Wohnungseinbrüche steigen erneut
Im Vergleich zu 2024 steigen Einbrüche um 5,7% 05.05.2026 |Im Jahr 2025 hat es gegenüber 2024 eine Zunahme an polizeilich registrierten Fällen von Wohnungseinbruchdiebstählen um 5,7% Prozent (+4.484 Fälle) gegeben. Damit ist die Zahl laut Polizeilicher Kriminalstatistik für das Jahr 2025 auf insgesamt 82.920 Fälle gestiegen. Trotz des er neuten Anstiegs liegt die Zahl weiterhin unter dem Niveau vom Jahr 2019 mit 87.145 Einbrüchen.
Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen zeigte sich hingegen erstmals seit dem Jahr 2021 wieder ein rückläufiger Trend. Die Zahl der Fälle ging um 3% auf rund 27.500 Fälle zurück. Im Jahr 2016 lag die Zahl noch bei mehr als 52.000 Fällen. NRW-Innenminister Herbert Reul erklärt dazu in einer Pressemitteilung: „Ein Drittel aller Straftaten sind Diebstähle und trotzdem gehen Einbruch und Stehlen zurück. Mehr Homeoffice, bessere Sicherungstechnik und gestiegene Aufmerksamkeit für die eigenen Wertsa chen machen es Tätern spürbar schwerer.“
BN: Polizeiliche Kriminalstatistik
Im sogenannten Deliktbereich Wohnungseinbruchdiebstahl ist zudem von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen. Laut Bundes Kriminalamt hat dies die bundesweite Dunkelfeldstudie SKiD 2024 ergeben. Demnach wurden lediglich 57% der Wohnungseinbruchsdiebstähle der Polizei gemeldet (davon 87% vollendete und 48% versuchte Delikte). Im Umkehrschluss kommen 43% der Einbruchsfälle nicht zur Anzeige. Generell ist das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung hoch, bezogen auf die Wohngegend hat es sich nachts gegenüber 2020 leicht erhöht (+2,0 Prozentpunkte auf 74%). Um sich besser vor Einbrüchen zu schützen, empfiehlt es sich entsprechende Schlösser und Beschläge in Fenster und Türen einbauen zu lassen. Diese Sicherheitstechnik stellen unter anderen die Mitglieder des Fachverbandes Schloss- und Be schlagindustrie (FVSB) her.
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