Branche

DSD-Gruppe kauft Stahlbauer

Summa in Saarlouis samt Beschäftigten übernommen

Mit der Übernahme des auf schweren Stahlbau spezialisierten Unternehmens Summa stärkt die international tätige DSD-Gruppe das Leistungsspektrum rund um die Metallverarbeitung sowie die Marktpräsenz im Südwesten Deutschlands. Wie die Kanzlei Abel & Kollegen in einer Pressemitteilung informiert, umfasst die Transaktion nicht nur den modernen Produktionsstandort im saarländischen Saarlouis, sondern auch alle Beschäftigungsverhältnisse.

Claude M. Pirson, Gesellschafter der DSD Steel Group, und Dittmar Wächter, Mitglied des Beirats, haben frühzeitig das strategische Potenzial von Summa erkannt und den Transaktionsprozess maßgeblich vorangetrieben. Beide sehen in der Übernahme eine gezielte Erweiterung des Unternehmensportfolios und eine Stärkung der Marktposition in einem wichtigen regionalen Umfeld. „Summa ist technisch hervorragend aufgestellt und verfügt über eine motivierte Belegschaft. In einem sich wandelnden industriellen Umfeld im Saarland bietet das Unternehmen wertvolle Perspektiven für weiteres Wachstum. Gemeinsam mit dem Team vor Ort möchten wir vorhandene Potenziale erschließen und den Standort Saarlouis weiterentwickeln“, erklärt Claude M. Pirson. „Mit Thierry Putters, der im Rahmen der Neuaufstellung in die operative Geschäftsführung miteintritt, stärken wir zusätzlich die kaufmännische und strategische Führung des Unternehmens.“ Dittmar Wächter ergänzt: „Wir haben früh das strategische Potenzial erkannt. Umso mehr freuen wir uns, dass wir im Investorenprozess erfolgreich waren und jetzt gemeinsam an der Integration arbeiten können.“

Mit der Transaktion ist a der Generationenwechsel im Hause Summa abgeschlossen, der bereits mit der Einbindung von Alexander Summa in die Geschäftsführung durch dessen Vater eingeleitet worden war. „Mit unserem modernen Standort in Saarlouis und erheblichen Investitionen in die technische Ausstattung hat mein Vater die notwendigen Grundlagen für profitables Wachstum gelegt. Dabei war die Investitionsdynamik angesichts der so nicht vorhersehbaren Verwerfungen nicht nur im Gewerbebau, sondern auch im Maschinen- und Anlagenbau rückblickend vielleicht etwas zu ambitioniert,“ sagt Alexander Summa, der dem Unternehmen auch in Zukunft zur Verfügung stehen wird. „Mit der nun erfolgten Einbindung in die Strukturen der DSD-Gruppe stehen uns jetzt alle Möglichkeiten offen.“

Die Übernahme des operativen Geschäfts durch die DSD-Gruppe erfolgte im Rahmen eines eigenverwalteten Restrukturierungsverfahrens, welches angesichts der negativen Entwicklungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld notwendig geworden war. In diesem wurde die Unternehmerfamilie Summa durch die Restrukturierungsberater RA Matthias Bayer und RA Lukas Eisenhuth (Kanzlei Abel & Kollegen) als Generalbevollmächtigte unterstützt. Hierzu führt der Jurist Lukas Eisenhuth aus: „Ich freue mich, dass wir das gerichtlich unterstützte Eigenverwaltungsverfahren dafür nutzen konnten, den Geschäftsbetrieb so schnell wieder in ruhiges Fahrwasser zu überführen. Mein Dank gilt dabei sowohl Dr. Dennis Blank (Kanzlei Blank + Partner) als dem gerichtlich bestellten Sachwalter als auch Günter Staab (Kanzlei Staab & Kollegen), der mit seinem Team als Berater der DSD-Gruppe tätig wurde. Ohne die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit diesen wäre die nun gefundene Lösung nicht so schnell realisiert worden.“ Dr. Dennis B. Blank lobt die frühzeitige Entscheidung für eine Eigenverwaltung. „Die Geschäftsführung hat rechtzeitig die Weichen für eine kontrollierte und geordnete Sanierung gestellt. Das Ergebnis bestätigt diesen Weg.“

Der strukturierte Investorenprozess wurde von der auf Nachfolgen und Restrukturierungen spezialisierten Mentor AG verantwortet, die in den letzten Jahren bereits mehrfach erfolgreich in der metallverarbeitenden Zulieferindustrie im Saarland sowie in Rheinland-Pfalz sowie auch im Gewerbebau tätig war. Dabei blickt Sebastian Schmitt sehr zufrieden auf die vergangenen Wochen: „Das Verfahren war von einer konstruktiven Zusammenarbeit geprägt. Alle Beteiligten auf Seiten des Unternehmens, der Investoren und der Gläubiger haben mit hohem Engagement und klarem Blick für die gemeinsame Zielsetzung gehandelt. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen, die zur erfolgreichen Umsetzung dieser Lösung beigetragen haben.“

www.summastako.de

www.dsd-steel.com

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