Vorsitzender Walter Lonsinger zieht positive Bilanz

A/U/F-Neustart geglückt

Eine positive Bilanz hat Walter Lonsinger, der Vorsitzende der Recycling-Initiative „Aluminium und Umwelt im Fenster- und Fassadenbau“ (A/U/F) für das Jahr 2011 gezogen. Der Neustart sei unerwartet positiv gelungen.

Nach der Neu-Positionierung der Initiative als eingetragener Verein im November 2010 hat die A/U/F bereits 70 neue Mitglieder begrüßen können. Sie zählte zum Jahresende 2011 insgesamt 83 Mitgliedsunternehmen. Nach dem Boom im vergangenen Jahr hofft Lonsinger, in diesem Frühjahr das 100. A/U/F-Mitglied begrüßen zu können. Zielsetzung für das Gesamtjahr 2012 ist die Verdoppelung der Mitgliederzal auf rund 150.  
Auf der ersten Jahresversammlung des Vereins in Dormagen betonte Lonsinger: „Nach einer Phase relativer Zurückhaltung der 1994 gegründeten Recycling-Initiative A/U/F ist der Neustart unerwartet positiv gelungen.“ Anlaufschwierigkeiten gebe es noch bei der Anlieferung von Schrotten zu den A/U/F-Partnern kural und TSR.
 
Zielsetzung. „Die Themen Nachhaltigkeit, CO2-Reduktion und Zertifizierung von Gebäuden bestimmen zunehmend unser operatives Geschäft“, erklärt Walter Lonsinger. Für den ehemaligen Chef des Ulmer Systemhauses Hydro Building Systems GmbH (früher Wicona GmbH), der in früheren Jahren bereits als Vorsitzender der A/U/F tätig war, ist die Zielsetzung der vor 17 Jahren gegründeten Initiative aktueller denn je: „Der Verein fördert die nachhaltige Entsorgung und Aufbereitung ausgebauter Bauelemente/Bauprofile, von Fenstern, Türen und Fassaden aus Aluminium zum Zweck der Materialwiederverwendung. Damit soll ein umweltgerechter und Ressourcen schonender Wertstoffkreislauf des Profilmaterials Aluminium gefördert werden.“ Zudem soll der Anteil an Sekundäraluminium mithilfe des geschlossenen Recycling-Kreislaufes kontinuierlich erhöht werden. Träger der A/U/F sind neben den Systemhäusern auch Metallbauer, Bauelementehändler oder Schrottverwerter. 
 
Kontakte intensiviert. Nach der positiven Mitgliederentwicklung im Jahr 2011 steht die A/U/F im laufenden Jahr vor weiteren Herausforderungen. Bislang nutzen nur knapp 25 Prozent der Mitglieder für ihre Schrottentsorgung die Vorteile einer Zusammenarbeit mit den A/U/F-Vertrags-partnern kural und TSR. Die Entsorger betreiben einen hohen administrativen Aufwand, um bundesweit Sammelstellen anzubieten und stellen den Vereinsmitgliedern erforderliche Container auch auf Baustellen bereit. Beide Unternehmen intensivieren zurzeit die Kontakte mit den A/U/F-Mitgliedern, die Kooperation bei der Schrott­entsorgung läuft aber nur langsam an. „Hier bedarf es im laufenden Jahr verstärkter Anstrengungen auf allen Ebenen, um die in unserer Satzung festgelegten Vereinsziele zu erreichen“, erläutert Lonsinger.  
Stärkere Kontrollen. Zukünftig soll noch stärker überprüft werden, welche Mitglieder über die Vertragspartner kural und TSR entsorgen. „Wer  bis Ende 2012 nicht über die A/U/F-Vertragspartner entsorgt, wird aus der A/U/F ausgeschlossen und erhält auch kein Zertifikat mehr“, so Lonsinger. Er forderte alle Mitglieder auf, für entsprechende Gespräche mit kural und TSR offen zu sein, damit der A/U/F seine Aufgaben für die Mitglieder erfüllen und seine Ziele erreichen kann.

Fallstudie. Für das Jahr 2012 kündigte Walter Lonsinger auf der ersten A/U/F-Jahres-versammlung weitere Aktivitäten an. So ist der Verein seit Jahresbeginn Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Zudem sind auf nationaler und internationaler Ebene Kooperationen mit Aluminiumverbänden wie dem GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie und EAA European Aluminium Association geplant. Weiterhin wird  gemeinsam mit der DGNB eine Fallstudie zum Recycling über A/U/F erstellt werden. Walter Lonsinger: „Diese wird dazu führen, dass Mitglieder unseres Vereines bei Ausschreibungen Punkte bei der Gebäudebewertung gutgeschrieben bekommen.“
 
Info + Kontakte
 
A/U/F e.V.
Walter-Kolb-Straße 1-7
60594 Frankfurt am main
Tel. +49 (0)69/955054-0
Fax +49 (0)69/955054-11

www.a-u-f.com   

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