Korrosionsschutz für Zugspitzbahn

Höherfeste Verbindungen mit HTV veredelbar

Die Seilbahn zur Zugspitze ging im Dezember 2017 in Betrieb. Auch in Sachen Korrosionsschutz stellte das Projekt spezielle Anforderungen. Zugunsten einer 0-Fehler-Strategie arbeitete Coatinc PreGa in Kreuztal, eine Tochtergesellschaft von The Coatinc Company Holding (TCC), mit der Firma Hilberer und dem Seilbahnbauer Doppelmayr zusammen.

In dreifacher Hinsicht handelt es sich bei dem Neubau um ein Rekordprojekt: Die Stahlbaustütze für Pendelbahnen erreicht 127 Meter Höhe, der Gesamthöhenunterschied in einer Sektion liegt bei 1.945 Metern, das Spannfeld des aus mehrfachen Stahldrähten gefertigten Seils umfasst 3.213 Meter – die weltweit höchsten und längsten Maße für eine Pendelbahn.

„Für den Korrosionsschutz der Gewindeverankerungen musste ein eigenes Verfahren entwickelt werden. Es galt, den Festigkeitsverlust bei höchsten Korrosionsschutzansprüchen zu minimieren. Gemeinsam mit dem Auftraggeber Hilberer und dem Endkunden Doppelmayr wurde eine Versuchsreihe gestartet“, so Tobias Wesselow, Geschäftsführer der Coatinc PreGa. „Am Ende stand ein hochtemperaturverzinkter Befestigungsanker für eine höchstfeste Verbindung – und das Ganze auch noch mit einem Feingewinde.“ Das Projekt an der Zugspitze zeigt, dass auch höherfeste und hochfeste Verbindungen mit der Hochtemperaturverzinkung (HTV) veredelbar sind. Seitdem läuft die HTV für die Gewindeverankerung in Serie.

Am Gipfel der Zugspitze haben Arbeiter stellenweise bei Minusgraden, Schnee, Regen und Wind gearbeitet. Fehlerhafte Bauteile können unter solchen Bedingungen nicht nachgearbeitet werden, da muss alles passen!



x

Thematisch passende Artikel:

Nachhaltigkeitsbericht von Wurst Stahlbau

Sozialromatik im Stahlbau?

Wurst Stahlbau in Bersenbrück legt einen ersten Nachhaltigkeitbericht vor - gewiss ein sehr seltenes Exemplar unter der ausführenden Zunft im Stahlbau. Auf 40 Seiten bezieht der Betrieb, der ca. 200...

mehr