Glaskongress 2026
175 Teilnehmer beim Treff in Kloster Haydau 05.05.2026 |Der Glaskongress 2026 Ende April im Kloster Haydau bestätigte sich als zentrales Branchentreffen von Bundesverband Flachglas und Gütegemeinschaft Flachglas. Im Fokus standen Austausch, klare Botschaften und die gemeinsame Ausrichtung auf die Zukunft. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz.
Zum Auftakt betonten Hans-Joachim Arnold und Jochen Grönegräs die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen und aktiver Zukunftsgestaltung. Inhaltlich reichte das Spektrum von Cyber-Sicherheit und KI-Risiken über Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft bis hin zu Baupolitik und Wettbewerbsfähigkeit.
Impulse zu Re-Use, Klimaneutralität und Marktbedingungen zeigten Chancen und Herausforderungen auf. Interaktive Formate förderten neue Perspektiven und ein gemeinsames Zukunftsbild unter dem Motto „Zukunft wird aus Mut gemacht“. Das Vortragsprogramm griff zentrale Themen der Branche auf – von Cyber-Sicherheit über Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft bis hin zu Baupolitik und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Ein prägender Impuls war der Vortrag zur „dunklen Seite der KI“, der eindrücklich verdeutlichte, wie real Cyberrisiken inzwischen sind – und mit welchen vergleichsweisen einfachen Maßnahmen sich Unternehmen wirksam schützen können.
Auch Fragen der Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft wurden adressiert. Dabei wurde unter anderem deutlich, welches Potenzial in Ansätzen wie dem Re-Use von Glas liegt – ebenso aber, welche technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine breitere Umsetzung noch erforderlich sind.
Prof. Dr. Winfried Heusler vom ift Rosenheim machte deutlich, dass Wettbewerbsfähigkeit und Klimaneutralität gemeinsam gedacht werden müssen. Ergänzend ordnete der Leiter der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle, Thomas Drinkuth, die aktuellen baupolitischen Rahmenbedingungen ein und zeigte auf, welche Entwicklungen für die Branche entscheidend sein werden.
Der BF-Nachhaltigkeitsaward würdigte Lösungen für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz. In der Kategorie Produktion wurden die Unternehmen Hegla und LiSEC Austria ausgezeichnet. Beide Entwicklungen zeigen beispielhaft, wie innovative Technologien zur Umsetzung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft beitragen – etwa durch die sortenreine Trennung von Isolierglas und die Rückführung wertvoller Materialien in den Produktionskreislauf. In der Kategorie Sonderkategorie wurden Technoform sowie Swisspacer (Saint-Gobain) ausgezeichnet. Die prämierten Lösungen verdeutlichen, wie auch einzelne Komponenten – wie Randabstandhalter – konsequent in Materialkreisläufe integriert und weiterentwickelt werden können und damit einen wichtigen Beitrag zum Netto-Null-Ziel leisten.
