Messe

Über 20 Aussteller sagen Fensterbau ab

Täglich reihen sich neue Absagen hinzu

Bis zum Donnerstag, 19.3., haben folgende Aussteller der Branche die Fensterbau/Frontale abgesagt, die auf den 16-19. Juni verschoben wurde.

Swisspacer, Oknoplast Gruppe, Bohle, Becker-Antriebe, A+W, Siegenia Aubi, Hoppe, Soudal, Raico, Profine, Somfy, Alukon, Beck+Heun, Heroal, Veka;

Einige Auszüge aus den Pressemitteilungen:

Arnd Brinkmann
Foto: Gutmann

Arnd Brinkmann
Foto: Gutmann
Gutmann Geschäftsführer Arnd Brinkmann konstatiert: "Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Situation gibt es große Unsicherheit hinsichtlich der Reiseflexibilität all unserer Kunden und Geschäftspartner – international wie auch in Deutschland. Auf dieser Basis lässt sich eine so bedeutende Messe wie die Fensterbau/Frontale weder seriös planen noch durchführen. Zudem weiß niemand, wie lange diese Situation anhalten oder sich noch verschärfen wird. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und unserer Kunden hat oberste Priorität.Natürlich spielt auch die aus der Corona-Entwicklung resultierende Marktsituation eine Rolle. „Für die - notwendigerweise - verschobene Fensterbau im März hatten wir trotzdem hohe Fixkosten. Diese Beträge sind erstmal verloren und wir müssen deshalb die Konjunktur der nächsten Monate intensiv im Auge behalten, um beim Budget flexibel reagieren zu können“, so Brinkmann. Man habe das Jahr 2020 natürlich mit dem Fokus auf die Fensterbau im März geplant, diese Strategie ließe sich nicht einfach um drei Monate nach hinten verschieben, heißt es.

Rehau meldet: Sicherheit geht vor. „Für uns stehen die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitern, Kunden und Partnern an erster Stelle“, erläutert Carsten Heuer, Divisionsleiter Window Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung bei Rehau. „Unter Berücksichtigung der behördlichen Bewertung der aktuellen Situation zum Coronavirus und der noch nicht vorhersehbaren weiteren Entwicklung sagen wir die Teilnahme an der Fensterbau Frontale 2020 ab. Die wichtigste Aufgabe besteht momentan darin, das Risiko einer weiteren Verbreitung zu minimieren und dem folgen wir konsequent.“ Natürlich fällt auch diesem Aussteller die Absage nicht leicht. „Wir bedauern diesen Schritt, da die Frontale seit Jahrzehnten für uns eine sehr wichtige Veranstaltung zur persönlichen Präsentation unserer Innovationen und Neuheiten vor unseren Kunden, Partnern und Besuchern war. Allerdings sehen wir die Absage in der jetzigen Situation als alternativlos an“, unterstreicht Heuer. 

Schüco informiert: Als international tätiges Unternehmen verfolgt die Unternehmensgruppe derzeit tagesaktuell die besorgniserregende globale Verbreitung des Coronavirus. Bei allen Entscheidungen hat das Unternehmen stets seine Fürsorge- und Vorsorgepflicht im Blick, sowohl direkt gegenüber den eigenen Mitarbeitern als auch gegenüber seinen Partnern und Gästen weltweit. Ebenso will Schüco durch sein bewusstes Handeln aktiv einen Beitrag leisten, das Risiko einer weiteren Verbreitung des Virus zu minimieren.
 
Geleitet von den oben genannten Unternehmensgrundsätzen und der derzeitigen Informationslage zum Coronavirus hat Schüco am 12.3. seine Teilnahme an der Fensterbau/Frontale in Nürnberg abgesagt.
Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafter, erläutert: „Wir treffen diese Entscheidung schweren Herzens. Seit vielen Jahren ist die Branchenmesse in Nürnberg für uns ein wichtiger Ort, um unsere Partner und Besucher zu treffen und unsere Innovationen persönlich zu präsentieren. Noch wichtiger als das ist für uns jedoch jetzt, sämtliche Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen, um die Infektionskette des Coronavirus zu unterbrechen. Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt und Gesundheit sowie Wohlergehen haben oberste Priorität.“

Dr. Hahn informiert: „Die Fensterbau ist für uns eine bedeutende Plattform, um dem Markt neue Produkte erstmalig zu präsentieren“, erläutert Klaus Weiss, Leiter Marketing. „Unsere Planung ist so aufgestellt, dass wir unmittelbar nach der Messe mit der aktiven Besprechung der Produktneuheiten bei unseren Kunden beginnen. So ist es auch in diesem Jahr vorgesehen.“ In der Pressemeldung heißt es weiter: „Eine Verschiebung der Messe um 3 Monate kann nicht bedeuten, mit der Marktbearbeitung zu warten. Dieser Zeitverlust würde sich unmittelbar auf die Umsätze der neuen Produktgruppen auswirken und könne auch nicht mehr aufgeholt werden.“
Klaus Weiss
Foto: Dr. Hahn

Klaus Weiss
Foto: Dr. Hahn
„Wir gehen davon aus, dass zum neu geplanten Messezeitpunkt im Juni, die bedeutendsten Zielgruppen durch unsere Fachberater im Außendienst über die Neuheiten persönlich informiert wurden“, so Weiss. Wirtschaftlich betrachtet, ist man bei Dr. Hahn davon überzeugt, dass, ungeachtet der bereits geleisteten Zahlungen für verschiedene, nun nicht in Anspruch genommene Leistungen, der Aufwand den Nutzen deutlich übersteigt. „Kommt der Kunde nicht zum Messestand, werden wir den Messestand zum Kunden bringen.“

Gretsch-Unitas meldet: Angesichts der sich täglich ändernden und beschleunigenden Entwicklung kann nicht abgeschätzt werden, wie die Lage in drei Monaten sein wird. Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt derzeit Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen abzusagen. Wegen der zu erwartenden Folgen des Coronavirus hat sich die Geschäftsleitung der Unternehmensgruppe Gretsch-Unitas daher am 12. März dazu entschlossen, die diesjährige Messeteilnahme an der Fensterbau Frontale abzusagen.

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