Kreislaufpraxis bei Windeck
Nachhaltigkeit im operativen Tagesgeschäft 03.11.2026 |
Rund 30 Teilnehmer kamen zur AIUIF Veranstaltung bei Windeck.
Foto: Metallbau Windeck
Im Oktober hatte die Veranstaltungsreihe „A|U|F on Tour“ bei Metallbau Windeck in Kloster Lehnin einen Termin. Auf der Agenda standen vier Fachvorträge, Praxisbeispiele und eine Betriebsbesichtigung des Metallbauers. Der Termin brachte Vertreter aus Metallbau, Architektur und Planung zusammen, um über konkrete Lösungsansätze und die Zukunft des Bauens zu diskutieren.
Prof. Dr. Stefan Lackner von erentum consulting zeigte unter dem Titel „Von der Pflicht zur Kür: Nachhaltigkeit unternehmerisch nutzen“, wie Unternehmen Nachhaltigkeit als strategischen und wirtschaftlichen Erfolgsfaktor begreifen können. Sebastian Windeck, Geschäftsführer von Metallbau Windeck, erläuterte die Chancen der Kreislaufwirtschaft für Metallbaubetriebe. Thomas Lauritzen, Vorstandsvorsitzender des A|U|F e. V., stellte den Nutzen einer Mitgliedschaft in der Recyclinginitiative für Metallbauer, Architekten und Planer vor.
Jürgen Einck von Drees & Sommer widmete sich der Revitalisierung von Gebäuden als Zukunftsmarkt für die Baubranche. Bereits vor Beginn des Vortragsprogramms hatten die Teilnehmer Gelegenheit, Metallbau Windeck zu besichtigen und Einblicke in die betriebliche Praxis zu gewinnen. Die Verbindung von fachlichen Impulsen und konkreten Beispielen machte deutlich, dass Kreislaufwirtschaft nicht nur ein ökologisches Anliegen ist, sondern auch wirtschaftliche Chancen eröffnet.
Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion stand die Frage, warum Kreislaufwirtschaft für Investoren künftig eine immer wichtigere Rolle im Bauwesen spielen wird. Dabei wurde deutlich, dass nachhaltige Lösungen stärker in die täglichen betrieblichen Abläufe und in die Planung von Bauprojekten integriert werden müssen. Ebenso wichtig ist es, die positiven Botschaften und konkreten wirtschaftlichen wie ökologischen Vorteile nachhaltigen Bauens, wie sie beispielsweise in den Fachvorträgen aufgezeigt wurden, besser und intensiver an die relevanten Zielgruppen zu kommunizieren. Insbesondere Investoren und weitere Entscheidungsträger müssen stärker für die Potenziale der Kreislaufwirtschaft sensibilisiert werden.
Thomas Lauritzen betonte abschließend die Bedeutung des persönlichen Austauschs und der praktischen Umsetzung: „Nachhaltiges Bauen und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft entstehen nicht allein durch Vorgaben und gute Konzepte. Entscheidend ist, dass die Beteiligten miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und Lösungen in der Praxis umsetzen.“
