Hohe Planungssicherheit für Stahlbauprojekte: Duplex-Korrosionsschutz aus einer Hand
WIEGEL bündelt am Standort Feuchtwangen Feuerverzinken, Nassbeschichten und ergänzende Verfahren für anspruchsvolle Infrastruktur-, Energie- und Stahlbauprojekte
Visualisierung des WIEGEL Nassbeschichtungszentrums in Feuchtwangen
Bild: WIEGEL-Gruppe
Für Auftraggeber im Metall- und Stahlbau zählen vor allem drei Faktoren: Qualität, Termintreue und Planungssicherheit. Wer Stahlbauteile dauerhaft gegen Korrosion schützen lassen möchte, muss in der Regel mehrere Prozessschritte koordinieren: Verzinken, Transport, Zwischenlagerung, Beschichtung, Qualitätskontrolle und Auslieferung. Je besser diese Schritte aufeinander abgestimmt sind, desto verlässlicher lassen sich Projekte steuern.
Mit dem neuen Nassbeschichtungszentrum in Feuchtwangen bündelt WIEGEL Feuerverzinken und Nassbeschichten an einem Standort. Damit entsteht eine durchgängige Prozesskette für Duplex-Korrosionsschutz: Bauteile können zunächst feuerverzinkt und anschließend direkt nassbeschichtet werden. Für Kunden bedeutet das eine vereinfachte Abstimmung, reduzierte Transportwege und eine höhere Verlässlichkeit in der Projektabwicklung.
„Unsere Kunden erwarten nicht nur eine technisch hochwertige Oberfläche. Sie erwarten vor allem, dass ihr Projekt sicher, termingerecht und wirtschaftlich abgewickelt wird. Genau darauf ist der Standort Feuchtwangen ausgelegt“, sagt Dr. Oliver Nitzsche, Geschäftsführer der WIEGEL-Gruppe.
Projektvorteile durch integierte Abläufe
Die Kombination aus Feuerverzinken und Nassbeschichten an einem Standort bietet Auftraggebern insbesondere bei komplexen Projekten klare operative Vorteile:
- · Ein Ansprechpartner für Verzinkung und Beschichtung
WIEGEL übernimmt die Abstimmung der aufeinanderfolgenden Prozessschritte innerhalb einer integrierten Standortstruktur. - · Durchgängige Prozesskette für mehr Planungssicherheit
Verzinkung, Vorbehandlung und Beschichtung können frühzeitig gemeinsam betrachtet und auf Projektanforderungen abgestimmt werden. - · Reduzierte Transport- und Logistikaufwände
Bauteile müssen nach dem Verzinken nicht zu einem externen Beschichter transportiert werden. Das reduziert Handling, Transportzeiten und zusätzlichen Koordinationsaufwand. - · Hohe Terminsicherheit durch abgestimmte Prozesse
Die Prozessfolge kann frühzeitig geplant und auf Projekttermine abgestimmt werden. Das unterstützt eine verlässliche Abwicklung auch bei Serien- und Großprojekten. - · Wirtschaftliche Komplettlösung aus einer Hand
Die Bündelung der Leistungen schafft Transparenz in der Projektsteuerung und kann helfen, Gesamtkosten über die komplette Prozesskette zu optimieren. - · Individuelle Beschichtungssysteme nach Projektanforderung
Je nach Einsatzbereich, Korrosivitätskategorie, optischer Anforderung und technischer Spezifikation können geeignete Beschichtungssysteme abgestimmt werden.
Am Standort Feuchtwangen verbindet WIEGEL die Feuerverzinkung mit moderner Nassbeschichtung. Verzinkte Stahlbauteile können nach der entsprechenden Vorbehandlung unmittelbar weiterverarbeitet werden. Das ist besonders relevant für Projekte, bei denen Korrosionsschutz, Optik und technische Anforderungen zusammen gedacht werden müssen.
Der Standort Feuchtwangen bündelt die bestehende Feuerverzinkerei und das neue Nassbeschichtungszentrum.
Bild: WIEGEL-Gruppe
Der sogenannte Duplex-Korrosionsschutz kombiniert die kathodische Schutzwirkung der Verzinkung mit einer zusätzlichen organischen Beschichtung. Diese Kombination erhöht die Widerstandsfähigkeit der Oberfläche und eröffnet zugleich gestalterische Möglichkeiten, etwa durch farbliche Anpassungen nach Projektvorgabe.
„Mit der neuen Anlage schaffen wir zusätzliche Kapazitäten für Kunden, die Korrosionsschutz nicht isoliert betrachten, sondern als Bestandteil einer verlässlichen Projektabwicklung“, erläutert Holger Wiedemann, Bereichsleiter Beschichtung der WIEGEL-Gruppe. „Entscheidend ist, dass Verzinkung, Vorbehandlung und Beschichtung technisch sauber aufeinander abgestimmt werden.“
Zum Einsatz kommen automatisierte Strahl- und Lackieranlagen, manuelle Beschichtungskabinen sowie ergänzende Verfahren wie die Spritzverzinkung. Damit kann WIEGEL unterschiedliche Bauteilgeometrien, Projektgrößen und technische Anforderungen am Standort Feuchtwangen abbilden.
Entwickelt für anspruchsvolle Stahlbauprojekte
Das neue Nassbeschichtungszentrum ist insbesondere auf Anwendungen ausgerichtet, bei denen langlebiger Korrosionsschutz, hohe Prozesssicherheit und belastbare Terminplanung entscheidend sind. Dazu zählen unter anderem Stromgittermasten, Umspannwerke, Lärmschutzwände, Infrastrukturprojekte, Stahlkonstruktionen, Profile, Winkel und Bleche, Sonder- und Großbauteile sowie Serienbauteile mit wiederkehrenden Spezifikationen.
Gerade bei Infrastruktur-, Energie- und Stahlbauprojekten stehen Auftraggeber häufig unter hohem Termin- und Kostendruck. Eine integrierte Bearbeitung kann helfen, Abläufe zu stabilisieren und Projektverantwortliche zu entlasten.
„Wenn Beschichtungssysteme, Bauteilgeometrien und Terminfenster frühzeitig gemeinsam abgestimmt werden, lassen sich Projekte deutlich besser planen“, sagt Maximilian Arnold, Projektleiter Serie der WIEGEL-Gruppe. „Unser Ziel ist es, Kunden bereits in der Planungsphase eine belastbare Einschätzung zu Machbarkeit, Ablauf und Kapazitäten zu geben.“
Qualität und Prozesssicherheit als Bestandteil der Leistung
Korrosionsschutz ist kein einzelner Arbeitsschritt, sondern das Ergebnis einer abgestimmten Prozesskette. Von der Vorbehandlung über die Beschichtung bis zur abschließenden Kontrolle müssen die einzelnen Schritte technisch zueinander passen. Am Standort Feuchtwangen werden die Abläufe deshalb so organisiert, dass Verzinkung, Oberflächenvorbereitung, Beschichtung und Qualitätssicherung eng miteinander verzahnt sind.
Für Kunden bedeutet das: definierte Prozessschritte, nachvollziehbare Abläufe und ein einheitliches Qualitätsverständnis über die gesamte Bearbeitung hinweg. Das ist besonders wichtig bei Projekten mit hohen Anforderungen an Dauerhaftigkeit, Schichtaufbau, optische Qualität oder reproduzierbare Ergebnisse.
Normen, Spezifikationen und technische Leistungsdaten
Für Auftraggeber aus Infrastruktur-, Energie- und Stahlbauprojekten sind belastbare technische Rahmenbedingungen ein wesentlicher Bestandteil der Projektplanung. Am Standort Feuchtwangen erfüllt WIEGEL die relevanten Normen und Spezifikationen der europäischen Übertragungsnetzbetreiber. In der Feuerverzinkung arbeitet WIEGEL nach DIN EN ISO 1461 sowie nach DASt-Richtlinie 022. Für die Beschichtung wird die DIN EN ISO 12944 erfüllt, die als zentrale Industrienorm den Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Beschichtungssysteme beschreibt. Außerdem verfügt die WIEGEL-Gruppe über Beschichtungsinspektoren, um höchsten Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.
Auch die technischen Leistungsparameter sind auf anspruchsvolle Projektanforderungen ausgelegt. In der automatischen Lackierkabine können Bauteile bis zu einer Größe von 14.000 × 2.500 × 700 mm bearbeitet werden. Die Jahreskapazität liegt bei bis zu 400.000 m². Für größere oder komplexere Bauteile steht zusätzlich eine manuelle Lackier- und Spritzverzinkungskabine zur Verfügung. Dort sind Bauteile bis zu 20.000 × 6.000 × 5.000 mm möglich. Auf Anfrage können auch Längen bis 40.000 mm realisiert werden. Die Jahreskapazität beträgt hier bis zu 25.000 m².
Damit schafft der Standort Feuchtwangen belastbare Voraussetzungen für Serienaufträge, großformatige Stahlbauteile und projektbezogene Sonderanforderungen.
Stimmen aus der WIEGEL-Gruppe
"Wir bieten Feuerverzinkung und Nassbeschichtung an einem Standort – Duplex-Korrosionsschutz mit höchster Qualität."
Dr.-Ing. Oliver Nitzsche
Geschäftsführer WIEGEL-Gruppe
Bild: WIEGEL-Gruppe
"Das vollautomatisierte Anlagenkonzept ist ideal für großflächige Stahlkonstruktionen wie Gittermasten und Lärmschutzwände."
Holger Wiedemann
Bereichsleiter Beschichtung / FROSIO Coating Inspector Level III WIEGEL-Gruppe
Bild: WIEGEL-Gruppe
Sichern Sie sich jetzt Kapazitäten an unserem besonders verkehrsgünstig gelegenen Standort an der A6/A7."
Maximilian Arnold
Projektleiter Serie WIEGEL-Gruppe
Bild: WIEGEL-Gruppe
Zusätzliche Flexibilität durch Spritzverzinkung
Neben dem Feuerverzinken und der anschließenden Nassbeschichtung bietet WIEGEL am Standort Feuchtwangen auch Spritzverzinkung an. Das Verfahren ergänzt das Leistungsportfolio insbesondere für großformatige, komplexe oder maßkritische Bauteile.
Im Unterschied zum Feuerverzinken werden Bauteile bei der Spritzverzinkung nicht vollständig in einen Zinkkessel getaucht. Der Zinküberzug wird stattdessen gezielt auf die Oberfläche appliziert. Dadurch eignet sich das Verfahren für Bauteile, bei denen klassische Tauchverfahren aufgrund von Geometrie, Größe oder Maßanforderungen an Grenzen stoßen.
Für Auftraggeber erweitert die Spritzverzinkung die technischen Möglichkeiten im Korrosionsschutz und schafft zusätzliche Flexibilität bei Sonderbauteilen oder spezifischen Projektanforderungen
Kurze Wege
Verzinken und Beschichten am selben Standort reduzieren interne Schnittstellen.
Planbare Abläufe
Durchgängige Prozesskette für Projekte mit hohem Koordinationsbedarf.
Flexible Systeme
EP-, PUR- und wasserverdünnbare Lacksysteme je nach Anforderung.
Hohe Kapazität
Rund 400.000 m² Beschichtungskapazität pro Jahr für großflächige Bauteile.
Nachhaltiges Anlagenkonzept
Das neue Werk verbindet industrielle Leistungsfähigkeit mit einem ressourcenschonenden Anlagenkonzept. Dazu gehören unter anderem energieeffiziente Gebäudetechnik, Photovoltaik, hybride Beheizung, ein innovatives Trocknungssystem sowie moderne wasserverdünnbare Lacksysteme.
Damit ergänzt WIEGEL die technischen und wirtschaftlichen Vorteile der integrierten Prozesskette um einen zukunftsorientierten Betrieb, der Energieeffizienz und Ressourcenschonung berücksichtigt.
Blick in die Bauphase der Anlage.
Bild: WIEGEL-Gruppe
Frühzeitig Kapazitäten für Projekte sichern
Mit dem neuen Nassbeschichtungszentrum erweitert WIEGEL seine Möglichkeiten für Infrastruktur-, Energie- und Stahlbauprojekte. Kunden profitieren von einer integrierten Prozesskette, hoher Planungssicherheit und einer abgestimmten Projektabwicklung aus einer Hand.
Besonders bei komplexen Projekten empfiehlt sich eine frühzeitige Abstimmung. So können Bauteilgeometrien, Beschichtungssysteme, Korrosionsschutzanforderungen, Prüfanforderungen und Terminfenster bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden.
Der Vorteil für Auftraggeber: mehr Planungssicherheit, optimierte Projektabläufe und eine wirtschaftliche Komplettlösung für hochwertigen Duplex-Korrosionsschutz.
Kontakt für Beschichtungskapazitäten
Maximilian Arnold
Projektleiter Serie WIEGEL-Gruppe
E-Mail: beschichtung@wiegel.de
Telefon: +49 (0)172 7810315
Mehr Informationen: wiegel.de/wfb
