Branche

Frauen im Metallbau

Azubine bei Vulkanland Metall


Der Ruf nach mehr Frauen in technischen Berufen findet in österreichischen Unternehmen immer häufiger Gehör, beispielsweise bei Vulkanland Metall in Kirchberg an der Raab. Seit September 2019 absolviert die 15-jährige Feldbacherin Nina Stürzer dort eine Lehre als Metalltechnikerin. „Frauen in technischen Berufen zu fördern ist mir ein Anliegen. Aber noch wichtiger ist es, engagierte, interessierte und talentierte, junge Leute auszubilden. Mit Nina haben wir einen Glücksgriff gemacht“, freut sich Harald Pachler, Geschäftsführer von Vulkanland Metall. Das Unternehmen beschäftigt 16 Mitarbeiter. Als Spezialist für Gebäudelösungen, Fassaden, Metallbauarbeiten und David Brecher-Verschleißtechnik zeichnet das Unternehmen für zahlreiche, renommierte Projekte verantwortlich.

Die junge Frau lernt in dem Betrieb die verschiedenen Möglichkeiten der Metallverarbeitung: „Ich habe diesen Lehrberuf gewählt, weil ich gerne im Team arbeite. Außerdem finde ich es spannend, die verschiedenen Materialien kennenzulernen. Handwerk begeistert mich und ich liebe es zu schrauben, zu bohren und ähnliches.“ Ein kollegiales Team steht der 15-Jährigen mit Rat und Tat zur Seite. „Nina passt mit ihrer Begeisterung und ihrem Verständnis für das Material und seine Verarbeitung perfekt in unser Team“, erzählt Pachler.


Beste Zukunftsaussichten
Metalltechniker ist vergleichbar mit der deutschen Ausbildung zum Metallbauer/Konstruktionstechnik und ein sogenannter Modullehrberuf. Die Ausbildung findet im „Baukasten-System“ statt. Nach Absolvierung des Grundmoduls entscheiden sich die Lehrlinge in Absprache mit dem Lehrbetrieb für einen Haupt- bzw. Spezialmodus. Die Auszubildenden erhalten eine breit gefächerte Grundausbildung und umfassendes Basiswissen. „Nina lernt bei uns die umfangreiche Welt der Metalltechnik kennen, anschließend wird das Hauptmodul Metallbau- und Blechtechnik gelehrt. Sie erstellt Konstruktionspläne und technische Zeichnungen, bedient Anlagen und Maschinen und erlernt natürlich auch Schweißen, Drehen, Fräsen, Löten und Nieten“, erklärt Pachler. Die Lehrzeit für diesen Beruf beträgt dreieinhalb Jahre. Wenn zudem noch ein Spezialmodul absolviert wird, verlängert sich die Lehrzeit auf vier Jahre. „Ich weiß noch nicht, ob ich mich auch für ein Spezialmodul entscheide. Aber dafür habe ich ja noch ein bisschen Zeit“, erzählt Stürzer.
www.pachler.at

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