Konjunktur Metallbau NRW
Die Lage bleibt herausfordernd 09.07.2026 |Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 verharrt die wirtschaftliche Lage im Metallhandwerk auf niedrigem Niveau, wie der Fachverband Metall NW aufgrund der jüngsten Mitgliedsumfrage berichtet. Demnach bewerten 12,2 % der Metallbauer ihre aktuelle Geschäftslage als mangelhaft oder schlechter. 17,6 % geben sehr gut oder gut an.
Wirtschaftliche Lage Q2/2026.
Quelle: Fachverband Metall NW
Für das laufende Jahr erwarten lediglich 6,8 % der Metallbauer noch eine positive Entwicklung ihres Unternehmens. Diese Lichtblicke können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass fast die Hälfte der Metallbauer (45,9 %) mit einer weiteren Verschärfung der wirtschaftlichen Situation rechnen. Korrespondierend hierzu bleibt auch die Investitionsneigung mit rund 25 % der befragten Unternehmen auf einem niedrigen Niveau.
Wirtschaftliche Erwartung Q2/2026.
Quelle: Fachverband Metall NW
Ein sich weiter verschärfender Preiswettbewerb (rund 60 %) und der Fachkräftemangel (61 %) belastet die Unternehmen zusätzlich zum zunehmenden Auftragsmangel (50 %). Dies sind die zentralen wirtschaftlichen Herausforderungen, denen sich die Betriebe des Metallhandwerks aktuell gegenübersehen. Darüber hinaus werden steigende Bürokratiekosten (jeweils 53 %) als wesentliche Belastungsfaktoren genannt.
Auftragsbestand Q2/2026.
Quelle: Fachverband Metall NW
Zwar nehmen auch im Metallhandwerk die Hürden bei der Kreditvergabe zu, sie bewegen sich mit rund 14 % der Nennungen jedoch weiterhin deutlich unterhalb der aktuell von der KfW veröffentlichten Zahlen.
Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW, die Ergebnisse des aktuellen Konjunkturblitzlichtes: „Nach wie vor sind große Teile des Metallhandwerks stark von der allgemeinen Krise der deutschen Wirtschaft betroffen. Seit Jahren stellen wir in unseren Konjunkturblitzlichtern fest, dass viele Unternehmen mit wechselnden, aber stets herausfordernden Rahmenbedingungen konfrontiert werden. Aktuell treffen steigende Kosten und zunehmender Preiswettbewerb auf eine schwache Nachfrage – eine Kombination, die das wirtschaftliche Überleben vieler Unternehmen gefährdet. Entlastungen, insbesondere durch den geplanten Bürokratieabbau und eine Rückführung der Lohnzusatzkosten unter die 40-Prozent-Marke, sind deshalb existenzielle Forderungen des Metallhandwerks. Und das möglichst schnell." Er ergänzt, dass die anstehende Sommerpause der Politik nicht für weitere kleinteilige parteipolitische Scharmützel genutzt werden dürfe: „Nachhaltige Reformen braucht es jetzt!“
Herausforderungen im Metallhandwerk Q2/2026.
Quelle: Fachverband Metall NW
