschafft: Mit dem Slogan „Go Digital“ zeigt die bedruckte vorgehängte Textilfassade FACID der EPS Systems GmbH (seit 2016 eine Mehrheitsbeteiligung von Schüco) jedem Besucher, dass die Unternehmensbereiche Schüco Digital zusammen mit Digital Products und Digital Support in diesem Umfeld angesiedelt werden. Im Zusammenspiel mit dem zurzeit im Umbau befindlichen gegenüberliegenden Gebäude, das u. a. von Plan.One bezogen wird, entsteht so an der Kammerratsheide ein neuer Hotspot der digitalen Aktivitäten bei Schüco.

Auch die Weichen für ein neues „Welcome Forum“ als Zentrum auf dem Schüco Campus sind gestellt. Das Architekturbüro one fine day aus Düsseldorf gestaltet das „Herz von Schüco“ für Mitarbeiter und Gäste als eine Erlebniswelt, in der System-Showroom, die digitale Welt des Bauens, der Schüco Maschinenpark, Besprechungsräume sowie ein Café und ein Shop attraktiv kombiniert werden.



Die Arbeiten für das neue Parkhaus in der Schüco Straße gehen stetig voran – und auch eine Teilbaugenehmigung für den Erweiterungsbau der Unternehmenszentrale wurde bereits erteilt, sodass noch im Sommer 2018 mit dem Neubau nach Entwürfen des Kopenhagener Architekturbüros 3XN begonnen werden kann.

www.schueco.de



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