Initiative: productsforbim

Andreas Vehreschild von dormakaba

„BIM ändert nichts an der Verantwortung Ausführender"

Andreas Vehreschild verantwortet bei dormakaba D-A-CH das Thema BIM. Die Redaktion metallbau hat ihn gefragt, welche Konsequenzen BIM für ausführende Betriebe im Segment Türtechnik hat.

metallbau: BIM und die ausführenden Betriebe ist meines Wissens nach ein wenig besprochenes Thema!

Andreas Vehreschild: Richtig, in unserer Herstellerinitiative BIM geht es deshalb darum, das Thema gesamtheitlich zu betrachten Es werden sowohl die Bedürfnisse von Planern als auch von ausführenden Betrieben zu BIM gefragt. Wenn wir die BIM Daten unserer Produkte auf die der anderen Hersteller abstimmen, wird am Ende das BIM-Modell umso vollständiger.

metallbau: Was hat es denn mit der Herstellerinitiative auf sich?

Vehreschild: productsforbim nennt sich diese Initiative. Ins Leben gerufen wurde sie nach der BAU 2017 und bislang gehören ihr mit uns die Unternehmen Hilti, Hörmann, Jansen, Schüco, Xella, knauf und forbo an. Wir sind gerade dabei uns eine rechtliche Form zu geben und haben uns dem Bundesverband Bausysteme als Dachverband angegliedert. Ziel der Initiative ist es, das Thema BIM aus Herstellersicht praxistauglich zu machen.

metallbau: Ist denn die Initiative offen für weitere Mitglieder?

Vehreschild: Natürlich, wir freuen uns, wenn sich weitere Hersteller dazu gesellen. Informationen dazu erhält man auf der Seite productsforbim.com

metallbau: Ausführende Betriebe arbeiten derzeit eher weniger mit BIM - wenn, dann liefern sie meist nur Daten in einem BIM kompatiblem Format, welche Vorteile hat denn die Arbeitsweise für die Handwerker?

Vehreschild: Arbeiten Handwerker mit BIM, erhalten sie mehr Planungs- und Terminsicherheit. Die eingesetzten Komponenten passen gewiss zusammen, die Arbeitsabläufe sind effizienter. Weil er das gesamte Modell vom Gebäude sieht, passieren weniger Fehler – auch dem Handwerker.

metallbau: Wird künftig die Werksplanung in BIM stattfinden?

Vehreschild: BIM wird zukünftig über alle Leistungs- bzw. Planungsphasen hinweg Anwendung finden, dementsprechend auch in der Werksplanung.


metallbau: Mancher Metallbauer fürchtet, dass ihm mit BIM weniger Gestaltungsfreiheit bleibt?

Vehreschild: Diese Befürchtungen treffen meiner Ansicht nach nicht zu. Der Planer setzt beispielsweise eine Schiebetüre ins BIM-Modell und vergibt Attribute wie F30, seine Arbeit in BIM ist produktneutral. Die Produkte kann wie bisher der Verarbeiter definieren, aber natürlich könnte dies auch der Planer leisten. Aufklärung und Sensibilisierung ist notwendig, dies war auch Sinn und Zweck meines Vortrags über BIM beim Fachpartnerkongress 2018.

www.productsforbim.de

In der Aprilausgabe (6.04. 2018) berichten wir vom zweiten dormakaba Fachpartnerkongreß in Unterschleißheim.

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