Leichte Erholung im Metallbau
Eine Hoffnung auf eine Trendwende gibt es nicht 02.11.2026 |„Die Konjunkturumfrage unter unseren Mitgliedern zum Ende des dritten Quartals zeigt derzeit eher ein Verharren als eine Trendwende", so Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW. „Das mag auf den ersten Blick nach Stabilität klingen. Für die Unternehmen bedeutet es aber: Die Belastungen bleiben bestehen. Deshalb darf sich die Politik mit dem erreichten Zustand nicht zufriedengeben. Entscheidend ist, jetzt die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass aus dem Verharren wieder Bewegung und aus Bewegung wieder Wachstum werden kann.“
Der Auftragsbestand im Metallhandwerk zeigt zum 30. September 2026 eine Verschiebung hin zu längeren Laufzeiten. Während zum Jahresbeginn 2025 noch 31,3 Prozent der Betriebe Aufträge für höchstens einen Monat meldeten, sind es aktuell 23,7 Prozent. Der Anteil mit Aufträgen für bis zu zwei Monate liegt bei 33,0 Prozent, gegenüber 28,3 Prozent Anfang 2025. Besonders deutlich steigt der Anteil bei bis zu drei Monaten von 20,2 auf 26,8 Prozent.
Quelle: Fachverband Metall NW
Quelle: Fachverband Metall NW
Die wirtschaftliche Lage im Metallhandwerk hat sich gegenüber März 2026 deutlich verbessert. Zum 30. September bewerten 21,6 Prozent der Betriebe ihre Situation als gut, gegenüber 17,2 Prozent im März. Der Anteil mit befriedigender Lage steigt von 31,0 auf 34,0 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Betriebe mit mangelhafter Bewertung deutlich von 24,1 auf 12,4 Prozent. Weitere 29,9 Prozent beurteilen ihre Lage als ausreichend. Insgesamt zeigt sich damit eine spürbare Entspannung gegenüber dem Frühjahr.
Die wirtschaftlichen Erwartungen im Metallhandwerk bleiben verhalten, haben sich gegenüber März 2026 jedoch stabilisiert. Zum 30. September rechnen 48,5 Prozent der Betriebe mit keiner Veränderung, gegenüber 34,5 Prozent im März. Eine Verbesserung erwarten nur noch 9,3 Prozent nach zuvor 20,7 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Betriebe, die eine Verschlechterung befürchten, von 44,8 auf 42,3 Prozent. Damit überwiegen weiterhin die pessimistischen Einschätzungen, während die Hoffnung auf eine Erholung nachlässt.
