Adina Apartment Hotel Hamburg

Fassadensystem Schüco FWS 60 CV umgesetzt

Mit dem Gebäudeensemble „Hamburg Heights“ wird die „Spiegelinsel“ zum modernen Büro- und Wohnquartier nachverdichtet. Nach den Sanierungen des alten Spiegel-Verlagshauses und des ehemaligen IBM-Hochhauses wurde das Adina Apartment Hotel Hamburg Speicherstadt fertiggestellt. Der Neubauriegel integriert auf acht Ebenen 202 Zimmer im Vier-Sterne-Standard. Die Außenhülle wurde mit der Schüco Fassade FWS 60 CV umgesetzt.

Das Adina Apartment Hotel wurde im Dezember 2017 eröffnet, als 100 Meter langer straßenbegleitender Riegel schließt es das Quartier in Richtung Norden zur Willy-Brandt-Straße ab. Auf acht Ebenen finden sich in diesem Hotel 202 individuell gestaltete Studios und Apartments ebenso wie vielfältig nutzbare Veranstaltungsräume, ein Restaurant und ein Schwimmbad. Nach außen wird der Neubau durch seine großflächig verglaste, lediglich durch die Geschossdecken unterbrochene Rasterfassade geprägt, die mit ihrer strengen Symmetrie das Gestaltungskonzept der beiden Hochhäuser aufgreift. Im Zusammenspiel von Alt und Neu ist so ein homogener architektonischer Gesamteindruck entstanden.

Um eine möglichst frühe Fertigstellung des Hotelbaus zu ermöglichen und gleichzeitig eine reibungsfreie Logistik für die weiteren Bautätigkeiten auf der Spiegel-Insel sicherzustellen, war der Rohbau mit Hilfe einer intelligenten Verbindung von Fertigteil-, Halbfertigteil- und Ortbetonbauweise in einer Rekordzeit von 15 Tagen pro Geschoss errichtet worden. Nach Abschluss der Rohbauarbeiten konnte im nächsten Schritt die Fassade umgesetzt werden. Um die Anforderungen an hohen Schallschutz und optimale Wärmedämmung zu erfüllen und eine harmonische Ansicht zu erhalten, die trotzdem den Einbau von Fensterflügeln zuließ, kam das neu entwickelte Schüco Fassadensystem FWS 60 CV zum Einsatz, das auch bei den anderen beiden Neubauten vor Ort verwendet wurde: „Eine Besonderheit des Systems ist, dass die Festfelder und die Öffnungselemente mit einer Ansichtsbreite von nur 60 Millimetern von außen nicht zu unterscheiden sind“, erklärt Michael Spranger, Key Account Manager bei Schüco. „Und auf der bündig geschlossenen Innenseite sind die Fensterflügel nur durch eine filigrane Schattenfuge und den Fenstergriff erkennbar.“

Um einen schnellen und kostengünstigen Baufortschritt zu ermöglichen, wurde das System von teilelementierten, in eine Stahlzarge eingearbeiteten Fensterbändern mit zwei, drei, vier oder fünf Achsen ausgeführt: „Ausgehend von einem Achsmaß von 1.300 x 2.200 Millimeter ergaben sich somit Elemente mit einer Baulänge von bis zu 6.500 Millimeter“, berichtet Norbert Heesen, Geschäftsführer von Heidersberger Fassadenbau in Greven. „Auf der Baustelle wurden die bis zu 1.000 Kilogramm schweren Elemente mit Hilfe eines Krans auf eine am Baukörper befestigte, dreidimensional ausrichtbare Unterkonstruktion aus Stahl eingehangen.“ Je nach gewünschter Transparenz und Möglichkeit zur Belüftung kamen dabei Elemente mit opaken und transparenten Festfeldern sowie mit Kippflügeln zum Einsatz. Sämtliche Elemente wurden mit einer 3-fach-Verglasung ausgeführt, lediglich bei den Flügeln wurden spezielle Sonderprofile für eine 2-fach-Verglasung integriert, um eine optimale Bedienbarkeit der Flügel zu erreichen. In Teilbereichen wurde für eine optimierte natürliche Belüftung das Parallel-Ausstellfenster Schüco AWS 114 verbaut, das sich optisch nahtlos in die Fassadenoptik einfügt.

Eine abweichende Gestaltung zeigt das erhöhte Sockelgeschoss des Hotelbaus. Hier wurde die Pfosten-Riegelkonstruktion FWS 60.HI mit 1.300 x 3.400 Millimeter großen, dreifach verglasten Elementen umgesetzt. Als Fenster wurden Einsatzelemente aus der Serie AWS 90.SI+ integriert, daneben wurden ein- sowie zweiflügelige Türen aus der Serie ADS 90.SI verwendet. Eine Besonderheit sind die im Kopfpunkt der Konstruktion verdeckt eingebauten ZIP-Markisen, die eine windfeste Führung im innovativen Reißverschlussverfahren ermöglichen. Trotz hochwertiger Technik wurde so ein homogenes Fassadenbild ohne störende Details erreicht, das sich nahtlos in die Gesamtarchitektur des Standortes einfügt. red

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