Sonnenschutz erleben

Warema gestaltet Showroom als Erlebnis

Im lichten Sun Forum in Wertheim-Bettingen zeigt Warema Produkte in typischer Alltagsarchitektur: in Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Büro und auf der Terrasse. Der weitläufige Ausstellungsraum hat einen Innenhof sowie eine Freifläche zur Präsentation von Sonnenschirmen, -segeln und Terrassendächern.

Statt auf direkten Vertrieb setzt Warema in Wertheim-Bettingen auf Beratung und Erlebnis. Das neue Showroom-Konzept geht auf: Bei der Bilanz nach einem Jahr zeigt sich, dass die Erwartungen weit übertroffen wurden: „Über 5.000 Endkunden haben unsere Erlebniswelt bislang besucht und unsere Berater haben über 1.300 qualifizierte Fachgespräche führen können“, berichtete die Vorstandsvorsitzende Angelique Renkhoff-Mücke. Auch Fachpartner nehmen die Gelegenheit wahr, den Showroom gemeinsam mit ihren Kunden zu nutzen, oder sie überlassen in Absprache den Warema-Beratern die Kundenbetreuung.

Der pandemiebedingte Rückzug in ein wohliges Zuhause beziehungsweise die stärkere Nutzung der Außengastronomie und die Förderung von Sonnenschutz im Rahmen der Maßnahmen für den Klimaschutz haben das Marktsegment aufgewertet, die Nachfrage steigt. (siehe Seite 35 Fördermaßnahmen für Sonnenschutz). „Unsere Berater sind beim Ausfüllen der Förderanträge behilflich“, informierte Christian Steinberg, Vorstand Global Market.

Marktpotenzial Smart Home

Die aktuellen Lieferprobleme bereiten auch Warema Schwierigkeiten, insbesondere der Einkauf von Halbleitern gestaltete sich Ende September noch schwierig. „Die Beschaffung über sogenannte Broker führten zu enormen Teuerungsraten“, erklärte Bernd Riedmann, der Leiter des Bereichs Smart Building Solutions. „Uns bleibt nur, die Lager bestmöglich zu füllen, sodass die Bedeutung der Broker als Verkaufsvermittler wieder sinkt.“ Wohl dem Unternehmen, das über Lagerflächen verfügt.

Riedmann hob in seinem Vortrag das Marktpotenzial für das Segment Smart Home hervor: „Insbesondere der Markt Nachrüstung für motorisierten Sonnenschutz ist nicht ausgeschöpft.“ Mit Steuerungen wie beispielsweise Climatronic kann in Ein- und Mehrfamilienhäuser ein komfortables Sonnenlichtmanagement umgesetzt werden. So gehört es inzwischen zum digitalen Standard, dass Lamellen nach Tageszeit, Wetterlage und Sonnenstand geführt werden. Damit sich der Sonnenschutz mit Licht, Heizung, Haushaltsgeräte uvm. vernetzen lässt und Nutzer alle Geräte von einer App aus bedienen können, hat sich Warema der herstellerübergreifenden modularen Smart-Home-Zentrale Homee angeschlossen.

Tageslicht ist gesund

Über wesentliche Aspekte zum Sonnenlichtmanagement referierte Ulrich Lang, Business Development Architekten. „Eine gelungene Gebäudeplanung setzt so viel Tageslicht wie möglich voraus“, stellte er fest. Häuser sollten prinzipiell möglichst viele Stunden Besonnungsdauer erreichen, die sich durch einen leistungsfähigen Sonnenschutz bei Bedarf begrenzen lässt.

Tageslicht unterstützt schwierige Sehaufgaben und bietet die höchste Farbwiedergabe. Neueste Studien belegen, dass genügend Tageslicht Augenerkrankungen verhindern kann. Darüber hinaus unterdrückt der Blauanteil beispielsweise die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, macht wach und erhöht die Konzentration. Das blaue Licht taktet die innere Uhr und sorgt für einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus mit erholsamem Schlaf und energiereichen Tagen. Auch die UV-Strahlung der Sonne hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen. Durch das Sonnenlicht wird die Bildung von Vitamin D im Körper angeregt. Nicht zuletzt lässt sich durch die Nutzung von Tageslicht der Energieverbrauch und somit der CO2-Ausstoß senken, da weniger Kunstlicht benötigt wird. „In der Norm DIN EN 17037 werden drei Stufen der Tageslichtversorgung unterschieden – von gering bis hoch. Aus meiner Sicht sollte generell die Stufe ‚hoch‘ angestrebt werden, sofern das baulich möglich ist. Dafür empfehlen sich neutrale Verglasungen, die annähernd das vollständige Sonnenspektrum durchlassen. Denn was nützt ein hoher Tageslichtquotient, wenn bestimmte Wellenlängenbereiche fehlen?“, so Lang. Das wiederum setzt einen funktionalen und flexiblen Sonnenschutz voraus, mit dem sich Blendung und Überhitzung vermeiden lassen. Viele Vorteile sieht der Experte bei modernen Raffstoren mit smarter Steuerung. Sie lassen immer die richtige Menge an Tageslicht ins Innere, sodass sich die Nutzer der Räume bei einem angenehmen Klima und optimaler Beleuchtung rundum wohlfühlen.

Optimaler Blendschutz lässt sich mit der Lichttransmission variieren. Hierfür eignen sich zum Beispiel Raffstoren und Jalousien. So kann der Nutzer selbst entscheiden, welche Helligkeit für ihn in der jeweiligen Situation ideal ist. Intelligent gesteuerte Raffstore- und Jalousiesysteme stellen den Lamellenwinkel automatisch so ein, dass keine Blendung auftritt, aber noch genügend Tageslicht einfällt, ohne dass sich der Raum aufheizt. Für hochwertige Bürobauten wird die Lamellenführung je nach Himmelsrichtung des Fensters, jahreszeitlich bedingtem Sonnenstand, Messungen diverser Sensoren und Anordnung des Arbeitsplatzes minutiös mithilfe von Simulationen errechnet und die Steuerung entsprechend programmiert.

Fortsetzung online

Je höher die Besonnungsdauer, desto größer ist die mögliche Energieeinsparung. Automatisierte Sonnenschutzsysteme können den Heizwärmebedarf sowie die Kühllasten nachhaltig senken. Dafür wird im Winter die Wärmestrahlung der Sonne tagsüber in die Räume gelassen. Nachts dient der Sonnenschutz als zusätzliche Wärmedämmung. Im Sommer verhindert der Sonnenschutz während des Tages das Aufheizen der Räume und erlaubt in der Nacht das Öffnen der Fenster zur Lüftung dank Sichtschutz durch die außenliegende Verschattung. Entscheidenden Anteil an der optimalen Nutzung der Sonnenenergie haben automatisierte Steuerungssysteme wie ein offenes Bussystem oder ein Funksystem. Sie reagieren deutlich schneller auf sich verändernde Temperaturen im Raum, ehe der menschliche Körper diese überhaupt wahrnimmt.

Alltagshelfer für Monteure

Mit der Anzeichenschablone, die für die Blendenbügelmontage konzipiert ist, werden Anzeichnen und Bohren zu einer routinierten Angelegenheit ohne Messfehler. Dank integrierter Wasserwaage sind die Ergebnisse zuverlässig. Mit der Bohrschablone lässt sich das Fenster schnell, sicher und exakt für die Montage der Führungsschienenhalter vorbereiten. Sie eignet sich für alle gängigen Abstandshalter. Ein Fahrtrichtungsanzeiger ermöglicht eine schnelle Überprüfung, ob die Auf- und Abfahrbefehle richtig am bauseitigem Elektroanschluss der Sonnenschutzantriebe ankommen. Dank eines integrierten STAS-3-Steckers lässt sich der Fahrtrichtungsanzeiger direkt an die Motorversorgungsleitung anschließen. An zwei LEDs wird angezeigt, ob die Verdrahtung korrekt ist. Das Programmierkabel smart in Verbindung mit der speziellen Smartphone App erleichtert spürbar die Arbeit bei der Inbetriebnahme des motorisierten Sonnenschutzes. Mit dem innovativen Werkzeug lassen sich Antriebsendlagen im Handumdrehen einstellen. Mit der Bohrlehre lassen sich die Bohrungen für Stockschrauben an einer Pfosten-Riegel-Fassade oder einem Wintergarten präzise positionieren. So sind die optimalen Voraussetzungen zur Befestigung von Markisen oder Raffstoren geschaffen. Möglich ist die leichte und sichere Montage von Abstandshaltern mit einem Lochabstand von 70 mm, 90 mm und 160 mm.

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