Gegenwind für Münchner Skyscraper
Der Verein "Hochhausstop" plant Klage gegen Bau der Zwillingstürme 06.08.2026 |
Ein 3D-Modell der geplanten Zwillingstürme am Paketpost-Quartier in Neuhausen.
Rendering: Herzog & de Meuron
Der Widerstand gegen den rechtsgültigen Bebauungsplan für das in München/Neuhausen nimmt zu. Der Verein Hochhausstop bereitet die Unterstützung eines Normenkontrollverfahrens gegen den Bebauungsplan vor. Dies kündigten die Vereinsvorsitzenden, Robert Brannekämper und Wolfgang Czisch, diese Woche bei einer Pressekonferenz an. Da der Verein selbst nicht klageberechtigt ist, führt er Gespräche mit Eigentümern aus dem Umfeld des Areals. Sollten sich Immobilienbesitzer finden, die das Interesse des Vereins Hochhausstop teilen, könnten diese beim Rechtsweg finanziell unterstützt werden.
Auf dem Gelände sind zwei 155 Meter hohe Hochhäuser sowie weitere Neubauten vorgesehen. Das Quartier soll rund 1.190 Wohnungen, etwa zur Hälfte mit preisregulierten Mieten, und Platz für rund 3.000 Arbeitsplätze bieten. Die Kritiker verweisen unter anderem auf Klimaschutz, Verkehr, Lärm, Denkmalschutz und mögliche Folgen der Gründungsarbeiten für das Grundwasser.
Ein Verfahren würde die Projektentwicklung nicht automatisch aussetzen. Die dadurch entstehende Rechtsunsicherheit könnte jedoch die laufende Suche nach Finanzierungspartnern belasten. Die Büschl-Gruppe und die Stadt München gehen davon aus, dass der Bebauungsplan einer gerichtlichen Prüfung standhält. Der Beginn der Tiefbauarbeiten ist für Ende 2027 oder im Jahr 2028 vorgesehen, die Fertigstellung des Quartiers für 2033. Als Architekturbüro hatte Büschl Herzog & de Meuron mit Zentrale in Basel beauftragt.
Ein 3D-Modell der geplanten Zwillingstürme am Paketpost-Quartier in Neuhausen.
Rendering: Herzog & de Meuron
