Anwenderbericht

HiCAD − für Metall- & Stahlbau

Kreativer mit Tools für Freiformflächen

„Geometrisch komplexe Bauvorhaben erfordern bei der Planung eine CAD-Software, die für alle angrenzenden Bereiche die nötigen Werkzeuge zur Verfügung stellt“, so Günther Mayerhofer. Er ist Geschäftsführer und Konstruktionsleiter von Tesign, ein Planungsbüro in Stoob in Oberösterreich. Mayerhofer führt die technische Planung von Projekten aus, die auf der ganzen Welt imponieren. Zu den Referenzen gehören architektonische Highlights, wie z.B. das Etihad Museum in Dubai.

Auf der Suche nach einer Planungssoftware, mit der sämtliche Gebäudehüllen wie z.B. Pfostenriegelfassaden, Blechfassaden, Paneelwände, Schlosserkonstruktionen und Stahlbauten realisiert werden können, ließ sich Günther Mayerhofer 2015 − im Rahmen einer Vor-Ort-Demo − von HiCAD und der ISD Group überzeugen. Die Module Stahlbau Suite Premium und Metallbau Suite Premium mit den zusätzlichen Tools für Freiformflächen und Profilverlegung befinden sich seitdem im regulären Einsatz des Planungsbüros.

Projekt „Wiener Bildungscampus“

Der Gebäudekomplex des Wiener Bildungscampus Berresgasse lädt 1.100 Schüler hinter trendiger Lärchenholz-Fassade, in mehrfach geknickten Bildungsbereichen, zum Lernen ein. „Für den Erdgeschoss-Sockel wurden 1.000 m² Glasfaserbeton-Platten verwendet“, so der Geschäftsführer. „Darauf fußen drei Geschosse mit jeweils vier radial angeordneten Bildungsbereichen.“ Auf die Frage, warum ausgerechnet HiCAD hier wie dort zur Konstruktion eingesetzt wird, antwortet der Österreicher: „Weil uns durch fertigungsorientierte Bemaßung, individuelle Beschriftung und detaillierte Zuschnitte die Modellierung erleichtert wird − egal, ob Holz, Glas oder andere Materialien verwendet werden.“ Als weiteres Plus verweist er auf den Treppen- und Geländerkonfigurator in der HiCAD Stahlbau Suite, der individuelle 2D/3D-Konstruktionen und eine schnellere Detaillierung des Tragwerks in der Planungsphase ermöglicht.

„Die bidirektionale Schnittstelle zu LogiKal® aus der HiCAD Metallbau Suite ermöglichte uns dabei den vollen Zugriff auf Bibliotheken mit Spezialprofilen für Fassaden, Lichtdächer, Fenster und Türen. Außerdem den Zugriff auf mehrere tausend Normteile und Standardprofile zur Integration diverser Verbindungselemente“, so der Ingenieur. „LogiKal® übernimmt quasi die statische Vorbemessung und konfrontiert uns mit Fragen − ob z.B. die gewählten Profile für die am Standort auftretenden Lasten ausreichen, oder ob Glaseinsätze durch mögliche Turbulenzen, Temperaturunterschiede etc. den auf sie einwirkenden Lasten standhalten. Kurzum: Die Kopplung mit HiCAD ermöglicht uns eine bessere wirtschaftliche Dimensionierung der Bauteile.“

Projekt mit Freiformflächen

Der Anspruch an ein modernes Design wächst. Viele moderne Fassaden weisen beliebig gekrümmte Flächen auf, die sich schwer in eine bestimmte Form pressen oder analytisch klar beschreiben lassen. Das geschwungene Dach des Etihad-Museums in Dubai zum Beispiel, aber auch das jüngst abgeschlossene Projekt „Wohnen am Schweizer Garten“ in Wien mit der vorgelagerten, unregelmäßigen Rasterstruktur der Balkonbrüstungen. „Dank des HiCAD-Moduls für Freiformflächen konnten wir dieser anspruchsvollen Aufgabe gerecht werden“, so Günther Mayerhofer.

Fassadenträume auf Knopfdruck

Stücklisten auf Knopfdruck, Änderungen per Mausklick − wobei gleichartige Änderungen an verschiedenen Objekten in nur einem Bearbeitungsschritt durchgeführt werden können − sind weitere Stärken von HiCAD, auf die Günther Mayerhofer besonderen Wert legt. „Für komplexe Gebäudehüllen, im klassischen Stahlbau und bei Schlosserkonstruktionen, ist die automatisierte

Werkzeichnungsgenerierung und Stücklistenerstellung sehr hilfreich“, bestätigt er. „Alles muss doch heute schnell gehen. Dazu zähle ich auch die zügige Übergabe von Informationen an den Einkauf oder an die Fertigung in Standardformaten wie DXF, DWG oder STEP.  Das reibungslose Zusammenspiel von Planung und Konstruktion birgt ein riesiges Potenzial zur Produktivitätssteigerung.“ Im Bereich BIM warte die TESIGN GmbH auf eine endgültige Einführung − „zumindest bei öffentlichen Projekten“, so der Geschäftsführer. „Das ISD-BIM-Konzept wird uns beizeiten Abhilfe schaffen.“

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Ihre bisher gesetzten Ziele im Rahmen geometrisch anspruchsvoller Fassadenkonstruktionen hat die  TESIGN GmbH bisher mit HiCAD erreicht. „Die Einführung ist problemlos vonstattengegangen“, so Günther Mayerhofer.  „Nicht grundlos werden in unserem Unternehmen kontinuierlich weitere Techniker auf der Basis von HiCAD ausgebildet. Dank der hilfreichen Schulungsmaßnahmen konnten unsere Konstrukteure, die bisher mit Autocad 2D gearbeitet hatten und daraus zum Teil noch die Fertigungsunterlagen generieren, die Konstruktionspraxis mit HiCAD zügig adaptieren.“

Neben dem Produkt trägt selbstverständlich auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der ISD zur Zufriedenheit des Österreichers bei. „Natürlich empfehle ich HiCAD weiter – der große Output an Produktionsunterlagen und die Kompatibilität mit diversen AV-Programmen sind ein großer Vorteil für alle Unternehmen in unserer Branche“.

www.tesign.at

www.isdgroup.com

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