Wandergesellen
Metallbauer auf der WalzSie ziehen ganz ohne Geld los und kommen mit einem großen Schatz zurück:
Mit viel Fachwissen und Lebenserfahrung, die meist ihren weiteren beruflichen wie auch privaten Weg prägen. Vier Metallbauer haben uns von ihren Erlebnissen erzählt. Fachautorin Susanne Frank berichtet von ihren Begegnungen mit den „Fremden“. Baldur Till Wiegandt ist erst am 22. März losgezogen, unser Titelbild zeigt eine Momentaufnahme seiner sogenannten „Ausschreibung“ aus der Heimat. Um das Dorf, wo er zuhause ist, ist für die Zeit der Wanderschaft – die nächsten drei Jahre und einen Tag – eine Bannmeile gezogen.
Wandergesellen gewinnen auf ihren Reisen und durch ihre Mitarbeit bei Handwerksbetrieben in aller Herrenländer an Lebens- und Berufserfahrung: neues und teils altes Wissen über die Bearbeitung von Metall und ein Augenmaß für unklare Situationen, die eingeschätzt und gemeistert werden müssen. Beispielsweise, wenn man abends von einer Autobahnraststätte aus nicht mehr weiterkommt und sich eine Parkbank suchen muss, um eine etwas unbequeme Nacht zu verbringen. In so eine Situation ist Aaron Veit Nehrig am Anfang seiner Wanderschaft in der Nähe von Würzburg geraten. Der 25-Jährige sagt: „Einen...
