Wo entstehen die Emissionen?
Und was bedeutet eigentlich Scope 1, 2 und 3?
Wer über den CO2-Fußabdruck eines Unternehmens spricht, stößt schnell auf die Begriffe Scope 1, 2 und 3. Sie sagen etwas darüber aus, wo die Treibhausgasemissionen entstanden sind. Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus Quellen, die das Unternehmen selbst betreibt – etwa aus einer Gasheizung oder dem Dieselverbrauch eigener Fahrzeuge. Scope 2 erfasst indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie wie Strom oder Fernwärme. Scope 3 geht deutlich weiter: Hierzu zählen indirekte Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Gerade für den Metallbau ist diese dritte Kategorie entscheidend. Denn ein Unternehmen kann seine Hallen mit Grünstrom versorgen, effizientere Maschinen einsetzen und den eigenen Fuhrpark elektrifizieren – ein erheblicher Teil seines CO2-Fußabdrucks kann bereits entstanden sein, bevor Stahl oder Aluminium im Werk eintreffen. Beispiele: Liefert ein firmeneigener Diesel-Lkw Fassadenelemente zur Baustelle, gehört dessen Ausstoß zu Scope 1. Wird Stahl oder Aluminium im eigenen Werk mit eingekauftem Strom bearbeitet, entstehen Scope-2-Emissionen. Die Emissionen, die bei der Herstellung eines eingekauften Stahlträgers im Stahlwerk entstehen, zählen beim Metallbauer zu Scope 3.
