Arcelor Stahlwerk schließt 2027
Rund 550 Arbeitsplätze werden in Duisburg wegfallen 08.09.2026 |In einer Pressemeldung Anfang September erklärt der Stahlproduzent Arcelor Mittal: Im Dezember 2024 wurde bekannt gegeben, dass ArcelorMittal Duisburg den Vertrag über die Lieferung von Roheisen mit ThyssenKrupp Steel in Duisburg aufgrund eines erheblichen Kostenanstiegs bei der vorgesehenen Vertragsverlängerung mit Wirkung zum September 2027 gekündigt hatte. In Folge wurden verschiedene Möglichkeiten für die Versorgung mit Roheisen sowie die Möglichkeit einer Dekarbonisierung der Stahlproduktion geprüft. Keine dieser Optionen hat sich jedoch als wirtschaftlich tragfähig erwiesen.
In Ermangelung einer Roheisenversorgung beabsichtigt das Unternehmen – vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats von ArcelorMittal Duisburg –, das Drahtwalzwerk in Duisburg künftig mit Halbzeugen zu versorgen. Dies bedeutet, dass das Stahlwerk und das Knüppelwalzwerk nicht mehr Teil des Produktionsprozesses wären und daher geschlossen würden. Mehrere ArcelorMittal-Standorte sowie andere externe Produzenten in Europa sind in der Lage, Duisburg mit dem größten Teil der benötigten Halbzeuge zu versorgen. ArcelorMittal Hamburg, das Stahl im DRI-EAF-Verfahren produziert, ist gut aufgestellt, um Duisburg mit Halbzeugen mit einem geringeren CO₂-Fußabdruck zu beliefern, wie es in der Meldung heißt.
Laut Tagesmedien geht es um 550 von aktuell 800 Arbeitsplätzen. -> zur Meldung des WDR
Im vergangenen Jahr wurde die Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg geschlossen, 300 Mitarbeiter waren davon betroffen. Allerdings galt die Maxhütte über 150 Jahre lang zu den bekanntesten Stahlwerken in Deutschland und hatte einst Tausende Mitarbeiter. Die Rettungsversuche der bayerischen Staatsregierung verzögerte die Schließung zeitlich etwas, eine Rettung war nicht möglich.
