Erweiterungsbau für Schirmer Maschinen
Maschinenbauer investiert in neuen Hauptsitz in Verl 02.11.2026 |Ende Oktober 2026 ist der Bau mit der bislang größten Investition der Firma Schirmer Maschinen aus Verl gestartet. Vertreter der lokalen Politik und Verwaltung und der Familie Beckhoff sowie Verantwortliche vom Bauherren Schirmer und vom Generalunternehmer Goldbeck trafen sich zum ersten Spatenstich. Das Unternehmen baut grenzüberscheitend zwischen den beiden Kommunen Verl und Rietberg. Auf dem Gelände des Stammsitzes an der Stahlstraße entsteht mit neuen Verwaltungs- und Produktionsgebäuden ein modernes und größeres Werk, mit dem der Maschinenbauer alle seine Unternehmensbereiche an einem Standort zusammenführt.
Zwischen 2019 und 2024 hatte sich der Umsatz des 1979 gegründeten und international agierenden Maschinenbauers auf 80 Mio. Euro verdoppelt. Im gleichen Zeitraum wuchs die Anzahl der Mitarbeiter überdurchschnittlich; der Anteil des Fachkräftenachwuchses verdreifachte sich auf aktuell 24 Auszubildende. 2025 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern und einem 70-köpfigen, exklusiv für Schirmer arbeitenden Team von Beckhoff Automation einen Umsatz von knapp 90 Mio. Euro. In diesem Jahr erwartet Schirmer weiteres Wachstum. Schirmer-Geschäftsführer Ludger Martinschledde schätzt das künftige Umsatzpotenzial auf 150 Mio. Euro.
Um das aktuelle und künftig erwartete Wachstum abzuleisten, investiert Schirmer in ein neues, größeres und modernes Werk und die dafür notwendige Betriebsausstattung und bekennt sich klar zum Standort Ostwestfalen. Das Unternehmen sieht sich als Technologieführer im Premiumsegment der hoch automatisierten Profilbearbeitung und als Lösungsanbieter. Dazu konfiguriert Schirmer aus einem Baukasten weitestgehend standardisierter Prozessmodule auf kundenindividuelle Produkt- und Produktionsanforderungen abgestimmte Maschinenkonzepte für die Bearbeitung von PVC-, Aluminium- und Stahlprofilen in verschiedenen Branchen.
2016 mündete die seit 1980 bestehende enge Kooperation mit Beckhoff Automation in eine Integration in die Unternehmensgruppe. Seither kommt neueste Beckhoff-Steuerungstechnologie schnell und konsequent zum Einsatz. So hat Schirmer zum Beispiel 2026 damit begonnen, alle seine Bearbeitungszentren mit dem neuen modularen und steckbaren schaltschranklosen Steuerungskonzept „MX-Automation“ von Beckhoff auszustatten.
Die neue Produktion, für die nun der Spatenstich erfolgt ist, soll im Herbst 2027 fertiggestellt sein. Sie wird auf 28.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche Fertigung, Vormontage, Endmontage und Inbetriebnahme umfassen. 2028 folgt dann die Fertigstellung des Verwaltungsgebäudes mit ca. 4.200 Quadratmetern Bürofläche. Hier ziehen u.a. Konstruktion und Entwicklung von Schirmer ein sowie einige Bereiche von Beckhoff Automation.
v.l.: Toralf Evert, Projektleiter Goldbeck, Thorsten Hochhard, Geschäftsführer Goldbeck Nord, Ludger Martinschledde, Geschäftsführer Schirmer Maschinen, Hans Beckhoff, Gründer, Geschäftsführer und Gesellschafter Beckhoff Automation und sein Sohn Johannes Beckhoff, Andreas Sunder, Bürgermeister Stadt Rietberg, und Robin Rieksneuwöhner, Bürgermeister Stadt Verl.
Foto: Schirmer
