Konjunktur Metalltechnik (AT)
Signale zur Stabilisierung, kein Beleg für Trendwende 10.08.2026 |Die Marktzahlen für das Gewerk Metalltechnik/Schlosser (AT) stammen aus dem Bericht der KMU Forschung (Juli 2026) und wurden speziell für diese Handwerksbranche zusammengestellt.
Die mehrjährige Schwächephase scheint überwunden, von einem belastbaren Aufschwung der Branche kann jedoch nicht gesprochen werden. Ein zentraler Indikator sind die Auftragseingänge. Im ersten Quartal 2026 lagen sie nominell um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Damit hat sich die Lage gegenüber 2025, als noch ein Rückgang von 2,7 Prozent gemeldet wurde, deutlich stabilisiert. 24 Prozent der Unternehmen verzeichneten steigende Auftragseingänge, im Mittel um 13,4 Prozent. Bei 44 Prozent blieb das Volumen unverändert, während 32 Prozent Rückgänge von durchschnittlich 16,1 Prozent meldeten. Da die Verkaufspreise gleichzeitig um 1,8 Prozent erhöht wurden, ergibt sich real, also mengenmäßig, allerdings ein Rückgang der Auftragseingänge um 1,9 Prozent.
Die KMU-Studie zeigt die nominelle Entwicklung der Auftragseingänge jeweils gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres und macht die ausgeprägte Konjunkturwelle seit 2020 sichtbar. Nach +7,6 Prozent im ersten Quartal 2021 und +5,4 Prozent 2022 folgten -3,7 Prozent 2023, -10,3 Prozent 2024, -2,7 Prozent 2025 und -0,2 Prozent 2026.
Auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage bleibt verhalten. Im zweiten Quartal 2026 bewerteten 19 Prozent der Betriebe ihre Situation als gut, 46 Prozent als saisonüblich und 35 Prozent als schlecht. Der Saldo aus positiven und negativen Meldungen beträgt damit -16 Prozentpunkte. Gegenüber dem ersten Quartal hat sich die Stimmung dennoch aufgehellt: Damals hatten erst 14 Prozent eine gute und 41 Prozent eine schlechte Geschäftslage gemeldet.
Für das dritte Quartal 2026 bleibt die Branche vorsichtig. 19 Prozent der Betriebe erwarten höhere Auftragseingänge, 49 Prozent unveränderte und 32 Prozent niedrigere. Der Erwartungssaldo liegt damit bei -13 Prozentpunkten. Gegenüber dem zweiten Quartal 2026 mit -9 Punkten hat sich die Erwartung kurzfristig verschlechtert; gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert von -18 Punkten fällt sie jedoch weniger negativ aus.
Ausblick
bis 2028 eher eine schrittweise Normalisierung als ein dynamischer Aufschwung ab. 2026 bleibt ein Übergangsjahr: nominal weitgehend stabile Auftragseingänge treffen auf reale Rückgänge, große freie Kapazitäten und eine weiterhin negative Stimmung. 2027 und 2028 verbessern sich die gesamtwirtschaftlichen Voraussetzungen durch steigende Investitionen und stärkeres Exportwachstum. Gleichzeitig bleibt das Umfeld störanfällig. Die OeNB prognostiziert für 2026 noch 3,2 Prozent Inflation, für 2027 2,4 Prozent und für 2028 2,1 Prozent; ihre Prognose verweist zudem ausdrücklich auf hohe geopolitische und energiepreisbedingte Unsicherheit. Für Metalltechniker und Schlosser dürfte deshalb entscheidend sein, ob die erwartete Investitionsbelebung tatsächlich in Maschinen-, Gewerbe- und Bauaufträgen ankommt.
Der Bericht wurde von KI ChatGPT erstellt/Quelle: KMU Forschung (Juli 2026)
