Blechbearbeiter WK Metall insolvent
Die Kanzlei Schultze & Braun sucht Investor 11.02.2026 |WK Metall hat beim Amtsgericht Pforzheim einen Insolvenzantrag gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Holger Blümle vom Karlsruher Standort der Kanzlei Schultze & Braun verfolgt das Ziel, einen Investor für das 2008 gegründete Lohnfertigungsunternehmen zu finden und damit eine nachhaltige Zukunftsperspektive für die knapp 40 Mitarbeitenden zu erreichen.
WK Metall ist ein auf Blechbearbeitung spezialisiertes Lohnfertigungsunternehmen, das Bauteile aller Art herstellt – von Stanzen und Laserschneiden über Biegen und Schweißen bis hin zu CNC-Zerspanung und Lasergravur. Mit seiner Qualität und Verlässlichkeit ist die WK Metall zu einem anerkannten Partner vieler Anlagen- und Maschinenbauer geworden ist.
Das Unternehmen hat bereits vor dem Insolvenzantrag mit der Planung und Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen und der Suche nach einem Investor begonnen. Daran kann nun angeknüpft werden. Möglich wäre der Einstieg eines Investors in das bestehende Unternehmen, aber auch die Integration der WK Metall in das Portfolio eines anderen Unternehmens oder einer Unternehmensgruppe. „Der Einstieg eines Investors steht jedem offen, und Interessenten können sich gerne bei mir melden“, sagt Holger Blümle von Schultze & Braun. „WK Metall ist ein erfahrenes und etabliertes Unternehmen und ich sehe gute Chancen, dass das Unternehmen mit dem richtigen Partner langfristig wieder auf eine wirtschaftlich stabile Basis kommt.“
Für die Kunden hat Holger Blümle gute Nachrichten: „Der Geschäftsbetrieb läuft ohne Einschränkungen weiter. Bestehende und neue Aufträge werden wie geplant individuell gefertigt und an die Kunden verschickt.“ Geschäftsführer Michael Wagner ergänzt: „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir alle Aufträge weiterhin mit der ihnen bekannten Qualität und Verlässlichkeit umsetzen.“
Die rund 40 Mitarbeitenden wurden vom vorläufigen Insolvenzverwalter Holger Blümle und Geschäftsführer Michael Wagner bereits über die Situation und die nächsten Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter sind durch das Insolvenzgeld bis mindestens Ende März gesichert.
Die Gründe: Hintergrund der wirtschaftlichen Schieflage ist ein hoher Auftragsrückgang bei einzelnen Großkunden durch die aktuell angespannte Wirtschaftslage, besonders im Bereich Automotive – einem Kernfeld für die WK Metall GmbH. Dazu belasteten Faktoren wie die zuletzt gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe das Geschäft. Dadurch kam es zu einer Liquiditätslücke, die kurzfristig aus eigener Kraft nicht mehr geschlossen werden konnte. „Die WK Metall GmbH ist ein weiteres Beispiel für Unternehmen aus der deutschen Industrie, die unter der angespannten Wirtschaftssituation leiden“, sagt Holger Blümle von Schultze & Braun. „Deshalb arbeiten wir jetzt mit Nachdruck daran, dem Unternehmen eine mittel- und langfristig wirtschaftlich tragfähige Zukunft zu ermöglichen.“
