Sonneschutz ist förderfähig
15 Prozent der förderfähigen Ausgaben 26.06.2026 |Rollläden, Raffstoren oder Markisen gelten ebenso wie Maßnahmen zur Dämmung und zum Austausch von Fenstern und Türen als förderfähige Maßnahme an der Gebäudehülle. Aus Sicht des Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e. V. (BVRS) ist das ein wichtiges Signal für das Rollladen- und Sonnenschutzhandwerk. „Klimavorsorge ist ohne außenliegenden Sonnenschutz nicht mehr zu denken, deswegen ist es richtig, dass die Bundesregierung hier Fördermittel bereitstellt“, sagt Simon Schmid, Hauptgeschäftsführer des BVRS, in der jüngsten Pressemeldung des Verbands.
Außenliegender Sonnenschutz kann den Kühlbedarf merklich reduzieren.
Grafik: Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS)
Die Förderbedingungen sind zwar klar geregelt, für viele Bauherren und Entscheider aber schwer zu überblicken. „Unsere Mitgliedsbetriebe verfügen über das Know-how, um technische Planung, Wirtschaftlichkeit und Förderbedingungen zusammenzuführen“, betont Simon Schmid. In der Praxis heißt das: Sie beraten zu geeigneten Sonnenschutzlösungen, prüfen die baulichen Voraussetzungen und behalten die Förderfähigkeit im Blick. Digitale Fördermittel-Tools, wie sie einzelne Hersteller anbieten, helfen dabei, Förderchancen und voraussichtliche Zuschüsse im Vorfeld einzuschätzen.
Der Grundfördersatz liegt bei 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Eigentümer müssen mindestens 300 Euro investieren. Je Wohneinheit lassen sich bis zu 30.000 Euro an förderfähigen Kosten pro Jahr ansetzen. Liegt ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vor und werden die Maßnahmen genehmigt, steigt diese Grenze auf bis zu 60.000 Euro. Bei bestimmten Sanierungsmaßnahmen kann ein Bonus von fünf Prozent gewährt werden.
Prognose mit zwei verschiedenen Klimaszenarien.
Grafik: Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS)
Die Zahlen der Grafik zeigen: Der Klimawandel hat bereits in den vergangenen Jahrzehnten zu Temperaturveränderungen in Deutschland geführt. Laut dem Deutschen Wetterdienst ist die durchschnittliche Lufttemperatur in Deutschland seit 1881 um 1,6 Grad Celsius gestiegen. Gleichzeitig hat sich in den letzten Jahrzehnten die Zahl der heißen Tage mit über 30 Grad Celsius von etwa drei auf rund neun Tage pro Jahr verdreifacht (Deutscher Wetterdienst 2026).
Hitzeperioden haben direkte Auswirkungen auf die Gesundheit: Sie belasten den menschlichen Organismus und können bestehende Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder der Nieren verstärken (RKI 2023; Hitze in Deutschland: Gesundheitliche Risiken und Maßnahmen zur Prävention). In den Jahren 2023 und 2024 kam es jeweils zu rund 3.000 hitzebedingten Todesfällen (RKI 2025; Hitzebedingte Mortalität in Deutschland 2023 und 2024).
