Bilanz Internationale Eisenwarenmesse
Im Vergleich zu 2024: ca. 5.000 Besucher & 800 Aussteller weniger 06.03.2026 |
Foto: Kölnmesse
Rund 33.000 Fachbesucher aus 125 Ländern und rund 2.500 Aussteller aus 53 Nationen trafen sich vom 3. bis 6. März in Köln auf der Internationalen Eisenwarenmesse. Die Veranstaltung fand unter herausfordernden geopolitischen Rahmenbedingungen statt: Die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten führte kurzfristig zu Einschränkungen im internationalen Flugverkehr, von denen einzelne Aussteller sowie Fachbesuchende betroffen waren. Zusätzlich erschwerte ein Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr am letzten Messetag die Anreise innerhalb Kölns. Dennoch blieb die internationale Beteiligung auf hohem Niveau, schreibt die Messe Köln in ihrer Auswertung.
In den elf Hallenebenen spiegelte sich die Angebotsvielfalt der Hartwarenbranche von Werkzeugen und Zubehör über Industriebedarf sowie Befestigungs- und Verbindungstechnik bis hin zu Bau- und Heimwerkerbedarf wider. Über 90 Prozent Auslandsanteil bei den Ausstellern und 72 Prozent auf Besucherseite belegen die internationale Reichweite der Fachmesse. Nach Umfragen des Veranstalters wurde die neue Tagefolge von Dienstag bis Freitag von Ausstellern und Besuchenden gut angenommen. Sie unterstreicht die Ausrichtung der Messe auf die effizienten Businesstage.
J. Wolfgang Kirchhoff, Vorstandsvorsitzender und CEO der Kirchhoff Gruppe und Witte Tools betont: „Die internationale Eisenwarenmesse war für uns bereits zum Auftakt geprägt von ihrer Internationalität. Mit bestehenden und auch Neukunden aus Asien und Nordamerika konnten wir interessante Neuprojekte starten. Die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten zeigen einmal mehr, wie wichtig und sicher der Messeplatz Köln ist und darüber hinaus, dass wir als deutscher Werkzeughersteller nicht nur Qualität, sondern auch stabile Lieferketten sicherstellen!“
Bosch Power Tools hat seine neue Leistungsklasse Expert vorgeführt.
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Die Bedeutung der Messe für den direkten Austausch mit dem Handel hebt auch Björn Watzlawik, Vice President Sales Germany bei Robert Bosch Power Tools, hervor: „Die Messe war für uns eine wertvolle Plattform, um den persönlichen Dialog zum Handel zu fördern, bestehende Partnerschaften zu pflegen und neue Impulse mitzunehmen. Es freut uns besonders, dass wir unser ganzheitliches Bosch Power Tools Portfolio von PRO bis DIY in allen Produktsegmenten zeigen und Innovationen - wie unsere neue Leistungsklasse Expert - live erlebbar machen konnten. Wir blicken auf erfolgreiche Tage in Köln zurück und freuen uns, die Zukunft der Branche mitzugestalten.“
EISENaward 2026
Der EISENaward in Kooperation mit dem Zentralverband Hartwarenhandel e. V. (ZHH) wurde bereits zum achten Mal zu Beginn der Messe auf der Bühne des EISENforums verliehen wurde. 63 Einreichungen aus 15 Ländern unterstrichen die internationale Relevanz des Wettbewerbs. Eine Jury aus Handwerk, Forschung, Design, Presse, Multiplikatoren und Handel zeichnete die drei Produktinnovationen aus.
1) Mit dem Siegerprodukt ‚Crimp Counter‘ präsentierte Weidmüller eine smarte Lösung zur Erfassung und Dokumentation von Crimpvorgängen. Das System ermöglicht eine präzise Planung von Wartungsintervallen und trägt damit zur Qualitätssicherung sowie zur Verlängerung der Werkzeuglebensdauer im professionellen Einsatz bei.
2) Die ‚ECOSAW‘ vom G-Man ist ein vollständig recycelbares Handsägesystem mit patentierter Klingenwechseltechnologie. Der leichte, langlebige Griff, vier austauschbare Standardklingen sowie eine zu 100 Prozent recycelbare Konstruktion inklusive Verpackung verbinden Funktionalität mit konsequenter Nachhaltigkeit.
3) Mit dem ‚ABUS Everox One 61/55 G3‘ wurde ein intelligentes Vorhängeschloss von August Bremicker Söhne ausgezeichnet, das per Bluetooth über die ABUS One App gesteuert wird. Zertifiziert nach EN16864 Grade 3 (G3) und SSF Class 2 bietet es hohe Sicherheit, flexible Einsatzmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich sowie digitale Zugriffskontrolle.
Mit dem neuen EISENworkshop wurde das Messekonzept um ein anwendungsorientiertes Praxisformat erweitert. Internationale Creator aus unterschiedlichen Handwerksbereichen demonstrierten anhand vielfältiger Projekte live den Einsatz moderner Werkzeuge und Technologien. Die realitätsnahen Anwendungen und die direkte Einbindung des Publikums stießen bei professionellen Endanwenderinnen und -anwendern auf große Resonanz.
In Köln dabei: Zulieferer mit internationalem Fokus wie die Firma Rhodius, die ca. 70% ihrer Werkzeuge exportiert.
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