OsterreichSpezial

BranchenRundschau

Marktzahlen für die österreichischen Schlosser

Die KMU Forschung Austria beobachtet im Auftrag der WKÖ das Handwerk und hat der Redaktion metallbau die Studien (April 2022) zu den Gewerken Schlosser, Landmaschinentechniker und Schmiede für das Gesamtjahr 2021 und für das erste Quartal 2022 freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Bei den Schlossern wurde im Branchendurchschnitt die Verkaufspreise 2021 um 7,4% erhöht, die Inflationsrate betrug 2,8%. Im Jahr 2020 betrugen diese Werte 1,4% (VP) und 1,5% (I); im Jahr 2019 ebenfalls 1,4% (VP) und 1,5% (I).

Ein deutlicher Zuwachs beim preisbereinigten Branchenumsatz der Schlosser wurde zuletzt 2018 mit 3,2% verzeichnet. Im Jahr 2019 wird für die preisbereinigte Umsatzentwicklung 0,8% Zuwachs verzeichnet, 2020 sinkt der Wert auf -8,5%; das Jahr 2021 wird mit einer Steigerung von 0,2% bilanziert.

Die Geschäftslage beurteilen im 1. Quartal 2022 etwa 30% (Vorjahr 18%) der Betriebe mit „gut“, ca. 59% (Vorjahr 51%) mit saisonüblich und 11% (Vorjahr: 31%) mit „schlecht“. Im Ergebnis überwiegen die Betriebe mit guter Geschäftslage um 19%-Punkte. Im Vergleich zum Vorquartal ist das Stimmungsbarometer gesunken.

Der durchschnittliche Auftragsbestand ist im 1. Quartal 2022 im Vergleich zum 1. Quartal 2021 um 14,4% gestiegen und liegt um 21,1% über dem Niveau des 1. Quartals 2020. 83% des Gesamtauftragsbestandes entfielen im 1. Quartal 2022 auf private/­gewerbliche Auftraggeber, 10% auf öffentliche Bauprojekte, die über Generalunternehmer bzw. Bauträger (Genossenschaften) abgewickelt werden, und 7% auf Direktvergaben durch Bund, Länder und Gemeinden. Dass sich die Konjunktur zugunsten der Branche verbessert hat, lässt sich auch an der Prozentzahl der Betriebe ablesen, die sofort zusätzliche Aufträge ausführen könnten: Waren dies im Vorjahr noch 47% sind es in Q1/2022 37%.

 

Absatzzuwachs für WDVS
Im vergangenen Jahr erlebte das Geschäft mit Fassadendämmungen einen deutlichen Schub. Laut dem Marktforschungsinstitut Branchenradar erhöhten sich in Österreich im Jahr 2021 die Herstellererlöse für Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) mit zertifizierten Fassadendämmsystemen um 14,4% gegenüber Vorjahr auf 209,1 Mio. Euro. Angeschoben wurde der Markt vom Neubau und Bauvorhaben im Gebäudebestand gleichermaßen. Etwa die Hälfte des Wachstums war preisgetrieben.

Besonders dynamisch entwickelten sich WDVS mit organischen Dämmstoffen. Binnen eines Jahres stieg der Umsatz um mehr als ein Viertel, wiewohl die Produktgruppe mit ­einem Umsatzanteil von rund sechs Prozent nach wie vor ein ­Nischendasein fristet. Die Vorlage aus dem letzten Jahr öffnet jedoch die Vision einer prosperierenden Zukunft, nicht zuletzt, weil ein breit angelegtes Lobbying für ökologische Dämmstoffe den Weg ebnet. Das Wachstum der organischen Dämmstoffe ging im Übrigen zu Lasten von Mineralwolle. Fassadendämmungen mit Schaumstoff blieben davon unberührt.

 

 

Rechtstool Paroli

Das Rechtstool Paroli, ein Gemeinschaftsprojekt von AMFT und dem Aluminium-Fenster-Institut (AFI), startete im Jahr 2021 und dient als Nachschlagewerk für Nicht-Juristen, beispielsweise Kalkulatoren, Verkäufer, Techniker, Geschäftsführer oder Rechtsabteilungen in Betrieben. Ziel der Online-Plattform ist, ein rechtliches Basiswissen zur Verfügung zu stellen, beispielsweise zu den Stichwörtern „Vertragsstrafe ohne Deckelung“, Festpreise oder um undurchdringliche AGBs auf Rechtskonformität zu prüfen. Des Weiteren geht es darum, absehbare wirtschaftliche Risiken und mögliche Handlungsoptionen aufzuzeigen. Interessenten haben die Möglichkeit, das Rechtstool kostenfrei zu testen.

www.paroli-avb.at

 

 

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