Gretsch-Unitas

Drehtürantrieb mit zwei Federpaketen

Feuer- und Rauchschutztüren müssen im Brandfall sicher schließen. Aber auch bei Innen- und Außentüren oder Türen in der Fassade ist automatisches Schließen erwünscht. Eine geschlossene oder schwer zu öffnende Tür ist allerdings ein Hindernis und nicht barrierefrei. Der komfortable Zugang via Drehtürantrieb erfolgt per Radarbewegungsmelder, Taster oder über ein Zutrittskontrollsystem. Für Eingangstüren in der Fassade empfiehlt sich die Kombination mit einer Mehrfachverriegelung und dem motorischen Treibriegelschloss. So lassen sich Barrierefreiheit, Einbruchschutz und Fluchtwegsicherheit umsetzen.

Schwierige bauliche Rahmenbedingungen führen dazu, dass Türen durch Drehtürantriebe oder Türschließer nicht zuverlässig geschlossen werden können. Dazu zählen Durchzug, Wind, Überdruck in Schleusen oder die Notwendigkeit, den mechanischen Widerstand von Dichtungen oder Mehrfachverriegelungen zu überwinden. Besonders deutlich wird diese Herausforderung kurz bevor die Tür ins Schloss fallen soll. Dann nämlich ist die Kraft der Schließfeder, die bei typischen Drehtürantrieben über den ganzen Schließvorgang hinweg wirkt, am schwächsten. Aus diesem Grund hat GU im Drehtürantrieb DTN 80 nicht nur ein, sondern gleich zwei Federpakete eingebaut. Das zweite wirkt, gesteuert von einer Kurvenscheibe, erst kurz vor der Schließlage der Tür – also genau dann, wenn die höhere Schließkraft gebraucht wird. Denn durch die beiden Federpakete erfolgt eine exakte Einstellung der Schließkraft entsprechend den baulichen Gegebenheiten. Statt des abrupten Endschlages sorgt das zweite Federpaket für einen genau dosierten, mechanischen Schließimpuls. Auch breite Feuer- und Rauchschutztüren bis zu einer Schließergröße EN 7 werden dadurch im stromlosen Zustand sicher geschlossen.

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